Volkes Stimme

Est­land? Wie­so Est­land? Viel­leicht wegen des bekann­ten Nord-Süd-Gefäl­les?

Est­land ist, was das Inter­net angeht, sowie­so mit einer gesetz­lich ver­an­ker­ten Grund­ver­sor­gung mit W-LAN sehr weit vorn.”

Est­land hat eine sehr fort­schritt­li­che Ein­stel­lung zum Inter­net. Lei­der weiss das kaum jemand, da sie kei­nen Oba­ma haben. Zum Glück war Sascha Lobo dort beruf­lich unter­wegs und berich­tet erstaun­li­ches.

Das Por­tal bie­tet über 100 staat­li­che Ser­vices, so zeit­in­ten­si­ve Din­ge wie Autoum­mel­dung und Fir­men­grün­dung kön­nen über das Por­tal der Regie­rung erle­digt wer­den. Zeit, die in pro­duk­ti­ve­re DIn­ge flies­sen kann. Wäh­rend des­sen erfin­den wir lie­ber neue Regu­lie­run­gen, statt neu­er Web­ser­vices.

Der Unter­schied liegt — auf den Punkt gebracht — immer noch im Ver­ständ­nis des Web. Hier­zu­lan­de hält man das Inter­net für ein neu­es Mas­sen­me­di­um. Infor­ma­ti­on über Infor­ma­ti­on auf allen gesell­schaft­li­chen Inter­net- Ein­rich­tun­gen. Mit­hin noch mehr Zeit­ver­schwen­dung. Die Esten sehen das Gan­ze prag­ma­ti­scher als Com­pu­ter­me­di­um und bie­ten Ser­vice, also Trans­ak­ti­on.
Selbst wenn die deut­schen Regie­rungs­web­sei­ten von Bund und Län­der in die­sem Jahr sicher­lich auf Web 2.0 getrimmt wer­den, also Kom­mu­ni­ka­ti­on, lie­gen wir immer noch zurück.

Sei­en wir ehr­lich: das Grund­be­dürf­nis der Bür­ger besteht nicht in einem Plausch mit Beam­ten. Über wel­ches Medi­um auch immer. Face2Face liegt bei der Medi­en­wahl sowie­so ganz hin­ten.

Wäh­rend wir beim DNA­di­gi­tal über den Stand­ort Deutsch­land nach­den­ken (mit­ma­chen erwünscht), haben die Esten schon vie­les im Griff: Infra­struk­tur, Ein­stel­lung, Nut­zung. Alles ganz weit vor­ne. Viel­leicht hat man in Est­land ein­fach weni­ger indus­tri­el­le Alt­las­ten? Aber sehen wir es posi­tiv. Wir wer­den das Rad wie­der neu erfin­den und nach ein paar Jahr­zehn­ten bestimmt wie­der ganz vor­ne dabei sein.

» via saschalobo.com: Admi­nis­tra­ti­on ohne Admin — auf dem Weg in die Web­cie­ty

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