In jeder Bedeu­tung. Change.gov ist eine Web­site ganz im Sinne des Inter­net. Sie erlaubt die Mit­ge­stal­tung an der zukünf­ti­gen US Regie­rung. So eine Web­site sollte für jede Demo­kra­tie selbst­ver­ständ­lich sein! Nun wurde die Web­site um ein klei­nes Zei­chen ergänzt: Crea­tive Com­mons (s.a. unten im Blog). Damit wurde das klas­si­sche Urhe­ber­recht aus­ge­he­belt und durch das des Inter­net ersetzt.

Klein, aber immens wich­tig: Die recht­li­chen Bestim­mun­gen sind fun­da­men­tal für jede Orga­ni­sa­tion. Das Rechts­sys­tem bestimmt letzt­lich, was wirk­lich mach­bar ist und was nicht.* Bei allen Über­le­gun­gen zu Inter­net­stra­te­gien — die Über­le­gung zum Urhe­ber­recht ist fun­da­men­tal und doch meist das Letzte, das gemacht wird. Im Kern ist kaum ein Unter­ne­men bereit, eine sol­che Kon­se­quenz zu zie­hen. Aber ohne wird es nicht gehen. Natür­lich, Unter­neh­men ver­die­nen Ihr Geld durch das Urhe­ber­recht. ABER:

Der Unter­schied zwi­schen for­ma­ler Publi­ka­tion und zumeist pri­va­ter Kom­mu­ni­ka­tion von Men­schen, ist den Unter­neh­men immer noch nicht klar. Damit sind sie immer in der Ver­su­chung, Inter­net Nut­zer als Kri­mi­nelle abzu­stra­fen — und auto­ma­tisch auf der Ver­lie­rer­seite. Jüngs­tes Bei­spiel: George Lucas löscht die größte Star Wars-Bildersammlung auf Flickr

Eine Crea­tice Com­mons Lizenz ist damit der offen­sicht­lichste Schei­de­weg für ein Unter­neh­men. Wie demo­kra­tisch ist die Orga­ni­sa­tion? Wenn sich Unter­neh­men über die Gestal­tung der Rechte zu Infor­ma­tio­nen Ihrer Orga­ni­sa­tion nicht nur, aber auch im Inter­net ein kla­res Kon­zept zurecht gelegt haben, dann kann jeder sehen, wie weit sie sind.

Es geht ja nicht nur um juris­ti­sche Fra­gen. Alle Publi­ka­tio­nen einer öffent­li­chen Ein­rich­tung in den USA sind per se “Public Domain”, also frei benutz­bar. Es geht viel­mehr darum:

Zwei­tens: Es ist eine Bot­schaft — schon vor der Amts­ein­füh­rung: Kul­tur, Infor­ma­tion, poli­ti­sche Rede und Mei­nungs­äu­ße­rung sol­len frei sein. Und das soll deut­lich und expli­zit gesagt wer­den. So expli­zit wie nur mög­lich.” (Com­mons­Blog)

*Das war die erste Frage mei­ner münd­li­chen Abschluß­prü­fung im Diplom und ich werde sie nie ver­ges­sen: “Was ist grund­le­gend für ein Unter­neh­men? Das Sys­tem aller recht­li­chen Rege­lun­gen.” (Dank dafür an Prof. Schreyögg)

» via Spree­blick

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