Zeit für eine kleine Zusammenfassung. Da es hinterher etliche Krankheitsfälle gab, war entweder der Zeitpunkt (Herbst) ungünstig, oder die Berlin Web Week insgesamt selbst für hartgesottene 2.0 Kommunikatoren zu anstrengend? Selten wurde jedenfalls so dicht und so international das Thema neue Technologien und neue Kommunikationsformen behandelt. „“Die Creme des Web“, wie der Spiegel sagt. Das erste beachtliche Ergebnis ist also die Geburt der Berlin Web Week.

So war die Expo das Mutterschiff der Web Week und Sammelpunkt von Experten aus ganz Europe. Das zeichnet sie vor allen anderen Veranstaltungen aus. Die Bandbreite der Themen, von Strategie über Technologie bis zum Design deckt alles ab und gibt einen selten guten Überblick zu den verschiedenen Themen.

Größtes Plus: die neue Location (ok, ich habe sie vorgeschlagen, aber das BCC hatte auch genau den richtigen Charme)
Größtes Minus: Europa – hat entweder den eigenen Beitrag noch nicht gefunden, oder das Thema ist sowieso zu global. Letzteres glaube ich nicht. Gerade die Vielfalt (nicht nur an Sprachen), sollte einen eigenen Blick auf das Thema Web 2.0 erlauben. Ich habe so etwas wie einen roten Faden vermisst. Außerdem sind leider meine favorisierten Veranstaltungen etwas zu oft ausgefallen. Wie heisst es im Spiegel:

Er meinte damit nicht speziell die Start-ups aus Europa – aber gerade die haben im Silicon Valley den Ruf, besonders gut im Ideenkopieren zu sein.

Macht etwas Sinnvolles!

Leitthema war – irgendwie – die Finanzkrise. Darauf hat Mr. Colony von Forrester (via PickiHH) genau die richtige Antwort: Why this tech recession will be different. Technologie ist viel zu tief in unser Leben gedrungen und niemand möchte die nächste Generation an Konsumenten verlieren. Kurz, es wird nicht so wie 2000.

Wer nochmal einen Blick auf die vielen Präsentationen werfen möchte, ist hier richtig:

Die Präsentationen von der Web 2.0 Expo Europe vom 21. – 23. Oktober sind hier zusammengestellt:

Web 2.0 Expo Europe | centrestage Blog

Oder bei Slideshare unter Web 2.0 Expo Europe.

Huch, habe ich gar nicht über Inhalte geschrieben? Das große dicke Ding konnte ich auch nicht finden. Aber sehr viel Substanz in den Vorträgen (meistens). So z.B. einen tiefen Einblick in das Design von Interaktion und einen breiten Überblick über das Internet der Dinge in der realen Welt.

Und immer wieder der Aufruf, sich der realen Probleme der Menschen zu widmen und die kollektive Intelligenz des Web 2.0 genau dafür einzusetzen. Lauter geht es eigentlich nicht.

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