Wenn Vint Cerf, CEO (Chef Evangelist Officer) bei Google und Internet- Urgestein über die Zukunft spricht, wird „aus der Glaskugel ein Monitor“. Es lohnt sich also, diesen Artikel des Guardian etwas ausführlicher zu beschreiben.

Die fünf wichtigsten Bereiche und Ihre Analysten sind:

Search >> Peter Norvig, Director of research, Google
Advertising >> Maurice Lévy, Chairman and CEO, Publicis Groupe
Video streaming >> Chad Hurley, CEO, co-founder YouTube
Social networking >> Chris De Wolfe, CEO, co-founder MySpace
Mobile >> Biz Stone, Co-founder, Twitter

dazu kommen:

Archive >> Bruce Cole, Chairman, National Endowment for the Humanities (US)
Developing world >> Steven Huter and Adiel Akplogan
Research associate, University of Oregon Network Startup Resource Center; CEO, Regional Registry for Internet Number Resources for Africa

>> The Guardian: Tell me the future
>> Gefunden bei Hugo E. Martin

Und los geht:Social networking >> Chris De Wolfe, CEO, co-founder MySpace

Soziale Netzwerke bringen die reale und die virtuelle Welt zusammen, weil die individuellen Informationen zusammenfliessen. Menschen erleben das Internet ganzheitlicher, auch, weil sie sich selber einbringen können. Vor allem erleben sie es persönlicher.

Die aktuellen Websites 2.0 sind die Basis für ein neues soziales Internet, welches vor allem persönlicher, mobiler und kollaborativer wird.
Technische Faktoren dafür sind bessere Profile, die ähnlich vertraut sind, wie die eigene Wohnung, Open Social und die Widget Ökonomie.

Wir erleben eine grundsätzliche Änderung der Art und Weise, wie sich Menschen, Inhalte und Kultur im Netz verbinden, auch wenn erst die Spitze des Eisberges sichtbar ist.
Die Plattformen müssen expandieren, trotzdem persönlich bleiben und zur Entwicklung des gesamten Web beitragen.

Video streaming >> Chad Hurley, CEO, co-founder YouTube

Videotelefonie 2.0 – in fünf Jahren wird das Versenden von Videos einfach und universell verfügbar sein. Über soziale Plattformen steuern wir, ob sie an Freunde oder die ganze Welt gehen.
Die Endgeräte werden kleiner und der Upload einfacher, zudem werden die persönlichen Videos auf vielen Endgeräten verfügbar sein. Die Welt wird wieder ein bischen kleiner.

Advertising >> Maurice Lévy, Chairman and CEO, Publicis Groupe

5 Jahre sind eine unendlich lange Zeit geworden, aber zwei Dinge sind sicher:
a) alle Medien werden digital
b) Kreativität, der Kern jeder Kommunikation, ist so wichtig wie nie zuvor

Lineare Medien und lineare Lebensführung sind am Ende, Werbung zu umgehen, immer einfacher und gewollter.
Deshalb müssen Werber und Konsumenten neue Wege der Zusammenarbeit finden, neu und ehrlich.

In 5 Jahren werden 2 Mrd. Menschen permanent das Internet nutzen und das mobile Web wird ubiquous sein. Aufregende Zeiten für die Kommunikation. Der „Anbruch einer Renaissance nach einem dunklen Zeitalter.“

Mobile >> Biz Stone, Co-founder, Twitter

Twitter verbindet SMS, IM und Web zu einem dauerhaften, unsichtbarem Band zwischen Menschen. Die simple Twitter-Frage: „Was machst Du“ hat ein enormes Potential, denn wir sind alle beeinflusst und definiert durch die Tätigkeiten anderer Menschen, permanent.
Fast ebenso nebenbei hat Twitter den PC und das Handy nahtlos miteinander verknüpft.

Die Zukunft ist ein kraftvolles soziales Netz mit stärkeren Verbindungen bis in die letzte Ecke unseres Planeten. Was machst DU gerade?

Search >> Peter Norvig, Director of research, Google

Ein Thunfisch schwimmt behende im Ozean, aber sein Körper gibt ihm zusätzlichen Antrieb, so gut ist er angepasst.

Im Meer der Informationen werden wir uns in Zukunft sehr viel besser bewegen. Kontext- sensitiv wie das Wasser fliessen Informationen um uns herum und machen bei Bedarf von selbst auf sich aufmerksam. Websiten, Datenbanken, Bücher, Videos, Charts – das Ergebnis werden Zusammenfassungen „on-the-fly“ sein. Wissen auf Klick.

Die Symbiose von Suchendem und Computerwelt. Informationen so selbstverständlich und ubiquitous wie Energie.

Archive >> Bruce Cole, Chairman, National Endowment for the Humanities (US)

So, wie wir immer schneller Informationen und Wissen aggregieren können, verfallen die digitalen Medien ebenfalls immer schneller. Die Herausforderungen für die Archivierung werden größer.
Physische Güter haben die Moderne begründet, digitale Güter das Informationszeitalter. Sie müssen für kommende Generationen erhalten bleiben.

Developing world >> Steven Huter and Adiel Akplogan
Research associate, University of Oregon Network Startup Resource Center; CEO, Regional Registry for Internet Number Resources for Africa

Seit November 2000 haben alle Länder in Afrika echte Internet- Zugänge. Die Entwicklung in den nächsten Jahren bleibt schwierig, da die lokalen Verbindungen mit Festleitungen schwierig sind.
Andererseits ist Afrika der am schnellesten expandierende Markt für Mobilfunk in der Welt. Funknetzte, Mobilfunk und preiswerte Endgeräte werden die Verbreitung des Internet vorantreiben. Dieses wiederum, zusammen mit einer jungen Generation von Unternehmern und politischer Unterstützung, sind wesentlich für die gesamte Entwicklung Afrikas.

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One Response to Die Zukunft der Medien – aus erster Hand

  1. Anonymous sagt:

    Kurz-Kommentar:
    Das wichtigste Wort aller Beiträge ist "to blur". Aus einer opaken Welt wird in den nächsten 10 Jahren eine klare Welt. Alte und neue Medien werden dann nicht mehr als Gegensätze verstanden, sondern als "eine Welt". Diese eine Welt wird mehr und mehr zum Thema und weniger die Medien selbst, die den Wandel zu "globaler Nähe" vorantreiben.

    Das Informationszeitalter ist nur ein kleiner Ausschnitt des elektronischen Zeitalters. Aus Materie wird Energie. Das Bewusstsein bestimmt das Sein. Aber ist unser Bewusstsein reif dafür?

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