Marken-Purpose in der Wellbeing-Economy

Mar­ken … sind jene Sta­bi­li­sa­ti­ons­fak­to­ren, die eine Welt im Umbruch braucht.”

Gabrie­le Fischer (Grün­de­rin & Chef­re­dak­teu­rin brand eins), Mar­ke ver­pflich­tet, in : brand eins, 2/​2005, S. 4

Der „Pur­po­se” ist in aller Mun­de. Oft meint er „höhe­re Wer­te”, die ein Unter­neh­men ein­neh­men soll, um so der Gesell­schaft zu die­nen. Das geht zumeist an der Wirk­lich­keit des Wett­be­werbs vor­bei. „Pur­po­se” kann nur funk­tio­nie­ren, wenn die Grund­la­gen der moder­nen Gesell­schaft, wie eben der Wett­be­werb, erhal­ten blei­ben.

Was tun ? Die Well­being-Eco­no­my Alli­an­ce ent­wi­ckelt Lösun­gen. Das Kon­zept der Well­being-Eco­no­my wur­de von der UN ent­wi­ckelt, um das Brut­to­so­zi­al­pro­dukt als Kri­te­ri­um der Ent­wick­lung von Gesell­schaf­ten abzu­lö­sen. Län­der wie Schott­land und Neu­see­land set­zen das bereits um.
Eine News der Alli­an­ce emp­fiehlt 5 Ele­men­te, die Unter­neh­men umset­zen soll­ten. Ob lang­sam oder adhoc ist zunächst egal. Die­se 5 Ele­men­te sind :

Con­nec­tion – a cor­po­ra­te cul­tu­re that aligns the orga­ni­za­tio­nal pur­po­se with collec­tive values 

Digni­ty – a busi­ness model that crea­tes the means for employees, custo­mers, sup­pliers and other sta­ke­hol­ders to live digni­fied lives

Fair­ness – a busi­ness model that dis­tri­bu­tes wealth in a way that sup­ports equi­ty  and equal oppor­tu­nities

Natu­re – use of natu­ral resour­ces that flow back into eco­sys­tems in ways that sup­port rege­ne­ra­ti­on rather than cau­se harm 

Par­ti­ci­pa­ti­on – balan­ced and values-based rela­ti­ons­hips with all sta­ke­hol­ders 

https://wellbeingeconomy.org/the-role-of-business-in-the-wellbeing-economy

Der Pur­po­se eines Unter­neh­mens ist es, beson­ders gut in dem zu sein, was das Unter­neh­men anbie­tet. Unter­neh­men sind kei­ne poli­ti­schen oder kul­tu­rel­len Insti­tu­tio­nen.
Das kön­nen wie­der­um Mar­ken beson­ders gut. Als „Unter­neh­mens­form der Zukunft”* sind sie hier beson­ders gefragt.
Wenn wir die Kern­leis­tung des Unter­neh­mens als Dach neh­men und unter die­sem Dach die 5 Ele­men­te packen, dann passt das zusam­men. Die Ele­men­te beschrei­ben dann fünf Säu­len der Unter­neh­mens­kul­tur. In der Umset­zung hel­fen sie sowohl beim Employ­er-Bran­ding, als auch in der Mar­ken­kom­mu­ni­ka­ti­on zum Kun­den. Sie zei­gen mehr oder weni­ger, daß das Unter­neh­men im 6. Kon­driateff gut auf­ge­stellt ist — eine moder­ne Mar­ke.

Wenn mei­ne Ver­mu­tung stimmt, hät­ten wir hier ein Modell für die Mar­ken­po­li­tik im Rah­men der Mar­ken­iden­ti­tät vor­lie­gen. Es ist breit genug und umfasst zugleich die wesent­li­chen Ele­men­te eines moder­nen Unter­neh­mens.
Ich den­ke, auf die­sem Weg steigt der Mar­ken­wert und das Well­being der Eco­no­my. Unter­neh­men wie Coca-Cola oder Apple zei­gen bereits, wie das in der Pra­xis funk­tio­niert.

* Zitat : Wolf Lot­ter, Der rote Faden, in : brand eins, 2/​2005, S. 57, „Die Mar­ke .. kann ruhig durch­at­men. Sie ist der Pro­to­typ des Unter­neh­mens des 21. Jahr­hun­derts. Es wird ein Jahr­hun­dert der Mar­ken sein.„

Foto : Quel­le Well­being Eco­no­my Alli­an­ce

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