Die “Funktioniert Immer Social Media Strategie”

Die­ser Bei­trag ist zur Ergän­zung mei­ner Werk­stät­ten zur Stra­te­gie­ent­wick­lung gedacht. Die Werk­stät­ten zei­gen einen lang­fris­ti­gen Ansatz. Vie­le Unter­neh­men möch­ten aber zunächst stra­te­gisch sinn­voll anfan­gen. Dafür gibt es, so zeigt die  Erfah­rung aus vie­len Jah­ren, eine Metho­de, die immer funk­tio­niert. Sie ist noch kei­ne Stra­te­gie, aber stra­te­gisch sinn­voll.

0) Nur mal so

Sol­len wir ein Blog machen?” — ist kei­ne gute Fra­ge für eine Stra­te­gie. Es gibt Blogs, da tau­schen sich 10 Mädels mit­ein­an­der aus und es gibt Blogs, da lesen Hun­dert­aus­sen­de jeden Tag neu­es aus der Poli­tik. Das Blog ist nur ein Werk­zeug und gibt nicht vor, wie man es benutzt! Das glei­che gilt für Face­book und ande­re. Das sind kei­ne Medi­en, son­dern Kom­mu­ni­ka­ti­ons­werk­zeu­ge und so muss man sie auch behan­deln.

1) Für wen?

Suchen Sie Ihre Com­mu­ni­ty. Wer sind die Men­schen, die sich für Sie ein­set­zen? Die sich für Sie inter­es­sie­ren? Wich­tig: Ihre wich­tigs­te Com­mu­ni­ty sind nicht unbe­dingt Ihre Kun­den! Aber es kön­nen Kun­den dabei sein.

Der ein­fachs­te Weg: eine Face­book­sei­te auf­ma­chen und über News­let­ter, Fly­er oder was Sie sonst noch so ein­set­zen, kom­mu­ni­zie­ren — intern bei Mit­ar­bei­tern, wie auch extern bei Lie­fe­ran­ten, Ver­triebs­part­nern und Kun­den. Aber sagen Sie, war­um man auf Ihre Face­book­sei­te kom­men soll. “Wir sind auf Face­book” ist kei­ne Grund für ein Enga­ge­ment! Sei­en Sie ein­fach und ehr­lich, z.B. “wir suchen neue Mög­lich­kei­ten, Kunst­of­fe zu mischen” (Bei­spiel für einen Her­stel­ler von Plas­tik­roh­ren).
Wer zuerst zu Ihnen kommt, ver­dient auch die meis­te Auf­merk­sam­keit. Wofür sich die ers­ten inter­es­sie­ren, daß sind auch Ihre The­men. Sind Mit­ar­bei­ter dabei? Reden Sie mit die­sen auch aus­ser­halb von Face­book. Es sind wahr­schein­lich Ihre Bes­ten.

2) Wo und wie?

Wenn Sie wis­sen, wer sich für Sie inter­es­siert und Sie sich mit die­sen aus­tau­schen (nichts ande­res heißt Kom­mu­ni­ka­ti­on), dann erfah­ren Sie auch, wo das Inter­es­se her­kommt. Liegt es auf Ange­bots­sei­te, wie bei neu­en Funk­tio­nen (oder Kunst­stoff­mi­schun­gen), oder auf Ver­triebs­sei­te, weil ihre Fans glau­ben, daß ande­re Kanä­le wir­kungs­vol­ler sind, oder auf Kun­den­sei­te, weil Infor­ma­tio­nen auch auf ande­ren Wegen gewünscht sind? Egal.

Star­ten Sie mit genau die­sem The­ma. Den­ken Sie sich kei­nes aus, neh­men Sie das, was schon da ist!
Suchen Sie erst jetzt die pas­sen­den Soci­al Media. Was immer geht: rich­ten Sie ein Blog und ein Wiki ein, um die The­men zu ver­tie­fen. Face­book ist zu schnell, aber gut zum “ein­sam­meln”. Wer mehr will — und das wol­len “die Ers­ten” immer, braucht ande­re Medi­en. Wenn das Inter­es­se und die Dis­kus­sio­nen grö­ßer wer­den, laden Sie die Fans zu sich ein. Real. Also zum Bei­spiel in Ihr Unter­neh­men (oder zu einem Labor für Kunst­stof­fe). Berich­ten Sie dar­über in den Soci­al Media.

3) Also:

Das klingt sim­pel. Viel­leicht sogar zu ein­fach. Aber genau­so ist Kom­mu­ni­ka­ti­on. Wenn sie nicht ein­fach ist, ist sie nicht gut. Und war­um soll­te Ein­fach schlecht sein?

Com­mu­nities macht man nicht, Com­mu­nities sind immer schon da. Sie kön­nen einen gro­ßen Bohai ver­an­stal­ten, aber den­ken Sie mal an sich selbst: ist es das, was Sie wol­len? Oder ist es nicht viel bes­ser, ein­fach mal ernst genom­men zu wer­den?
Rich­tig.

Kei­ner will mit Ihnen reden? Kei­ne Sor­ge. Stel­len Sie sich einen Bekann­ten vor, den Sie nur als schweig­sa­men Men­schen ken­nen. Wür­den Sie die­sen anspre­chen? Eben. Gewöh­nen Sie die Leu­te lang­sam dar­an, daß auch Sie nicht mehr schweig­sam sind, so wie bis­her.

Das war’s schon. Die­se Art anzu­fan­gen, lässt Ihnen spä­ter alle Mög­lich­kei­ten offen. Weil ein­fach, ein­fach ein­fach ist.

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One Reply to “Die “Funktioniert Immer Social Media Strategie””

  1. […] Media Mar­ke­ting ist kei­ne Kam­pa­gne, son­dern ein Pro­zess. Aber man kann Kam­pa­gnen in Soci­al Media machen. Zum Bei­spiel um die eige­ne Com­mu­ni­ty auf­zu­bau­en. […]

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