Der Kern der digitalen Markenführung: eine Maschine der Bequemlichkeit.

Ev Williams@ev ist einer der kür­zes­ten Twit­ter­na­men über­haupt. Schnell und ein­fach zu mer­ken. Kein Zufall: hat Ev Wil­liams doch Twit­ter mit begrün­det. Dazu etli­che ande­re Star­tUps. Nach 20 Jah­ren Inter­net fasst er zusam­men, was das Inter­net eigent­lich ist. In eben die­ser Kür­ze. Für mich ein Auf­ruf an Agen­tu­ren, Ihre Den­ke zum Mar­ke­ting im Inter­net mal zu über­den­ken. Digi­tal Bran­ding ist ungleich digi­ta­li­sier­te Mas­sen­me­di­en­kom­mu­ni­ka­ti­on!

Alles Erfolg­rei­che im Inter­net ist eben nicht “The big new thing”, son­dern das All­zu-Gewöhn­li­che, nur schnel­ler und ein­fa­cher. Das Inter­net ist nicht Com­pu­ter und Infor­ma­ti­on und Men­schen, wie es von vie­len gese­hen wird und Ev es sel­ber vor Jah­ren noch dach­te. Damals pass­te es. Damals war das Netz noch jung. Aber schon damals konn­te man sehen, was Com­pu­ter kön­nen und Ihr Netz noch nicht. Heu­te sind Com­pu­ter und Inter­net über­wie­gend Eins. Sein “Next big thing” is the first big thing: das Netz­werk = Ver­bin­dun­gen.

The­re are hard­ware con­nec­tions, then the­re are all the­se inter­ac­tions invol­ved with data and soft­ware,” Wil­liams says. “And if you look at any big inter­net thing, you see it’s basi­cal­ly a big hive of con­nec­tions. A Fol­low is a con­nec­tion. A Like is a con­nec­tion.

Das wuss­te auch Goog­le schon und mach­te Ver­bin­dun­gen zur Grund­la­ge Ihres Algo­rith­mus. Schnel­ler und Ein­fa­cher — das ist es, was das Netz macht: Men­schen wol­len nicht war­ten und sind bequem. Schnel­ler und ein­fa­cher ist die Ant­wort. Das gilt nicht nur für Goog­le, Ama­zon, eBay, Face­book, Apple und die ande­ren erfolg­rei­chen Web­un­ter­neh­men. Das gilt für jedes Unter­neh­men. Schnel­ler und Ein­fa­cher sind Leis­tungs­klas­sen der Wirt­schaft sel­ber. Des­halb ist das Netz eine Revo­lu­ti­on für Pro­zes­se, (noch) nicht für Gesell­schaf­ten.

Für mich immer noch eins der bes­ten Bei­spie­le für digi­ta­le Mar­ken­füh­rung: die Ein­füh­rung des BMW Mini vor vie­len Jah­ren. Die dama­li­ge Web­sei­te von Inte­ro­ne war eben kein wei­te­rer Auf­guß end­lo­ser Wer­be­bild­chen. Sie war auch kein Con­tent Mar­ke­ting. Sie war eine spie­le­ri­sche Platt­form, um Teil eines glo­ba­len Events zu wer­den. Hier konn­te man sich als Fah­rer für eine Kri­mi-Schnip­sel­jagd der beson­de­ren Art bewer­ben und hat­te sein per­sön­li­ches Dash­board für die Teil­nah­me. Wür­de man heu­te als App machen — aber wo ist der Unter­schied? Das Kon­zept wür­de immer noch Sinn machen.
Den­noch steht das nur am Ran­de der digi­ta­len Mar­ken­füh­rung einer Auto­mar­ke. Heu­te geht es um Mobi­li­tät sel­ber, die naht­lo­se Inte­gra­ti­on des iPho­ne und etli­cher Ser­vices wie Mit­fahr­apps ins Auto.

Wer inte­grier­te Mar­ken­füh­rung möch­te, der muß das als Eins den­ken und umset­zen. Aus den Funk­tio­nen, dem Ser­vice des Ein­fa­cher & Schnel­ler, erge­ben sich dann die Kom­mu­ni­ka­ti­ons­maß­nah­men, nicht umge­kehrt. Kom­mu­ni­ka­ti­on ist Aus­tausch, Ver­net­zung ist Aus­tausch, bedeut­sa­me Ver­bin­dun­gen sind letzt­lich der Kit der Mar­ke.

What the inter­net is doing now is con­nec­ting ever­yo­ne and ever­ything, every event and every thought, in mul­ti­ple ways — lay­er upon lay­er of con­nec­tion.” (-> zum The­ma hier mehr von den Clue­trai­nern: “The value chain will be repla­ced by the value con­stel­la­tion. (Many con­nec­tions.)”)

Dar­aus ergibt sich direkt sein Erfolgs­re­zept: unnö­ti­ge Zwi­schen­schrit­te ent­fer­nen. Das kann jedes Unter­neh­men. Im Kern jedes Unter­neh­mens steckt eine Lösung für Bequem­lich­keit. Im Kern der Zukunft steckt die Digi­ta­li­sie­rung von Allem. Bei­de gehö­ren zusam­men. Effi­zi­enz. Nicht mehr, nicht weni­ger. So las­sen sich Unter­neh­men ins neue Jahr­hun­dert füh­ren.
Vor allem nicht noch mehr von dem, wovon wir schon all­zu­viel haben. Mögen die Con­tent Stra­te­gi­en mit der Redu­zie­rung von Con­tent begin­nen! Mehr Effi­zi­enz von Con­tent bit­te! Dann aber gleich mehr Effi­zi­enz im Geschäfts­mo­dell. Danach hat  man auch was erzäh­len. Auch nur eine Form von Ver­net­zung.

Quel­le: Twit­ter Foun­der Reveals Secret For­mu­la for Get­ting Rich Online 
Bild­quel­le: Bild Ev Wil­liams aus der Quel­le; Arti­kel­bild von Hei­zungs Engel

 

 

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3 Kommentare bei „Der Kern der digitalen Markenführung: eine Maschine der Bequemlichkeit.“

  1. Ein­fach ein­fach! Die Con­ver­si­o­nop­ti­mie­rung liegt in der kür­ze zum Detail oder bes­ser­ge­sagt zum Point of Sale!

    Grü­ße
    Den­nis
    http://www.fsom.de/conversion-optimierung/

  2. Also ich ken­ne eine Twit­te­re­rin aus D, sie hat den Twit­ter­na­men @n ;)

  3. Hat­te, wür­de ich sagen, oder? -> https://twitter.com/n

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