Ich hatte das Vergnügen, Teilnehmer eines Open Innovation Workshops nach der LEAD Methode zu sein. Diese wurde in den 80igern am MIT entwickelt und es wundert mich sehr, daß nicht viel mehr Unternehmen diese Methode einsetzen. Sie hat nämlich einen ganz entscheidenden Vorteil.

Nicht die entsprechende Abteilung eines Unternehmens entwickelt die neuen Produkte, sondern Kunden, die jetzt schon die Bedürfnisse von morgen haben (LEAD User). Das alleine wäre schon sinnvoll, wird aber noch viel besser, da auch sogenannte analoge Bereiche eingesetzt werden. Das sind Menschen, die in Bereichen arbeiten, die thematisch nahe am Thema sind. Die Mitarbeiter des Unternehmens nehmen natürlich auch teil. Somit ergeben sich drei wesentliche Felder, die interdisziplinär ineinander greifen: Anwender mit Ihrem untrüglichen Wissen und Gefühl von dem, was genau sie wollen. „Analoge“ mit Ideen, die woanders funktionieren und hier den Blick weiten. Mitarbeiter, die wissen, wohin das Unternehmen kann und soll und was in welchem Zeitraum umsetzbar ist.

Phasen der Lead Methode (Beispiel Gardena):

Phase 1: Suchfeld und Internes Projektteam
Phase 2: Trend- und Bedürfnisanalyse
Phase 3: LEAD User Suche
Phase 4: LEAD User Konferenz

Die Lead User Konferenz ist sicherlich die intensivste Form der Gruppenkommunikation, die ich je erlebt habe. Dabei sorgt ein exakt definierter Ablauf für schnelle und präzise Ergebnisse. Kreativität wird also strukturell hin zum Ergebnis geführt, daß vorher im Suchfeld definiert wurde.

Was dabei faszinierend ist: es ist ein Meta- Ansatz, der in den unterschiedlichsten Feldern funktioniert (von der Maschine bis zum Gartengerät) und schon deswegen in unsere Zeit passt. Mehr noch: der Ansatz lässt sich hervorragend mit Marketing 2.0 Ansätzen kombinieren. Im Rahmen eines ganzheitlichen Medienkonzeptes, ist die LEAD Methode damit ein wichtiger Baustein im Marketing 2.0.

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