Wäh­rend ich über eine Zusam­men­fas­sung zur Xto­pia nach­denke, finde ich die­sen Bei­trag von O’Reilly und sehe — das ist wie eine Zusam­men­fas­sung. Zugleich ist es ein Ausblick.

Viele fra­gen sich bereits, was kommt nach dem Web 2.0? Die Ant­wort gab es auf der Abschluß­keynote der Xto­pia (die eine Eröff­nungs­rede hätte sein sol­len!): das Handy ist kein Anhäng­sel des Com­pu­ters, der Com­pu­ter ist ein Anhäng­sel des Han­dys! Exakt so erlebe ich es mit dem iPhone. Ich schalte das Note­book sehr viel sel­te­ner an.

Ich denke, daß ist das Rät­sel erfolg­rei­cher Inno­va­tion: ein klei­ner Wunsch, der für viele andere eben­falls Nut­zen ver­spricht. Bei­spiel gefäl­lig? Um mit Google Maps wäh­rend der Fahrt zu navi­gie­ren, wäre eine Sprach­aus– und ein­gabe her­vor­ra­gend. So bemerkte ich es ges­tern als per­sön­li­chen Wunsch und so steht es heute als Ankün­di­gung geschrie­ben: Google ermög­licht Sprach­er­ken­nung für iPhone Apps.

Das ist ein rie­sen Schritt, denn
– die Ver­brei­tung von Han­dys über­trifft die von Com­pu­tern bei wei­tem
– Han­dys fin­den sich in jedem Win­kel der Welt
– Han­dys sind sehr per­sön­lich und all­ways on

Und was ist Ihr wich­tigs­tes Inter­face? Das Mikro­fon. Aber eben nicht nur. Es sind z.B. auch die Bewe­gun­gen unse­res Kör­pers. Ent­spre­chend macht Tim O’Reilly eine wich­tige Aus­sage. Zwei Dinge wer­den die Tech­no­lo­gie und uns Leben grund­le­gend ver­än­dern und damit zum “Next Big Thing” im Web:

- Sen­so­ren mit einem sinn­li­chen Inter­face
– Han­dys als Zugangs­ge­rät zur Rechen­power der Wolke*

“future devices will pro­vide richer and richer arrays of sen­ses (yes, sen­ses, not just sen­sors) for pay­ing atten­tion to what we want.”

Warum ist das der nächste große Trend? Weil alles andere davor immer noch Sinn macht, in die Ent­wick­lung passt und wir dem Mega Trend “High Tech — High Tough” einen wich­ti­gen Schritt näher kom­men.
Ver­bin­den wir die Ideen von Wid­gets und Com­mu­nities mit dem Handy, wird das deutlich.

Damit sei der Bran­che des Mobile Mar­ke­ting etwas Wich­ti­ges mit auf den Weg gege­ben: Ver­gesst alles, was vor­her rich­tig war. Ansons­ten erzeugt ihr wie­der nur so etwas wie TV Wer­bung im Web: Ban­ner. Und das will doch keiner…

» via: O’Reilly Radar: Voice in Google Mobile App: A Tip­ping Point for the Web? — O

*Wolke: Cloud Com­pu­ting — Anwen­dun­gen grei­fen auf die Rechen­power von vie­len tau­send Ser­vern zu, die dadurch bes­ser aus­ge­las­tet werden.

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