Regeln für ein Brainstorming

Ich habe wirk­lich vie­le Brain­stor­mings gemacht. Davon lit­ten ca. 90% an den immer glei­chen Pro­ble­men: der freie Fluss der Gedan­ken wird gestört. Tech­nisch gese­hen ver­hin­dern typi­sche Feh­ler den kol­lek­ti­ven men­ta­len Flow. Es gibt vie­le Lis­ten, die zei­gen, was man dabei beach­ten muss. Die Wiki­pe­dia lis­tet die fünf wich­tigs­ten:

“# Kei­ne Kri­tik an ande­ren Bei­trä­gen, Ide­en, Lösungs­vor­schlä­gen
# Kei­ne Wer­tung der Ide­en.
# Jeder soll sei­ne Gedan­ken frei äußern kön­nen.
# Kei­ne Tot­schlag­ar­gu­men­te.
# Je küh­ner und phan­ta­sie­vol­ler, des­to bes­ser.”

Im Kern geht es immer um eine Sache: die Teil­neh­mer den­ken zu sehr an die Umset­zung, also sta­tisch. “Das könn­ten wir machen”. Dabei ist das Ziel ein Pro­zeß: die Ver­knüp­fung ver­schie­de­ner Asso­zia­tio­nen. Die­ser Pro­zeß ist ein Weg, der die maxi­ma­le Land­kar­te der Mög­lich­kei­ten prä­sen­tiert. Erst nach dem Brain­stor­ming wer­den die Ergeb­nis­se “ver­ar­bei­tet”. Aber wäh­rend­des­sen ist das unwich­tig, ja zer­stö­re­risch.

Ein Brain­stor­ming ist wie Sur­fen. Der Feh­ler ist: die Meis­ten Suchen. Oder ein ande­res Bild: die Meis­ten buchen eine Pau­schal­rei­se, mög­lichst All Inclu­si­ve. Ein Brain­stor­ming ist aber eine Rei­se, bei der man mit wenig Gepäck allei­ne in unbe­kann­te Län­der reist.

» Wiki­pe­dia: Brain­stor­ming

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3 Kommentare bei „Regeln für ein Brainstorming“

  1. Viel­leicht nützt es, wenn man es statt Brain­stor­ming “Rum­blö­deln” nennt? Bei sol­chen Blö­de­lei­en ent­ste­hen mei­ner Erfah­rung nach selbst in seriö­sen Run­den gute Ide­en.

  2. Gott ist das gut. Genau danach habe ich heu­te mor­gen gesucht. Die hoch­pro­fes­sio­nel­le Tech­nik des Rum­blö­delns efüllt alle genann­ten Kri­te­ri­en ( und noch ein paar mehr, z.B. zwang­lo­se Ehr­lich­keit). Mer­ci viel­mals. Micha­el

  3. aber das sofor­ti­ge nie­der­ma­chen dum­mer gedan­ken ist doch eigent­lich der spaß dabei…

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