Regeln für ein Brainstorming

Ich habe wirklich viele Brainstormings gemacht. Davon litten ca. 90% an den immer gleichen Problemen: der freie Fluss der Gedanken wird gestört. Technisch gesehen verhindern typische Fehler den kollektiven mentalen Flow. Es gibt viele Listen, die zeigen, was man dabei beachten muss. Die Wikipedia listet die fünf wichtigsten:

„# Keine Kritik an anderen Beiträgen, Ideen, Lösungsvorschlägen
# Keine Wertung der Ideen.
# Jeder soll seine Gedanken frei äußern können.
# Keine Totschlagargumente.
# Je kühner und phantasievoller, desto besser.“

Im Kern geht es immer um eine Sache: die Teilnehmer denken zu sehr an die Umsetzung, also statisch. „Das könnten wir machen“. Dabei ist das Ziel ein Prozeß: die Verknüpfung verschiedener Assoziationen. Dieser Prozeß ist ein Weg, der die maximale Landkarte der Möglichkeiten präsentiert. Erst nach dem Brainstorming werden die Ergebnisse „verarbeitet“. Aber währenddessen ist das unwichtig, ja zerstörerisch.

Ein Brainstorming ist wie Surfen. Der Fehler ist: die Meisten Suchen. Oder ein anderes Bild: die Meisten buchen eine Pauschalreise, möglichst All Inclusive. Ein Brainstorming ist aber eine Reise, bei der man mit wenig Gepäck alleine in unbekannte Länder reist.

>> Wikipedia: Brainstorming

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3 Gedanken zu „Regeln für ein Brainstorming

  • 25. September 2008 um 09:34
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    Vielleicht nützt es, wenn man es statt Brainstorming "Rumblödeln" nennt? Bei solchen Blödeleien entstehen meiner Erfahrung nach selbst in seriösen Runden gute Ideen.

  • 25. September 2008 um 13:58
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    Gott ist das gut. Genau danach habe ich heute morgen gesucht. Die hochprofessionelle Technik des Rumblödelns efüllt alle genannten Kriterien ( und noch ein paar mehr, z.B. zwanglose Ehrlichkeit). Merci vielmals. Michael

  • 26. September 2008 um 23:54
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    aber das sofortige niedermachen dummer gedanken ist doch eigentlich der spaß dabei…

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