Aus der Einführungsvorlesung an der Fachhochschule des Mittelstands.

„Grundlagen“ bedeutet zunächst, die Wurzeln der digitalen Medien zu verstehen. Auf dieser Basis werden die Unterschiede zu den klassischen Medien herausgearbeitet. Im zweiten Teil gibt der Beitrag eine Übersicht zur Anwendung innerhalb (Management) und außerhalb (Marketing) eines Unternehmens oder einer Organisation. Eine Kernerkenntnis ist, daß der Begriff Community schon vor dem Web 2.0 wesenseigen für die neuen Medien war.

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Kernaussagen:Die Merkmale digitaler Medien entstammen der Kybernetik und werden in den weiterentwickelten Theorien des Konstruktivismus und der Systemtheorie auf die Fragen der Kommunikation angewendet. Maßnahmen, die diese Merkmale nicht berücksichtigen sind weniger erfolgreich.
– Dynamik
– Komplexität
– Vernetzung
– Kommunikation
– Information

Entscheidungen im Medienmanagement sind Meta- Entscheidungen:
– „make or buy“
– welches Medium
– wie integriert
– über welche Zeitspanne
– wer ist verantwortlich

Die zusätzlichen Felder einer Medienstrategie sind:
– Communities
– Komplexität
– Vertrauen
– Echtzeit

Grundlegendes Beispiel für die Zielgruppe 50plus (Folie 55 ;-):
Männer in diesem Alter sind selbst bei gleichem Einkommen nicht als einheitliche Zielgruppe anzusehen. Während der Eine seinen ersten Herzinfarkt hinter sich hat, gründet der Andere ein neues Unternehmen und wird Vater.
Während klassische Medien nur eine geringe Differenzierung in der Kommunikation zulassen, kann man diese unterschiedlichen Kundengruppen mit digitalen Medien direkt ansprechen, da wir sie unter anderem genau in der Community antreffen, die Ihren Interessen enstpricht.

In diesem Sinne löst sich auch das Eingangszitat auf:
„Die Welt ist im Wandel“
Die Revolution der digitalen Medien ist ein fundamentaler Wandel in der Art, wie Menschen weltweit miteinander kommunizieren. Er verbindet die „Zeitalter“ der persönlichen und der Massenkommunikation miteinander (und deren Medien -> Medienmanagement).

„Es kommt darauf an, was du mit der Zeit anfängst“
Zeit spielt in jeder Hinsicht eine grundlegende Rolle. Kommunikation findet permanent statt und wird zudem gespeichert, also relativ zeitunabhängig. Die wesentliche Frage ist jedoch der Zeithaushalt der Kunden. Welches Medium wird wann, wie lange und warum genutzt?

„die Dir gegeben ist“
Auf vielerlei Art geht die Hoheit über die Medien wieder an die Kunden zurück, entweder, indem sie selbst Medien schaffen und beeinflussen, oder indem sie aktiv über die Nutzung entscheiden.

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One Response to Grundlagen des Online Medien Management

  1. […] vier Richtungen einer Internetstrategie (siehe Vortrag, Chart 33) – Presence (Information) – Integration (Kommunikation) – Transformation (Transaktion) – […]

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