Entwicklung des Marketing

Mar­ke­ting als “Markt-ori­en­ter­te Unter­neh­mens­füh­rung” beginnt typi­scher­wei­se bei der Beschrei­bung des Mark­tes. Was ist ein Markt und wie ist er auf­ge­baut? Wel­che Bedürf­nis­se exis­tie­ren und kön­nen wie vom Unter­neh­men befrie­digt wer­den, um opti­ma­le Mar­gen zu erzie­len?

Die Betrach­tung der Märk­te hat sich dabei immer wie­der ver­än­dert, im Kern ist sie dif­fe­ren­zier­ter gewor­den. Das liegt zum einen an den Infor­ma­tio­nen, die wir von den Märk­ten haben, zum ande­ren aber auch an den Infor­ma­tio­nen, wel­che die Kun­den von den Pro­duk­ten haben. Auch Ihre Bedürf­nis­se sind immer spe­zi­fi­scher gewor­den, ein­fach: weil sie es kön­nen. Das wird an den Etap­pen der Ent­wick­lung des Mar­ke­ting deut­lich:

  1. Demografie

    In den 50iger konn­te man mit 3 TV- Spots 80% der Bevöl­ke­rung errei­chen. Es reich­te also, sich die wesent­li­che Alters- und Ein­kom­men­struk­tur der gewünsch­ten Ziel­grup­pe zu betrach­ten und im pas­sen­den Sen­der­um­feld zu wer­ben. Das hat sich bei vie­len bis heu­te gehal­ten.

  2. Psycho- Demografie

    Wie der Name schon andeu­tet, wur­de die Demo­gra­fie nur ergänzt, und zwar durch psy­cho­lo­gi­sche Merk­ma­le. Auf die­se Wei­se konn­te man in den Sinus- Milieus Ziel­grup­pen beschrei­ben, die sich anhand gro­ber Life­style- Mus­ter unter­schie­den. Die Illu­si­on gro­ßer Kun­den­grup­pen blieb erhal­ten.

  3. Lebenszyklen

    Die Lebens­zy­klen beschrei­ben inner­halb gro­ßer Ziel­grup­pen ver­schie­de­ne Sta­di­en, in denen typi­sches Kon­sum­ver­hal­ten direkt ange­spro­chen wer­den kann. Ein typi­sches Bei­spiel ist der Sin­gle, der hei­ra­tet und Vater/Mutter wird und den Sport­wa­gen gegen eine “Fami­li­en­kut­sche” ein­tauscht. Auch hier gibt es noch einen star­ken Bezug zum Alter, da die­se Zyklen an Alters­grup­pen gebun­den wer­den.

  4. Lebensstadien

    Men­schen altern unter­schied­lich — und zwar phy­sisch und psy­chisch. Selbst bei rela­tiv gro­ßen Grup­pen von Men­schen schwankt der Lebens­zy­klus abhän­gig vom Alter enorm. So bekom­men Men­schen z.B. genau­so im Alter von 15 Jah­ren ein Kind, wie auch mit 50. Die­se Erkennt­nis ver­schiebt das Kon­zept der Lebens­zy­klen auf die per­sön­li­che Ebe­ne. Dort end­lich mer­ken wir, daß Kon­sum sehr viel stär­ker von sozia­len Wer­ten in Abhän­gig­keit vom Ein­kom­men abhängt, als vom Alter.

Natür­lich macht die­se Ent­wick­lung das Mar­ke­ting nicht ein­fa­cher. Aber es gibt auch kein zurück. Die Märk­te wer­den immer “nischi­ger” und das Mar­ke­ting muss ler­nen, mit die­ser Kom­ple­xi­tät umzu­ge­hen.

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