Twitter Case Study: Der Westen

Kat­rin Scheib

Das New­s­por­tal Der Wes­ten ist in der Web­welt schon durch sei­nen moder­nen Web­an­satz berühmt. So darf es nicht ver­wun­dern, wenn sie auch hier die ers­te Twit­ter Case Stu­dy wer­den. Das liegt schon des­we­gen nahe, weil die Chef­re­dak­teu­rin selbst Blog- Exper­ting und excel­len­te (Pri­vat-) Twit­te­rin ist. Kat­rin Scheib, Che­fin vom Dienst, beschreibt in einem Inter­view den Hin­ter­grund zum Medi­en- Twit­tern unter dem Twit­ter- Account @DerWesten (und eini­gen ande­ren Accounts, s.u.), die wich­tigs­ten Aus­zü­ge habe ich zu Twit­ter­häpp­chen gekürzt:

Wir wol­len den Gedan­ken­aus­tausch mit unse­ren Lesern för­dern. … Im Gegen­zug las­sen uns ande­re Twit­te­rer eben­so an ihrem All­tag teil­ha­ben. … zu son­die­ren, ob an einem bestimm­ten The­ma Inter­es­se besteht oder was es an Ide­en gibt … eher das Tool für ers­te Ide­en oder Denk­an­stö­ße … Wenn man es gut machen will, kos­tet es Zeit. … 140 Zei­chen ver­hin­dert, dass wir uns vor lau­ter Freu­de am Dia­log fest­quat­schen … Durch die stän­di­ge Inter­ak­ti­on neh­men vie­le Nut­zer unser Get­wit­ter als „ihr Ding“ wahr … Leser­bin­dung, von der manch ande­re Medi­en nur träu­men kön­nen”

Die enor­me gefühl­te “Nähe” von Twit­ter, das man­che schon als Basis­dienst moder­ner Kom­mu­ni­ka­ti­on bezeich­nen, fin­det sich jedoch in die­ser Pas­sa­ge:

ein biss­chen wie auf dem Markt­platz: Du triffst Leu­te, unter­hältst dich ein biss­chen. Einer ruft was rüber, du rufst zurück, ein ande­rer ruft, aber du hörst es nicht, weil du gera­de beschäf­tigt bist.”

M.a.W. ist Twit­ter ein real gefühl­ter Aus­druck des Clue­train- Mani­fes­tes: “Märk­te sind Gesprä­che”. Als Vor­rei­ter hat Der Wes­ten auch eine ers­te Unter­su­chung zu sei­nen Fol­lo­wern erhal­ten. Fazit: Offen­her­zig und Red­se­lig. (Red­se­lig im Sin­ne von gesprä­chig, wie ich mir hab sagen las­sen.) Da es kaum Ver­gleichs­wer­te gibt, geht die Stu­die mit den Zah­len vor­sich­tig um. Fol­gen­der Absatz zeigt aber, daß man auch im Web 2.0 die Men­schen erreicht, die zu einem pas­sen; Tho­mas Pfeif­fer von Webevangelisten.de:

Die Zahl zu inter­pre­tie­ren fällt schwer, weil Ver­gleichs­wer­te bis­her feh­len. Wenn man bedenkt, wie leicht es ist, einen Account bei Twit­ter zu regis­trie­ren (man braucht nicht ein­mal eine gül­ti­ge E-Mail-Adres­se), sind 75 bis 80 Pro­zent akti­ve Fol­lo­wer durch­aus bemer­kens­wert.”

Die Twit­ter- Abbo­nen­ten von Der Wes­ten sind sehr aktiv. Wei­te­re Zah­len / Charts

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Ein Kommentar bei „Twitter Case Study: Der Westen“

  1. […] Schlag­zei­len mit Links auf die Arti­kel. Bei man­chen Redak­tio­nen wie “Welt” oder “Der Wes­ten” ist Twit­ter gleich­zei­tig ein Draht zur Redak­ti­on. … MyMüs­li bekommt er direk­te […]

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