Der Social Media Mar­ke­ting Report lis­tet die Fra­gen, die Mar­ke­ting– Ent­schei­der im Social Media Mar­ke­ting am meis­ten bewe­gen. Wir beant­wor­ten die Wichtigsten.

#4: Wie beachte ich die soziale Balance? / How do I manage the social balance?
-> How do I respect the medium and main­tain pro­per eti­quette for each social media out­let?
-> How care­fully should we pro­ceed with social media, so what’s meant to be “social” doesn’t turn out to be “busi­ness” only?
-> Are there online pro­to­cols for begin­ners so we don’t break the “uns­po­ken rules” that expe­ri­en­ced mar­ke­ters know about already?

Das dürfte die schwie­rigste Frage über­haupt sein. Ab wann ist Kom­mu­ni­ka­tion Spam? Wenn Sie den rich­ti­gen Ansatz haben (siehe Teil 3), sollte sich eini­ges an “Her­aus­for­de­run­gen” von selbst lösen, die meis­ten Pro­bleme wer­den gar nicht erst auf­tre­ten. Bei­spiel: Wenn das Haupt­ziel der Auf­bau der Platt­form (also der Prä­senz im Web 2.0) ist und Sie lang­sam anfan­gen, klärt sich die Frage nach der Tona­li­tät (also der ein­ge­setzte Spra­che), bevor sie eine grö­ßere Reich­weite haben. Wenn aber bei gro­ßer Reich­weite Pro­bleme auf­tau­chen, wird sie “Ihr Netz­werk” auch bei der Lösung der Pro­bleme unter­stüt­zen.
Viele Regeln der Kom­mu­ni­ka­tion sind “unaus­ge­spro­chen”, genau des­we­gen macht es Sinn, sich Bera­tung zu holen. Die Kun­den in den sozia­len Netz­wer­ken wer­den Sie “von aus­sen” sehen, genau wie ein ehr­li­cher Bera­ter, auch das ist ein guter Grund.

Ansons­ten gel­ten ein paar Grundregeln:

  1. Offen­heit — daß bedeu­tet nicht, daß sie Ihre Geschäfts­ge­heim­nisse twit­tern, blog­gen oder sonst­wie ver­öf­fent­li­chen. Aber das, was Sie schrei­ben, sollte nach­voll­zieh­bar sein. Lügen haben kurze Beine, im Web noch kür­zere. Nega­tive Mani­pu­la­tion wird genau das Gegen­teil erzeu­gen. Das Web ist voll von Beispielen.
  2. Respekt — was viele ver­ges­sen, sollte für Unter­neh­men selbst­ver­ständ­lich sein. Stel­len Sie sich immer vor, sie haben einen leben­di­gen Men­schen vor sich, bevor Sie rea­gie­ren. Denn so ist es ja auch. Stel­len Sie sich viel­leicht sogar vor, es wäre ein Freund, der sie gerade miß­ver­stan­den hat. Wenn andere Ihnen gegen­über kei­nen Respekt zei­gen, wei­sen Sie sie genau dar­auf hin. Auch das wirkt bes­ser, als Kom­men­tare zu löschen.
  3. Bei­spiel — gerade zu Beginn der Kom­mu­ni­ka­tion erzeu­gen Sie nicht nur Inhalte, son­dern auch Bei­spiele. So wie eine Com­mu­nity star­tet — wie gesagt, gilt das Wort medi­en­un­ab­hän­gig — so wird sie in den meis­ten Fäl­len auch wei­ter­ge­hen. Die Art & Weise der Kom­mu­ni­ka­tion zieht z.B. bestimmte Men­schen an und stößt andere ab. Natür­lich hat das einen gewich­ti­gen Ein­fluß auf den wei­te­ren Verlauf.
  4. Dia­log — wer sich öff­net, muß auch ant­wor­ten. Zum Glück gibt es keine 24h– Regel, wie bei eMail, inner­halb derer man geant­wor­tet haben sollte. Im Gegen­teil, wenn man nach 4 Tagen eine Ant­wort schreibt, egal in wel­chem Medium 2.0, haben gleich alle etwas davon.
  5. Sub­stanz — äußern Sie sich nur zu Din­gen, von denen sie etwas ver­ste­hen. Ansons­ten ist es bes­ser, auf Andere zu ver­wei­sen. Viel­leicht sogar auf den Wett­be­werb? Das ist eine wich­tige Art der Abgren­zung der eige­nen Marke. Die Kun­den ken­nen die Unter­schiede der Ange­bote sowieso meist bes­ser, als die Unter­neh­men selbst — oder sehen das mit Ihren eige­nen Augen, was in jedem Fall rele­van­ter ist.
  6. Gast­ge­ber — neh­men Sie sich zurück. In den meis­ten Fäl­len sind Sie nicht der Enter­tai­ner, son­dern der Gast­ge­ber einer Com­mu­nity. Sor­gen Sie für das Umfeld, unter­stüt­zen Sie Ihre Gäste — den Rest machen diese dann.
  7. Medium — jedes Werk­zeug hat eigene Regeln. Wenn Sie sich die Art der Kom­mu­ni­ka­tion ange­schaut haben, ist es oft nicht so schwer, diese zu ver­ste­hen. Twit­ter z.B. — neh­men Sie die Regeln 1–6 und schauen Sie jetzt einen belie­bi­gen Twit­ter an. Ab ca. 500 Abbo­nen­ten lau­fen ca. 20.ooo Zei­chen am Tag durch Twit­ter. Das sind zwei län­gere Bei­träge in einem Maga­zin. Die Leute sind also beschäf­tigt. Ein­fa­che Erkennt­nis: kurz, knapp und direkt blei­ben, mög­lichst keine Wie­der­ho­lun­gen. Über­le­gen Sie vor­her, wann Sie etwas schrei­ben. Für alles gibt es einen opti­ma­len Zeit­punkt. Wenn es aber raus ist, dann müs­sen Sie es dabei belas­sen. Nutzt man Twit­ter auto­ma­tisch in Face­book, haben Sie sowieso schon zwei Kanäle. Wenn das dann nie­man­den inter­es­siert hat, dann wird es auch nicht mehr inter­es­sie­ren. Nie­mals ner­ven! Das gibt schlech­tes Karma und stutzt die “Flüüüüüügel”.
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