Wer nutzt das Internet?

End­lich! Die­sen zufrie­de­nen Aus­stoß muss ich kurz ein­lei­ten. Seit ich den­ken kann, emp­feh­le ich, das Inter­net nicht als quan­ti­ta­ti­ves Medi­um zu sehen, also als Reich­wei­ten­ma­schi­ne. Das ist enorm wich­tig für die Bud­get­be­stim­mung im digi­ta­len Mar­ke­ting.
Die­se Aus­sa­ge fun­diert auf zwei Beob­ach­tun­gen, die seit Anbe­ginn des Inter­net gel­ten:

1) das Inter­net vor allem von gebil­de­ten, eher älte­ren Men­schen genutzt wird
2) im Inter­net ist Kom­mu­ni­ka­ti­on wich­ti­ger, als Infor­ma­ti­on

Jetzt — nach ca. 16 Jah­ren Inter­net in Deutsch­land — gibt es zum ers­ten Mal eine Stu­die vom BITKOM, die die­se Zah­len zu 1) bestä­tigt. Und es ist der Bran­chen­ver­band der IT, der den Markt auf die­se Art unter­sucht hat, kei­ne der Wer­be-, Kom­mu­ni­ka­ti­ons- oder Digi­tal­ver­bän­de! Die­se unter­su­chen das Inter­net immer noch so, als wäre es eine neue Art von Fern­se­hen…

Nut­zungs­dau­er des Inter­net:
“35 Pro­zent lie­gen zwi­schen einer und zwei Stun­den und 26 Pro­zent bewe­gen sich zwi­schen zwei und fünf Stun­den täg­lich. Nicht ein­mal zehn Pro­zent kna­cken die fünf Stun­den pro Tag”
-> Die län­ge­re Nut­zungs­dau­er bei 26% + 10% der Nut­zer ergibt sich sicher nicht aus Unter­hal­tungs­grün­den von Jugend­li­chen, son­dern, weil es zur Arbeit genutzt wird, von Kopf­ar­bei­tern.

Nut­zer:
“48 Pro­zent der Deut­schen mit Hoch­schul­rei­fe nut­zen das Inter­net täg­lich min­des­tens zwei Stun­den lang, wäh­rend es bei den Haupt­schul­ab­sol­ven­ten ledig­lich 25 Pro­zent sind”
-> Ent­spre­chend ist auch der Bil­dungs­grad höher, und­zwar deut­lichst.

Wenn das Kli­schee des “Kin­der­me­di­ums” exis­tiert, dann doch nur, weil bestimm­te Leu­te Ihre Macht sichern woll­ten und Ihren Ein­fluß dazu genutzt haben. Oder ein­fach kei­ne Ahnung vom Inter­net haben, dies aber wie­der­um Kun­den, die auch kei­ne Ahnung hat­ten, nicht wei­ter inter­es­siert hat.

Ich den­ke, das Web ist mitt­ler­wei­le zu wich­tig, um es im Mar­ke­ting immer noch als Fern­se­hen zu behan­deln.

Apro­pos, lie­ber BiT­KOM, jetzt fehlt nur noch eine Stu­die zu 2) (und ja, ich habe das “i” absicht­lich klein geschrie­ben ;-).

Quel­le: http://www.bitkom.org/65022_65007.aspx

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