Immer noch begegnet mir überall die Ansicht, das Internet ist was „für junge Leute“. Natürlich gibt es Zahlen, die diese Sichtweise bestätigen. Je nach Frage, bekommt man eben die Antwort, die man sucht. Diese Ansicht ist aber weder wesentlich, noch richtig.

Beispiel Mütter. Selbige finden sich vor allem in den Altersgruppen 20-40, und auf eBay. Eine der aktivsten Communities in Deutschland sind sicherlich Mütter, die jede Woche Stunden damit zubringen, Kinderbekleidung, Spielzeug und Kindermöbel etc. auf eBay zu verkaufen. Aus eigener Erfahrung und dem Gespräch mit Anderen weiß ich, daß sie dabei eine eigene Sprache entwickelt haben, sogar eine eigene Bildsprache. Die Profis unter den Müttern mischen dabei im Titel der Anzeige Produktinformationen und emotionale Begriffe in unter 140 Zeichen. Bei den Bildern das gleiche Bild: praktische Informationen und emotionale Attraktoren müssen gleichzeitig zu sehen sein.

Beispiel Luxus. Eine aktuelle Studie von Microsoft zeigt das Online- Verhalten von Menschen mit einem Einkommen über 100.000€ im Jahr. Bei den Steuersätzen in Deutschland dürfte das die interessanteste Zielgruppe für Marken sein, zumal sie auch eine soziale Ausstrahlung auf das Markenimage haben.
Diese Gruppe nutzt nicht nur das Internet selbstverständlich, sie sind auch überdurchschnittlich im Web 2.0 aktiv und nutzt das Web stärker für berufliche Belange. Studenten? Junge Leute?

Kundengruppe für Luxus im Internet

Beispiel Twitter. Das Durchschnittsalter der Twitterer ist 32 Jahre, 78 Prozent von Ihnen haben Abitur und 2/3 besitzen auch ein eigenes Blog. Das Durchschnittsalter bei Facebook ist 27 Jahre und bei mySpace 26 Jahre, aber auch das ist nur ein Durchschnitt.

Wenn man die Zielgruppe des Internet beschreiben möchte, dann bitte nicht anhand des Alters. Das hat sich schon im klassischen Marketing überholt. Es geht um Menschen, die überdurchschnittlich kommunikativ sind, höhere bis mittlere Einkommen haben und noch nicht einmal „Junggebliebene“ sind, sondern einfach nur normal und praktisch veranlagt. Denn wer im Beruf steht, braucht schnelle Information, effektive Kommunikation und ein gutes Netzwerk.

Zum gleichen Thema

(Leser: 3.741)   Getagged mit
 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Marke: Arten und Typen
Marke modern gedacht:
  • Soziale Werte & Konstrukte als Basis.
  • Differenzierung der Branchen und Ihrer Marken.
  • Markenstärke neu beschrieben.
Vortrag: Mobile Marketing
Die Präsentation hat drei Schwerpunkte:
  • BestOf der intern. Marktzahlen aus 9 Monaten 2011
  • Grundlagen: Wann lohnt sich eine App?
  • Überblick zu den Entwicklungen
Studie: B2B im Social Web
Die Studie beinhaltet:
  • vier ausgewählte Praxisbeispiele,
  • das wichtigste aus internationalen Studien und
  • Empfehlungen für B2B - Unternehmen.