Der Social Media Marketing Report listet die Fragen, die Marketing- Entscheider im Social Media Marketing am meisten bewegen. Wir beantworten die Wichtigsten.

#1: Welche Maßnahmen sind am Erfolgreichsten? / What are the best tactics to use?

-> Which social media method has been the most successful overall and how have you used that method?
-> How do I stand out while creating strategic partnerships with those in the same field?
-> How can social media help to build our brand and reinforce our credibility among consumers?
-> Can using blogs, short videos, tweets and status updates help us market our core products, or do they just get in the way of our message?
-> Is it true that social media marketing is better suited for branding than direct response?

Es gibt meines Erachtens nicht „die eine Methode“, entweder ist man Teil der sozialen Medien, oder nicht. Die beste Methode ist also, eine Reihe von Tools zu nutzen. Das ist eine banale Aussage, die damit zusammenhängt, daß es nicht um die Tools geht, sondern um die Menschen.

Die beste Methode ist also, sich ein Thema zu suchen, daß man glaubwürdig vertreten und mit Mehrwert versehen kann. Oft ist es der direkte Einblick in die Denkweise von Experten, die den Gebrauch sozialer Tools im wirtschaftlichen Bereich so wertvoll macht. Zum Mehrwert gehört aber auch die Art von Information, die tiefer geht, als in den klassischen Medien.
Persönliches, so es das Thema unterstützt, schafft menschliche Momente, die wiederum die Ausstrahlung der Aussagen stützt. Soziale Netze dienen der Kommunikation unter Menschen, genau deswegen ist menschliche Nähe auch Teil des Ganzen. Andererseits darf man deswegen nicht in Versuchung geraten und die Sprache privater Kommunikation nachäffen.

In diesem Sinne gibt es kein entweder/oder a’la „better suited for branding than direct response“. Marke und Austausch sind hier das Gleiche. Die Frage ist also, welche sozialen Werte – nicht im Sinne von Charity, sondern im Sinne menschlicher Werte im Umgang miteinander – sind für die Marke relevant? Ehrlichkeit, Servicecharakter und professionelle Ansprüche können Teil der Kernbotschaft „Qualität“ einer Marke sein. Wenn die Marke dann noch weiss, welche Werte Ihre Zielgruppe vertritt (keine Marke wird wirklich von einem ganzen Volk genutzt) kann die Kommunikation in den sozialen Netzen sogar emotionale Positionierungen und Imagewerte transportieren.

Mein Lieblingsbeispiel in Deutschland ist immer noch der Twitter- Account von Der Westen. Hier twittern verschiedene Menschen und dennoch bekommt die Marke EIN persönliches Gesicht, einen Imagewert, der mir sagt, ob Der Westen zu mir passt oder nicht. Ist die Kommunikation auf diese Art strategisch und taktisch ausgerichtet, kann die Marke auch in strategischen Allianzen „spielend“ bestehen.
Natürlich hilft das bei der Vermarktung eines Produktes, sogar auf vielen verschiedenen Wegen. Wobei ich immer noch wichtiger finde, daß der Medienmix des Marketing zum Medienmix der Kunden passt. Wenn die Kunden soziale Netzwerke nicht nutzen, braucht die Marke das auch nicht – ausser sie ist auf der Suche nach neuen Kundengruppen.

Wenn man diese Punkte beherzigt, können auch einzelne Maßnahmen (oder Taktiken) umgesetzt werden. Ähnlich wie die Nutzung des Internet insgesamt, kommt es auch hier auf die Intelligenz und den Zeithaushalt der Kunden an. Man kann in Anlehnung an das Produktinvolvement der Marketingtheorie von medialem Involvement sprechen: wenig Involvement – wenig Zeitaufwand für die Teilnahme und umgekehrt.

Und überhaupt fragen die Amerikaner immer zuerst nach der Taktik, praktisch veranlagt wie sie sind. Aber die Taktik ist immer nur Ausfluß einer guten Strategie. Das kann man im Trial & Error der US- Amerikaner ausprobieren, oder vorher ein bischen Zeit in das Konzept investieren. Schließlich werden „Fehlstarts“ von Marken jeder Art am allerliebsten durch das Dorf 2.0 getragen. Nichts verleiht Ihrer Marke mehr negative „Flüüüüüügel“.

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