Zahlen zum Internet weltweit im Jahr 2015

Mit fast 20 Jah­ren Nach­zug bege­hen wir in Deutsch­land die­ses Jahr die “Inter­net Revo­lu­ti­on”. So steht es jeden­falls in allen Zei­tun­gen und der Begriff “Indus­trie 4.0” scheint wich­ti­ger, als alles Ande­re. Dabei fehlt es offen­sicht­lich noch an “Indus­trie 2.0” und das obwohl Deutsch­land mit über 80% die zweit­höchs­te Durch­drin­gung an Inter­net­nut­zern welt­weit hat. Aber: Indus­trie kön­nen wir und der Zug 2.0 rausch­te vor über 10 Jah­ren aus dem Bahn­hof. Da klingt 4.0 alle­mal coo­ler.

Wer kei­ne Lust auf den Alt­her­ren­zoo Deutsch­land hat und sich für rele­van­te Infor­ma­tio­nen inter­es­siert, ist — wie immer noch — in den USA bes­ser auf­ge­ho­ben. Von dort kom­men die Inter­net Trends 2015, genau­er von der Bera­tung KPCB (Klei­ner Per­kins Cau­field & Byers), die etli­che gro­ße Start­Ups berät. Was Sie tun? Sie “acce­le­ra­tes their com­pa­nies from suc­cess to signi­fi­can­ce.” Wäh­rend wir in unse­rem Land über suc­cess schon glück­lich wären. Sie­he oben.

Die Prä­sen­ta­ti­on fast auf fast 200 Sei­ten Zah­len zusam­men, die einen ganz guten Über­blick zum aktu­el­len Stand geben. “Ganz gut” heisst, einen der Bes­ten, den man der­zeit kos­ten­los bekom­men kann. Zum Teil sind die­se Zah­len nach Trends zusam­men­ge­fasst. Da jeder selbst auf­merk­sam schau­en muss (Zeit im Mini­mum etwa 1 Stun­de), hier nur zwei Bei­spie­le:

1) So hat sich die Markt­ka­pi­ta­li­sie­rung von Inter­net­un­ter­neh­men seit mei­nem Start 1995 bis heu­te ver­än­dert. Klei­ne Anmer­kung: Die Pro­fis behan­deln Apple als Inter­net­un­ter­neh­men, nicht als Hard­ware­kon­zern, wie unse­re Exper­ten in Deutsch­land (z.B. der FAZ). Darf ich noch­mal Indus­trie 4.0 sagen? Dan­ke!

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Auf­fäl­lig­kei­ten: Apple ist das ein­zi­ge Unter­neh­men, daß in bei­den Jah­ren auf­taucht, von 3 auf 700 Mrd., vom Com­pu­ter­bau­er zum Inter­net-gegen-Geld-Anbie­ter. 1995 war Axel-Sprin­ger noch vor­ne dabei (wie auch immer sie hier rein­ge­kom­men sind), aber sie haben schon damals nicht zuge­hört und wuss­ten alles bes­ser… nicht zuletzt: Chi­na ist ein­fach sehr, sehr groß, da rei­chen schon 40% Inter­net­nut­zer um mit Zah­len zu prot­zen.

2) Das hier ist ein Aus­schnitt von wich­ti­gen Design­än­de­run­gen, die mensch­li­che Pro­zes­se fun­da­men­tal geän­dert haben und in unse­re Kul­tur ein­ge­gan­gen sind oder gera­de wer­den. Klei­ne Anmer­kung: nicht eine Idee kommt aus Euro­pa, auch wenn die Ide­en über etli­che Charts gehen.

Internet_Trends_Design_Worldchanging

Weil man es viel­leicht nicht sieht: Snap­chat star­tet direkt mit der Foto­funk­ti­on des Han­dy und bringt dann erst die Funk­tio­nen der Platt­form. Uber hat das ner­vi­ge Bezah­len in Taxis abge­schafft und Type­form das Con­text-Design ein­ge­führt. Wer glaubt, das wären klei­ne Design­än­de­run­gen, hat die Inter­net Trends noch nicht gele­sen. Es han­delt sich um tie­fe Insights in mensch­li­che und geschäft­li­che Inter­ak­tio­nen, die gan­ze Bran­chen ver­än­dern oder noch ver­än­dern wer­den. It’s the busi­ness, stu­pid. War also das Inter­net sel­ber bis­her ein Markt­platz, in dem man Groß wer­den konn­te, sind es nun die Ser­vices, die gan­ze Indus­tri­en glo­bal aggre­gie­ren und angrei­fen.

Ach bit­te, ein­mal noch, ja? Dan­ke! Indus­trie 4.0.

Was uns zum roten Faden der Stu­die bringt: On Demand Ser­vice. Aus dem Roh­öl der Daten der Web 2.0 Visi­on, wird nun der Treib­stoff aller Bran­chen. Span­nend in die­sem Zusam­men­hang zum Einen die Erwar­tun­gen der Mil­le­ni­als und zum Ande­ren die Lie­fer­zei­ten für Food-Apps. Aber wie gesagt, sel­ber stu­die­ren macht schlau:

Die Inter­net Trends 2015 

 

Bild­quel­len: Zwei Screen­shots aus der hier bespro­che­nen Stu­die auf den Sei­ten 6 und 184. Arti­kel­bild ist ein Screen­shot vom Bild von Sei­te 184. 

 

 

 

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