Tagesblog von der Xtopia 2008 im ICC, Berlin – Ich werde diesen Beitrag über den Tag immer wieder aktualisieren.

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i) Große Ankündigung eben gerade: BizSpark – umfassendes Förderprogramm für StartUps
– kostenlose Software
– große Community, u.a. VC und BA Netzwerke
– tech. Support for free

Strategisch ein interessanter Schritt: Microsoft als Plattform für Technologie- und Business Netzwerke.

Ähnlich Sun startet auch Microsoft mit einem grossen Programm zur Unterstützung der StartUp Szene. Das Angebot ist überaus verlockend und trifft auf eine relativ kleine Community von Gründern in Deutschland.
Die Vernetzung von Microsoft mit Geldgebern (u.a. aus der eigenen Mitarbeiterschaar, aber z.B. auch der European Business Angel Association), aber auch die kostenlose Bereitstellung aller Technologien und der Support, sollten vielen Gründern helfen, Ihre Ideen schnell, effizient und – falls der Fall eintrifft – skalierbar umzusetzen.

ii) Apropo Skalierbar:
Der MySpace Verantwortliche für System Entwicklung, Carl Dichter, berichtet über die technologischen Herausforderungen.

Performance interessiert jeden Bereich: Business, Design, Usability, Technologie, dabei ist die Belastung der Website ungeheuer – welches Unternehmen muss z.B. 300.00 neue Nutzer jeden Tag anmelden?

MySpace als technologischer Kosmos ist mehr als nur eine Seite:
– Skype / Community (Blogs etc.) / Entertainment (Boks, Music etc.) / Mobile / Schools (Lehrer bewerten)

– Andere Art des CrowdSourcing: Millionen Tester schaffen in Minuten immer noch mehr, als die beste Testeinheit im Unternehmen -> Ergebnis: Echtzeit Entwicklungs- und Debuggingteam

Was er sich von Windows wünscht:
– Lizenzierung für Desaster Recovery
– One- Step Windows Server Update
– Netboot-able Windows
– Silverlight auf allen Plattformen v.a. Linux
– Regeln für CCR Lizens ändern, für die Nutzung auf Linux

-> also eine echte Öffnung hin zur OpenSource Gemeinde

iii) Keynote
Sie war eigentlich vorher, aber nicht so aufregend. Vor allem ging es um die Finanzkrise und den Aufruf, selbige durch Innovation zu überwinden, nicht ausschließlich durch Kostenkürzung.

iv) dpa
Das klassische Geschäftsmodell ist tod oder nähert sich dem Ende: schneller Transport von Informationen. Die Entwicklung der Gesellschafter und Kunden (über 10 Zeitungen) sieht auch nicht gut aus.

– Lösung: Infografiken, v.a. multimedial; das bedeutet vor allem die Verarbeitung von Informationen und Daten, also Wissen und Fähigkeiten, die Verlage nicht haben
– Anforderung: kollektives Arbeiten unter hohem Zeitdruck

Pilotprojekt: Tagesthemen interaktiv: TV Nachrichten mit multimedialen Infografiken

Gründe für Silverlight vs Flash:
– Performance bei Video
– war Anfrage von MSN
– bringt Konkurrenz in den Markt

v) Interactive Branding bei Yello (Strom)

Grundpfeiler der Marke:
Agenur: Funktion – Design – Emotion
Yello: Technology – Branding – Topic
Digitale Markenführung in: – Web – Applications – Mobile

– eine Marke ist auch ein Erlebnis, das merkt man besonders in digitalen Medien
– Anwendung, bei der die Nutzer Ihren Stromverbrauch nach Tagen, Monaten oder Jahren vergleichen und analysieren können
– verspielter Ansatz, der zugleich einfach ist – so macht es Spaß, sich mit dem eigenem Energieverbrauch zu beschäftigen

Basis:
– Schriften und Farben der Marke
Advanced:
– einzigartige Formen für digitale Anwendungen, auch Interaktion wird auf den Fit zur Marke (siehe Emotion) überprüft
Ziel:
– Kunden vor Komplexität „beschützen“ / Einfachheit
Umsetzung:
– Widget's im Yello Look & Feel
Tools: MS Expression Suite, Silverlight
-> die Verbindung von Marke und Anforderungen im Web funktioniert über Anwendungen

vi) Key-Trends

Smart Publishing
– nutzen des „Web of Context“
(davor „Web of Content“ – danach „Web of Things“ und „… Thoughts“)
– Automatische „intelligente“ Anzeige von Webinhalten
– Verbindung von realen und virtuellen Inhalten

Smart AV Exploration
– automatische Bild- und Videoerkennung und Zuordnung
– z.B. autom. Transcribierung von Videos
– autom. Zuordnung von Inhalten nach Themen (semantische Navigation)

Smart Search
– „normal-sprachliche“ Eingaben mit direkten Antworten (statt Links)
– like.com – Suche mit Bildinhalten (z.B. Uhr in einem Magazin bei einem Promi am Handgelenk)
– pisxta.com – Suche nach Produkten, die z.B. zu einem paar rote Schuhe passen

Smart Advertising
– Kommunikationskontexte besser verstehen
– z.B. Werbung direkt zu einem Chatthema Thoughttrail.com)
– Re-Targeting – wenn man später wieder online ist, wird man an einen Shopbesuch von vorher erinnert
– letztlich das Google Prinzip auf andere Anbieter und Medien ausdehnen

Grundsätzlich ist die Konferenz sehr gut organisiert und macht Spass. Etliche Dinge habe ich auf anderen Konferenzen noch nicht gesehen.

Umfassendes in der offiziellen Pressemitteilung

Hier die Agenda incl. der Vortragenden.

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