Ziel

Im Rah­men eines Relaun­ches der Mar­ke­ting­stra­te­gie eines mit­tel­stän­di­schen Unter­neh­mens, haben wir die Web­site kom­plett auf das Social Web getrimmt.
Das wich­tigste Ziel ist ein moder­nes Image. Es han­delt sich um eine der größ­ten Dis­ko­the­ken Deutsch­lands, mit ca. 100 fes­ten und freien Mit­ar­bei­tern, die auf­grund Ihrer (unge­wöhn­lich lan­gen) Geschichte auch im Aus­land einen hohen Bekannt­heits­grad geniesst.

Da sich die Club­land­schaft in den nächs­ten Jah­ren stark ändern wird, Clubs wie­derum als Vor­rei­ter für kul­tu­relle Ent­wick­lun­gen gel­ten dür­fen, sol­len alle Maß­nah­men diese Vor­rei­ter­rolle kom­mu­ni­zie­ren. Der Image­wan­del soll dabei behut­sam vor­ge­nom­men wer­den, um eine starke authen­ti­sche Basis für die nächs­ten Jahre zu geben. Inner­halb der nächs­ten 3–5 Jahre soll der Club zu einem der bekann­tes­ten Dis­ko­the­ken Deutsch­lands wer­den. Dazu sind fokus­sierte Maß­nah­men in allen Berei­chen angedacht.

Ansatz

Neben der Moder­ni­sie­rung der Marke, eines neu­ar­ti­gen Ansat­zes für das Cor­po­rate Design und einer Straf­fung des Media­pla­nes (die an ande­rer Stelle noch­mal beleuch­tet wer­den), war vor allem das Digi­tale Mar­ke­ting ein wich­ti­ger Bau­stein.
Ent­spre­chend der der­zei­ti­gen Ver­schie­bung der Web– Anwen­dun­gen in Rich­tung Social Web, haben wir die­sen lang­fris­ti­gen Trend kon­se­quent umgesetzt.

Wich­tige Vor­raus­set­zun­gen für den Ansatz waren:

  • Ver­schie­bung vom Inhalts– zum Kommunikationsweb
  • Ver­schie­bung von Push– zu Pullstrategien
  • Inte­grier­tes Mar­ke­ting, das vom Kun­den gedacht wird

Umset­zung

Die Seite erin­nert zunächst an die ehe­ma­lige Umset­zung von Skitt­les. Doch die­ser erste Ein­druck täuscht. Das liegt vor allem an der Pro­dukt­ka­te­go­rie. Wäh­rend Frucht­bon­bons zu den schnell-drehenden Kon­sum­gü­tern gehö­ren (FMCG), die mit auf­merk­sam­keits­star­ken Kam­pa­gnen immer wie­der Inter­esse wecken müs­sen, ist ein Club eine feste Insti­tu­tion. Auch hier machen Kam­pa­gnen Sinn, sind aber nur ein Teil der Stra­te­gie. Ent­spre­chend ist die Umset­zung auf Lang­fris­tig­keit aus­ge­rich­tet. Das macht sich vor allem daran bemerk­bar, daß wir den Begriff der Com­mu­nity ernst genom­men haben.

Dazu haben wir uns nicht nur gefragt, wo die Kun­den sind, son­dern vor allem warum sie dort sind. Ent­spre­chend hat sich die Marke bereits zu Beginn der Kon­zep­tion stark zurück genom­men. Einer der Kern­be­griffe ist die “Party– Com­mu­nity”, der schön zeigt, daß es diese Com­mu­nity auch ohne das Web gibt. Auf Basis von sozia­len und kul­tu­rel­len Wer­ten wurde die Com­mu­nity näher defi­niert und “aufgespürt”.

Trotz umfang­rei­cher Ana­ly­sen bleibt die Umset­zung dyna­misch, hat also viele Frei­heits­grade, die erst im Zeit­ver­lauf näher bestimmt wer­den, um dann wie­derum die Art der Maß­nah­men festzulegen.


http://matrix-berlin.de

Kern aller Akti­vi­tä­ten ist nicht die “eigene Seite”, son­dern die eigene Com­mu­nity. Das spie­gelt auch das digi­tale Design wie­der. Die Marke wurde soweit es irgend geht zurück genom­men. Der Gast und seine Akti­vi­tä­ten ste­hen abso­lut im Vor­der­grund.
Die Spra­che der Navi­ga­tion betont nicht nur das “Us / Wir”, son­dern setzt es auch kon­se­quent um. So fin­det sich unter “Rock.Us” die ein­zige klas­si­sche Web– Publi­ka­ti­ons­mög­lich­keit in Form eines Blogs. Auch hier wurde die Gestal­tung mas­siv redu­ziert. Zudem dient das Blog ein­zig zur Publi­ka­tion von Spe­cial Events und damit dem Kam­pai­gning. War frü­her die Hoch­glanz– Publi­ka­tion a’la wir sind toll wich­tig, so bewei­sen heute die vie­len Livestreams, Foto’s, Event– Ideen etc., daß es auch so ist. Die Glaub­wür­dig­keit ent­steht nicht visu­ell, son­dern über das tat­säch­li­che Sein, mit allen sei­nen Schwä­chen und Stär­ken. Der Pro­zeß ist das “ein und alles”. (Anm.: In den klas­si­schen Medien haben wir eine Mischung aus Pro­zess und klas­si­scher Bot­schaft konzipiert.)

Als Platt­form wurde Face­book gewählt, das für die Zukunft das größte Poten­tial ver­spricht, sowohl hin­sicht­lich der Mit­glie­der­struk­tur, als auch der Ent­wick­lung der in Face­book nutz­ba­ren Tech­no­lo­gien.  Im übri­gen wur­den auch Medi­en­part­ner hin­sicht­lich Ihrer Akti­vi­tä­ten auf Face­book gewählt. Die Ent­wick­lung der Mit­glie­der­zah­len inner­halb weni­ger Wochen über­steigt dabei unsere — real ange­setz­ten — Erwar­tun­gen.
Über Face­book las­sen sich viele der sonst auf der eige­nen Web­site ver­mit­tel­ten Inhalte publi­zie­ren. Das Ziel ist aber nicht, Inhalte zu pus­hen, son­dern Kom­mu­ni­ka­ti­ons­zy­klen ein­zu­rich­ten, um gemein­sam mit den Gäs­ten am Image zu arbei­ten. Die Con­tent– Policy ist ent­spre­chend so offen wie nur mög­lich ein­ge­rich­tet. So sind es nicht nur Gäste aus aller Welt, die über Face­book kom­mu­ni­zie­ren, son­dern auch immer mehr Mit­ar­bei­ter. Alles frei­wil­lig und ohne Einschränkungen.

Dane­ben wer­den wei­tere Netz­werke und Medien bespielt, die jedoch immer alle zu Face­book füh­ren. Im Wesent­li­chen, ohne hier zu detail­liert zu wer­den, die­nen sie der Anbin­dung an das Web 1.0, daß vor allem aus Suche, Infor­ma­tion und eMail besteht. Alle Wege füh­ren nach Rom und Rom liegt mitt­ler­weile in Face­book.
Es ist viel­leicht noch inter­es­sant, daß wir alle Kanäle und Platt­for­men sowohl in der Tech­no­lo­gie als auch der Kom­mu­ni­ka­tion mit­ein­an­der syn­chro­ni­siert haben.

Fazit

Das Mar­ke­ting wurde kom­plett auf Com­mu­nity– Mar­ke­ting umge­stellt. Alle ande­ren Maß­nah­men zah­len behut­sam auf die Com­mu­nity ein und erst dann auf die Marke. Die Stra­te­gie ist somit dyna­misch und Kam­pa­gnen sind nur Teil des Gan­zen. Maß­nah­men ent­ste­hen immer mehr aus der Com­mu­nity her­aus. Somit wurde ein per­ma­nen­ter Lern­pro­zess ein­glei­tet, in den alle Gäste und Mit­ar­bei­ter ein­ge­bun­den wer­den. Mit den Ergeb­nis­sen sind wir bis­her sehr zufrieden.

Feel.US — Rock.US — See.US — Hear.US — Chat with us!

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