Das klingt wie eine dieser Listen, die durchs Internet schwirren. Ist es aber nicht. Die 8 Kriterien sind das Ergebnis einer umfangreichen Studie aus exponierter Quelle. Altimeter hat die Facebookseiten etlicher Unternehmen untersucht, Kleine und Große. Auf dieser Grundlage wurden die Unternehmen dann in einen Entwicklungsstatus eingestuft.

Minus: an keiner Stelle wird gesagt, was mit „Erfolg“ gemeint ist. Aus den Ergebnissen lässt sich aber ablesen, daß es um Engagement geht, was wiederum eine Reihe von Zielen ermöglicht.

Die glorreichen Acht sind, sortiert nach der von den Unternehmen eingeschätzten Wichtigkeit:

  1. Aktuell sein (permanente, regelmäßige Beiträge – zumindest über die letzten 2 Wochen – Contentplan mit regelmäßigen Rubriken erstellen; 80% Wissen, Information, Unterhaltung, 20% Produkt & Service)

  2. Einheitliches Branding (Markenführung konsistent und wie vom Kunden gewohnt – über der ganzen Seite, ganzheitliches Markenbild)

  3. Am Dialog teilhaben (wie bei face-2-face agieren, Fragen stellen, aktiv auf Nutzerbeiträge eingehen)

  4. Authentizität leben (allem einen persönlichen Touch geben (ergibt sich schon daraus, daß kommuniziert wird), siehe auch Markenpersönlichkeit)

  5. Klares Call-2-Action erbitten (z.B. „bitte teilen“, „bitte registrieren“ etc., Fokus auf Nutzerinteressen, nicht die Eigenen)

  6. Engagement fördern („Superuser“ finden und binden, um auch Nutzer zu erreichen, die noch nicht „Follower“ sind)

  7. Erwartungen an die Community klar kommunizieren (Aussagen über das eigene Handeln und das der Nutzer, durch Richtlinien etc.)

  8. Kommunikation unter Nutzern fördern (benötigt Communityregeln und Communitymanager, Echtzeitaktion)

Auf Seite 24 gibt es noch Basisregeln für Beiträge:

– weniger als 80 Zeichen = 27% mehr Interaktion,
– ausserhalb der Geschäftszeiten = 20% mehr Interaktion,
– Beiträge am Donnerstag und Freitag = 18% mehr Interaktion.

Die wichtigsten Empfehlungen der Studie geben sehr schön unsere Beratung der letzten Jahre wieder (das freut natürlich sehr):

  1. 2-Wege-Dialog lernen, am besten Facebookevents planen, die in der realen Welt fortgeführt werden (und umgekehrt, also real -> Facebook)
  2. Tools anderer Anbieter einsetzen, welche die Interaktion fördern (statt Eigenentwicklungen)
  3. Facebookmaßnahmen mit anderen vernetzen, um die Community zu aggregieren
  4. Zum Monitoring klassische Geschäftsziele nehmen statt „Likes“ und „Fans“
  5. Risiko minimieren: diese 8 Erfolgsfaktoren sind die besten Anhaltspunkte für die eigenen Maßnahmen

Gemessen an diesen Kriterien, befinden sich die erfolgreichen Unternehmen im Stadium der „Reifezeit oder Jugendalter“ (zu finden auf Seite 38).

Ein Liste der wichtigsten Praxistipps habe ich hier für Dich zusammengestellt: Facebook für Anfänger (das „Anfänger muss ich nach dieser Studie wohl streichen, sagen wir: „Facebook für Heranwachsende“ ;-)

>>> Level Up Your Facebook Strategy

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