Selbst in mei­nem Alter kann man noch auf­ge­regt sein wie ein Kind. Meine erste Mar­ke­ting­ko­lumne ist im Fach­ma­ga­zin der Life­style Bran­che “Digest” erschie­nen. Kun­den sind kleine, mitt­lere und geho­bene mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men der Berei­che Dining, Living und Giving — so die Ein­tei­lung der Leit­messe Ambi­ente.

Das erste Thema ist Sinn und Zweck von Wer­bung jeder Art, denn für viele Unter­neh­men die­ser Größe ist das noch Terra Inco­gnita. Immer­hin ste­cken grö­ßere Inves­ti­tio­nen dahin­ter und Ergeb­nisse, die man weder anfas­sen (Maschi­nen) noch direkt anspre­chen (Ver­trieb) kann.

“Zücken Sie schon mal die Geld­börse. Wir gehen ein­kau­fen. Ach was, wir gehen “shop­pen”! Das macht doch gleich mehr Spaß, oder? Also auf ins Fach­ge­schäft der Wün­sche. Jen­seits der “2 für 1″-Angebote und den Son­der­ak­tio­nen. Befreien wir uns für ein paar Sekun­den vom beklem­men­den Geiz. Wir kau­fen heute mit dem Her­zen, nicht mit dem Kopf. Man gönnt sich ja sonst nichts. Kau­fen wir etwas, daß ein­fach nur Spaß macht: Lifestyle.

Sonst kauft man sich ja nur prak­ti­sche Dinge. Maschi­nen zum Bei­spiel. Schöne Idee. Da kann man ganz tolle neue Sachen mit machen. Wir Deut­schen sind ja die Euro­pa­meis­ter der Maschi­nen, ach was, die Welt­meis­ter! Da haben Spa­nien und Ita­lien keine Chance (Sie erin­nern sich?). Aber was heißt hier prak­tisch? Wenn die ers­ten neuen Pro­dukte aus dem kal­ten Kas­ten tru­deln … Da wird so man­chem Unter­neh­mer das Herz wie­der warm. Nur wohin mit dem Zeug? Na — ab in den Ver­trieb. Kau­fen wir also doch etwas Prak­ti­sches: Regal­flä­che. Wie? Schon alles voll? Was soll man denn dann noch kaufen?”

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Die Mar­ke­ting­ko­lumne: Über das Fach­ge­schäft der gro­ßen Wünsche

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