Was machen Menschen auf Facebook?

Der­zeit wächst Face­book mit 10 Mil­lio­nen Nut­zern im Monat. Bei der Ver­weil­dau­er ist es die erfolg­reichs­te Web­site der Welt. Aber was machen die über 1 Mil­li­ar­de Men­schen dort? Eine sta­tis­ti­sche Über­sicht von Jeff Bull­as hilft beim Ver­ste­hen. Hier ein Aus­schnitt:

In 20 Minu­ten wer­den auf Face­book:

  • 1.000.000 Web­links ver­brei­tet,
  • 1.323.000 Fotos mar­kiert,
  • 1.484.000 Ver­an­stal­tun­gen ange­kün­digt,
  • 1.587.000 Bei­trä­ge geschrie­ben.
  • 1.851.000 Sta­tu­s­up­dates gepos­tet,
  • 1.972.000  Freund­schafts­an­fra­gen ange­nom­men,
  • 2.716.000 Fotos hoch­ge­la­den,
  • 2.716.000 Direkt­nach­rich­ten ver­schickt,
  • 10.200.000 Mil­lio­nen Kom­men­ta­re geschrie­ben.

Das erlaubt inter­es­san­te Ana­ly­sen. Apro­pos Blog vs. Face­book: es wer­den fast so vie­le Bei­trä­ge geschrie­ben (a’ka Web­log), wie Sta­tu­s­up­dates gepos­tet wer­den (a’ka Twit­ter). Nahe­zu jedes zwei­te Foto wird auch mar­kiert, also mit Bekann­ten direkt geteilt. Die Ver­net­zung der Nut­zer (Freund­schafts­an­fra­gen) ist unge­bro­chen, auch wenn sie weit unter der Anzahl neu­er Nut­zer liegt. Viel­leicht wird wesent­lich dif­fe­ren­zier­ter ver­netzt. Vor allem aber ist Face­book das Medi­um, in dem man am ein­fachs­ten kom­men­tie­ren kann. Face­book mag (noch) nicht der uni­ver­sel­le Log­in im Web sein, die uni­ver­sel­le Kom­men­tar­ma­schi­ne ist es in jedem Fall.

Das erin­nert mich an Net­scape. Falls sich noch jemand erin­nert. Der ers­te Brow­ser im Web, bzw. Marc And­rees­sen, hat­te eine Visi­on: Man soll­te nicht nur leicht und ein­fach die Inhal­te des WWW abru­fen kön­nen, son­dern genau­so ein­fach hin­ein­schrei­ben. Dafür haben sie eine ziem­lich kom­pli­zier­te Ser­ver­an­wen­dung ent­wi­ckelt. Hat kaum einer genutzt.

Face­book ist nun genau das: man kann genau­so ein­fach hin­ein­schrei­ben, wie lesen. Dazu gibt es kla­re, nach­voll­zieh­ba­re Nut­zer­pro­fi­le, einen ein­heit­li­chen Log­in (sie­he MyYa­hoo) und nicht zuletzt eben die Kom­men­tar­funk­ti­on und Ver­lin­kung wie auf den Blogs. Geschmei­dig, aber unauf­halt­sam, legt sich Face­book wie eine Schicht über das WWW.

Jetzt weiß ich auch, war­um sich Face­book eher so Web 1.0 anfühlt, als Web 2.0. War­um es also doch nur Publi­shing gewor­den ist und nicht mehr, kann man an den wei­te­ren inter­es­san­ten Fak­ten über Face­book erfah­ren, wie gesagt, bei Jeff Bull­as:

  • Z.B. Average user is con­nec­ted to 80 com­mu­ni­ty pages, groups and events.
  • Average user crea­tes 90 pie­ces of con­tent each month
  • More than 30 bil­li­on pie­ces of con­tent (web links, news sto­ries, blog posts, notes, pho­to albums, etc.) sha­red each month.

Und vie­les mehr.

Bild­quel­le: Eigen­bau

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