2008, das Jahr in dem wir Kontakt aufnehmen

Es ist schon kuri­os, wie vie­le Men­schen sich an der Dis­kus­si­on um Second Life betei­li­gen und nicht die gerings­te Ahnung haben. Zum Glück gibt es auch Exper­ten, denen eine sach­li­che Mei­nung am Her­zen liegt.

Kuri­os: Aus­ge­rech­net im Jahr, in dem die Bou­le­vard­pres­se das Ende von Second Life ver­kün­de­te, wuchs die Zahl der regis­trier­ten Benut­zer von fünf Mil­lio­nen auf zehn Mil­lio­nen, auch die Grö­ße der Land­schaft ver­dop­pel­te sich auf nun 880 Qua­drat­ki­lo­me­ter, und die Zahl der tat­säch­lich in Second Life ver­brach­ten Online­stun­den stieg um mehr als das Drei­fa­che.

Der Arti­kel ist vom Janu­ar, mitt­ler­wei­le sind die Zah­len wei­ter rasant gewach­sen. Es ist wirk­lich wie im Inter­net des Jah­res 1997, fast noch mehr wie 2000. Wäh­rend die klas­si­schen Medi­en den tota­len Unter­gang beschrie­ben, setz­te sich das Medi­um Inter­net end­gül­tig durch und hat längst eine Leitrol­le ein­ge­nom­men.
Viel­leicht ist es schlicht die Angst und das Wis­sen um den eige­nen Bedeu­tungs­ver­lust. Oder schlicht das Unver­ständ­nis von Leu­ten, die in einer ande­ren Welt leben. “Vir­tu­el­ler Aus­län­der­hass” sozu­sa­gen, die Angst vor dem Frem­den.

“Sei­ne eige­ne Mini-Vir­tu­el­le-Welt zu erschaf­fen und in eine Web­site zu inte­grie­ren wird in eini­gen Jah­ren so ein­fach sein, wie heu­te einen Blog oder eine Mys­pace-Site zu kre­ieren. 2008 wer­den wesent­li­che Wei­chen dafür gestellt.”

Recht hat er. Wenn Unter­neh­men wie die Deut­sche Post das vir­tu­el­le Land jetzt ver­las­sen, zei­gen sie nur, was sie in Ihren Pro­jek­ten schon gezeigt haben: Unwis­sen.

» fm4.ORF.at: Schalt­jahr im Meta­ver­sum

Zum gleichen Thema

Schreibe einen Kommentar