Interview — TV Werbung für den Mittelstand

Markt und Mit­tel­stand: Frau Wie­wer, Fern­seh­wer­bung und Mit­tel­ständ­ler – passt das über­haupt zusam­men?
Wie­wer (WDR): Sehr gut sogar! Denn was wis­sen weni­ge Mit­tel­ständ­ler…”

Bar­ba­ra Wie­wer im Inter­view mit Markt und Mit­tel­stand

Vie­le mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men machen sich klei­ner als sie sind und trau­en sich nicht “auf die gro­ße Büh­ne”, so Bar­ba­ra Wie­wer, Direk­to­rin Mar­ke­ting, Stra­te­gie und Ser­vice bei der WDR Media­group im Inter­view mit Markt und Mit­tel­stand.

Wie ein über­gro­ßer God­zil­la steckt in den Köp­fen der Unter­neh­mer das Bei­spiel gro­ßer Mar­ken und gro­ßer Kam­pa­gnen. TV- Wer­bung kann aber auch anders. Schon mit über­schau­ba­ren Ein­sät­zen kann das Unter­neh­men ein Mil­lio­nen­pu­bli­kum errei­chen. Gute Wer­bung schafft es dabei gleich­zei­tig den Absatz zu för­dern und das Pro­dukt auf­zu­wer­ten.

Die Preis­fra­ge: “TV-Kam­pa­gne im Ers­ten im größ­ten Bun­des­land NRW ist ab einem Media­ein­satz von 30000 Euro sinn­voll.” (Bar­ba­ra Wie­wer)

Der Trick ist die Regio­na­li­tät: Mit­tel­ständ­ler kön­nen in einer geeig­ne­ten Ziel­re­gi­on TV- Wer­bung tes­ten und dann auf ande­re Regio­nen aus­deh­nen. Für den Ein­stieg bie­tet sich z.B. die Regi­on Ber­lin / Bran­den­burg an. Dort fin­den wir zum einen sehr unter­schied­li­che Kun­den­grup­pen und zum ande­ren eine frag­men­tier­te Medi­en­land­schaft. Auf die­se Art lässt sich Wer­bung sehr schmal pla­zie­ren, was wie­der­um den Kos­ten zu Gute kommt, ohne die Wir­kung der Kam­pa­gne zu schmä­lern. Funk­tio­niert die Kam­pa­gne, lässt sie sich in kur­zer Zeit auf ande­re Regio­nen aus­deh­nen.

Unter­neh­men kön­nen zudem sehr schnell agie­ren. Radio­wer­bung kann am nächs­ten Tag, Fern­seh­wer­bung inner­halb weni­ger Tage geschal­tet wer­den. Natür­lich brau­chen die bes­ten Sen­de­plät­ze einen län­ge­ren Vor­lauf, zumeist von 4–6 Wochen.

Und ganz wich­tig: Der TV-Spot soll­te immer als inte­grier­ter Bestand­teil einer Mar­ke­ting­pla­nung ver­stan­den wer­den.” (Bar­ba­ra Wie­wer)

Die Vor­lauf­zeit bie­tet sich auch an, um ande­re Akti­vi­tä­ten wie Anzei­gen vor einer Mes­se oder den neu­en Kata­log ein­zu­bin­den. Sol­che Syn­er­gi­en poten­zie­ren die Wir­kung durch die Wie­der­ho­lung und den “run­den Auf­tritt”.

In der Kom­mu­ni­ka­ti­on ist die Kom­bi­na­ti­on mit Radio und Inter­net per­fekt. So kön­nen 2–3 ver­schie­de­ne Anlauf­stel­len auf der Web­site zusam­men mit einer klei­nen Goog­le- Kam­pa­gne den Bedarf zu Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen decken und zugleich den Erfolg der Kam­pa­gne an sich wei­ter opti­mie­ren. Radio ergänzt mit schnel­len, sym­pa­ti­schen Aus­sa­gen. Das Schman­kerl: Radio- Wer­bung kann man an aktu­el­le The­men anpas­sen und so die Kam­pa­gne immer wie­der sti­mu­lie­ren.

Daher ist für mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men zum Bei­spiel Radio sehr effi­zi­ent, da hier schnell, schlag­kräf­tig, wirt­schaft­lich und regio­nal aus­steu­er­bar der Abver­kauf geziel­te Impul­se bekommt.”

Und für wel­che Unter­neh­men lohnt sich das? Wenn fol­gen­de Kri­te­ri­en auf Sie zutref­fen, soll­ten Sie nicht zögern. Zur Zeit kann man schnel­ler und mit deut­lich weni­ger Geld Markt­an­tei­le erobern, als in den nächs­ten Jah­ren.

MuM: Unter wel­chen Vor­aus­set­zun­gen ist Fern­seh­wer­bung sinn­voll?
Wie­wer: Das Unter­neh­men soll­te einen grö­ße­ren regio­na­len Markt bedie­nen. Auch eine ent­spre­chend flä­chen­de­cken­de Dis­tri­bu­ti­on soll­te vor­han­den sein.”

Ein klei­nes Bei­spiel aus dem Mit­tel­stand: Neh­men wir Swa­rov­ski. Das Unter­neh­men hat in den letz­ten Jah­ren sei­nen Vetrieb bis zum äußers­ten gedehnt: eige­ne Shops, unge­zähl­te Pro­dukt­ko­ope­ra­tio­nen und sogar eine eige­ne Mar­ken-Erleb­nis-Welt. Die klei­nen Glit­zer­stei­ne sind über­all. Aber eines hat das Unter­neh­men ver­ges­sen: die Mar­ke auf­zu­wer­ten.
Die all­ge­gen­wär­ti­ge Prä­senz lässt natür­lich den gefühl­ten Wert der Stei­ne immer wei­ter sin­ken. Irgend­wann gel­ten sie nur noch als bil­lig. Mit TV- Wer­bung hät­te man hier recht­zei­tig gegen­steu­ern müs­sen, um das Image der Kunst­bril­li­an­ten zu ver­bes­sern. Das kann kein ande­res Medi­um so wir­kungs­voll.

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  1. […] Ein­füh­rung zum The­ma: Inter­view — TV Wer­bung für den Mit­tel­stand […]

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