Ich wurde gefragt, ob Ambi­ent Adver­ti­sing wirk­lich ein Trend wird. Holen wir uns also argu­men­ta­tive Ver­stär­kung. Die sechs wich­tigs­ten Trends von Trendwatch:

Oder auch: Nischen– Attri­bute (Pro­dukt­re­le­vanz). Gleich der erste Trend ver­deut­licht meine Inten­tion: durch kleine Ergän­zun­gen soll die aktu­elle und direkte Rele­vanz von Pro­duk­ten erhöht wer­den (Ambi­ent). Ein aktu­el­les per­sön­li­ches Bei­spiel: ich habe eine Lampe für das Aqua­rium gekauft, die nicht nur Tages­licht hat, son­dern das Licht am Ama­zo­nas — pas­send zu unse­ren Fischen. Dank der Trans­pa­renz des Inter­net, kann ich eine sol­che Zusatz­in­for­ma­tion für mehr Rele­vanz inner­halb von Minu­ten finden.

Oder wie ich sage — Off­line ist der neue Luxus — aber das gilt eben erst ein­mal nur für mich, der ich per­ma­nent Online bin. Am Ende defi­niert jeder für sich, was Luxus ist. Damit sind die alten Luxus­werte hin­fäl­lig. Der Markt für Luxus­gü­ter ist aber einer der span­nends­ten Märkte über­haupt. Diese ganz per­sön­li­che Luxus– Defi­ni­tion ent­schei­det dar­über, wann ich bereit bin, mehr aus­zu­ge­ben. Das gilt übri­gends auch für den B2B– Markt. Das Schöne: ab jetzt kön­nen Unter­neh­men defi­nie­ren, was Luxus ist.

Ein Klas­si­ker der Ände­run­gen, die durch das Web 2.0 bedingt sind — ab jetzt auch im Main­stream. Unter­neh­men wer­den Teil der voll­kom­me­nen Trans­pa­renz von Pro­dukt­ei­gen­schaf­ten und Mei­nun­gen im Web, und sei es nur, um Ihren Teil der Story bei­zu­tra­gen.
Dabei darf man nicht ver­ges­sen, daß Dis­kus­sio­nen — gute wie schlechte — Teil der Auf­merk­sam­keit sind. Ist eine andere Lösung noch so gut, wird sie nicht gekauft wer­den, ein­fach des­we­gen, weil die Auf­merk­sam­keit nicht für alle reicht.

Aus dem Öko­markt wird ein Ser­vice­markt. Dienst­leis­tun­gen rund um “Geld spa­ren durch Umwelt­freund­lich­keit” ent­wi­ckeln sich präch­tig und sind so ein mög­li­ches Geschäfts­mo­dell auch für Gerä­te­an­bie­ter. Letzt­end­lich der bekannte Zyklus von Hard­ware — Soft­ware — Services.

Noch dich­ter am Ambi­ent Advert­sing — Land­kar­ten sind das neue “Inter­face”. Trieb­kraft ist “ich will es jetzt und hier und per­fekt” — ein Kon­su­men­ten­ver­hal­ten, daß nicht zuletzt durch die Trans­pa­renz des Net­zes und die Aus­dif­fe­ren­ziert­heit der Ange­bote mög­lich gewor­den ist und nun aktiv ein­ge­for­dert wird. “Wo bekomme ich das Beste jetzt in mei­ner Nähe.”

In schwe­ren Zei­ten ist Kun­den­bin­dung ein wich­ti­ger Anker für Unter­neh­men. Wer in den letz­ten Jah­ren Web 2.0 ein­ge­setzt hat, wird das nun spü­ren. Dabei hat sich die Art der Kun­den­bin­dung geän­dert oder inten­si­viert. Wer weiss, was Kun­den glück­lich macht, hat den not­wen­di­gen “Mar­ke­ting– Relaunch” schon erfolg­reich hin­ter sich, den eine Krise mit sich bringt. Denn Kri­sen sind eigent­lich nichts ande­res als Zei­chen eines qua­li­ta­ti­ven Wan­dels, der sich vor­her quan­ti­ta­tiv ankündigt.

» die kom­plette Über­sicht via Trend­watchung: Half a dozent con­su­mer trends in 2009

Fas­sen wir alle Trends zusam­men, sehen wir den Ein­fluß neuer Pro­duk­ti­ons­me­tho­den und des Inter­net. Die Trans­pa­renz der Märkte, neue Hightech-Maschinen und der stän­dige, glo­bale Infor­ma­ti­ons­strom, sind die Grund­lage für immer dif­fe­ren­zier­tere Pro­dukte. Das Ergeb­nis des alten Trends “Per­ma­nente Inno­va­tion” liegt somit vor uns.
Und um den Link zur Ein­lei­tung zu schla­gen: sind die Ange­bote auf diese Trends abge­stimmt, wird auch die Mar­ke­ting– Kom­mu­ni­ka­tion ent­spre­chend fol­gen. Kluge Köpfe las­sen dabei Form & Inhalt gekonnt zum Ambi­ent Adver­ti­sing zusammenfliessen.

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Ein Kommentar zu: Wichtige Trends für Konsumenten und Marketing

  1. […] Die Trends aus dem Dritt-Letztem Chart wer­den hier aus­führ­li­cher beschrieben. […]

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