Es muss nicht immer die eigene Community sein, aber wenn, dann helfen diese vier Punkte aus dem gestrigen Social Web Breakfast:
- Erfolgsfaktor 1: klar definierte Zielgruppe und klares Konzept – keine Comm für jeden oder alles (Link)
- Erfolgsfaktor 2: Integration der Commuity-Aktivitäten in alle Komm.Massnahmen – vielzu oft vernachlässigt (Link)
- Erfolgsfaktor 3: Zum Start inhaltlich relevanter Content vorhanden – also Content zunächst selbst aufbauen, nicht UCG ab Start erwarten (Link)
- Erfolgsfaktor 4: exklusive Inalte und Relevanz des Contents dauerhaft absichern – Qualitätssicherung von UGC ist Pflicht (Link)
Das gleiche gilt für Facebook Pages, StudiVZ Gruppen oder MySpace etc.. Bei den Zielgruppen sollte man sich über deren Interessen klar sein und wieviel davon man selbst glaubwürdig abdecken kann.
Wenn schon Community, dann richtig – und damit auch in allen anderen eigenen Medien- Kanälen. Wo es passt, kann der Link in die Community den Link auf die eigene Website ersetzen.
Vor dem Nehmen kommt das Geben – welche Mehrwerte habe ich? Wie kann ich diese einbinden?
Eine Community, das sind die engsten Kunden oder Kommunikatoren. Wie in der klassischen PR sollten diese auch so behandelt werden.
Lange hat es gedauert, aber in den letzten zehn Jahren haben sich die wichtigsten Maßnahmen im digitalen Marketing in den Unternehmen scheinbar durchgesetzt. Das geht aus Zahlen hervor, die Renate Ecke in Ihrem Blog publiziert:
- 2009 ist das Email-Marketing mit mehr als 30 Prozent weiterhin führend.
- Die Bereiche “Display” und “Search“ liegen insgesamt bei fast 25 Prozent.
- 70% der befragten Werbetreibenden in Europa ihre Online-Werbung erhöhen.
- über 60 Prozent sind der Ansicht, dass sie ihre Zielgruppen online besser erreichen,
- mehr als 40 Prozent setzen auf Online- statt auf Offline-Media (Europa)
- höhere Reichweite, Schnelligkeit und Flexibilität beim Branding
Das Bild bestätigt die Zahlen z.B. aus UK, wo Digital bereits Leitmedium im Marketing ist. Wurden “eMail” und “Search” lange Zeit vernachlässigt, gehören Sie nun zu den grundlegenden Säulen im digitalen und damit im Marketing überhaupt.
Ebenso wenig erstaunt, daß Social Media, virales Marketing, Word-of-Mouth und Internetvideo zu den Wachstumsbereichen gehören. (Wo ist hier eigentlich “Mobile“?) Es darf allerdings nicht vergessen werden, daß nur eine solide “Klassik” die Grundlage für digitales Marketing legt.
>> via Eck-Marketing: Wo Digitales Marketing heute steht
Für mich klingt das revolutionär: zum ersten Mal spricht sich ein klassischer Werber umfassend für das Internet als Marketing- und Kommunikationskanal aus.
Frank-Michael Schmidt, CEO der Scholz & Friends Group, sagt im Interview mit der Absatzwirtschaft:
- “Individualität und Interaktivität bestimmen die neue Ära in den Beziehungen zwischen Marken und Menschen.
- Brückenschlag von der Kommunikation zur Transaktion … Auch hier steht natürlich das Internet an vorderster Stelle,
- TV hat als Königsdisziplin abgedankt. Wir bewegen uns von einer Medien- Monarchie zu einer Oligarchie relevanter Kanäle.”
Um nur drei knackige Zitate zu nennen. Dabei wird immer noch auf “die eine Botschaft” gesetzt, was die Frage offen lässt, ob die Klassik mit dem “Orchester” umgehen kann. Längst nicht alle “Instrumente” lassen sich einfach bespielen, sondern mischen sich aktiv in das Geschehen ein.
Aber wie auch immer, nach relativ wenigen Jahren, darf das Internet wohl nun endgültig als Leitmedium im Marketing bezeichnet werden.
Und noch ein Zitat aus diesem denkwürdigen, fast verstecktem Artikel: “Die Kreativität der Zukunft wird in einem hohen Maß eine Kreativität der Kanäle sein.” Das ist das Meta- Knowhow, das Agenturen heute besitzen müssen, gleich ob sie für große oder kleine Kunden arbeiten.
>> via Absatzwirtschaft: „Große Wende im Marketing“
Ich bin der festen Überzeugung, daß Kommunikations- Agenturen, egal ob Werbung, PR, Event, Direkt oder Digital, im 21. Jahrhundert komplett anders sein müssen, als in den letzten hundert Jahren. Im Kern denkt die Branche genauso, aber es passiert sehr wenig. Der Grund ist einfach: wenn die Arbeit sich ändern soll, muss sich zuerst das zugrundeliegende Modell von Kommunikation ändern.
In meinem Vortrag zum Deutschen Tourismustag 2009, dem Jahresevent hunderter, im Deutschen Tourismusverband organisierter regionaler Tourismusanbieter, habe ich dieses Thema aufgegriffen (auch wenn es explizit um Möglichkeiten für die Unternehmen ging).
Dazu habe ich in der Folge auch zwei thematische Twits geschrieben:


In beiden stecken wichtige Kernsätze zum Thema: das neue Kommunikationsmodell muss ein systemisches sein. Der Grund:
- Komplexität denken können,
- soziale Bindungen einbeziehen,
- dynamische Entwicklungen berücksichtigen,
- Multi- Medial (also in vielen Kanälen) denken,
- sinnvolle Prioritäten festlegen,
- Synergien nutzen.
Das geht mit der klassischen “Sender- Empfänger- Denke” nicht – und die steckt tief in den Köpfen. Dabei fällt den Meisten etwas sehr einfaches, sehr schwer: Kunden nutzen klassische Medien passiv und digitale Medien aktiv. Schon das alleine braucht unbedingt ein anderes Herangehen.
Ein Beispiel: klassische Werbung geht davon aus, das Kunden versuchen diese auszublenden. Wenn Kunden nun Informationen aktiv beziehen wollen – und andere Informationen werden in den Netzen gar nicht erst geklickt – fühlen sie sich wie “mit dem Hammer gebürstet”.
Das heisst weiss Gott nicht, daß klassische Kommunikation tot ist – im Gegenteil. Man muss nur ein Modell haben, daß beide Bereiche wirklich integriert denken kann (genau was mir mit KMTO machen). So sieht es in der Präsentation für die Tourismus- Branche aus:
Über die künftige Roller moderner Technologien. (mit Prezi erstellt)
PS: Das Eingangsbild ist ein neuronales Netz einer Information – eine mentale Region sozusagen.
Heute ein Tip für meine Studenten: der Fabian Liebig hat mich gebeten, auf ein kostenloses Angebot für Studenten aufmerksam zu machen. Nach einem kurzen Test, mache ich das gerne.
Unter: http://bookboon.com/de/studium/marketing/ kann man sich Grundlagenliteratur zum Marketing herunterladen. Das geht einfach und man muss noch nicht mal seine Daten hinterlassen – ist also wirklich umsonst.
Das Angebot umfasst vor allem Basis- Wissen: Markenbewertung, Markencontrolling, Kundenbindung etc.. Damit können auch Experten ihr Wissen wieder auffrischen und haben zugleich ein Blick auf die Rahmenmodelle im Marketing. Anfänger finden eine gute Einführung in die Themen des Marketing. Ich möchte die Adresse auch für die vielen Web- Marketing- Arbeiter empfehlen, denn oft genug fehlt es an Grundlagen- Wissen.
Der Vorteil für mich: ich kann die Bücher auf meinen eBook Reader laden (der von Sony, der kann die meisten Formate) und habe somit immer eine kleine Basis- Bibliothek parat, wenn ich neue Ansätze einordnen möchte. Urteil: schick und gut umgesetzt.
Alexander Hahn, Gründer und Geschäftsführer von Slogans.de, stellt in einem längeren Interview zum Thema Slogans im Dialogmarketing die folgenden 5 Eigenschaften eines guten Slogans auf:
- Einfach – so kurz wie möglich, klar, allgemeiner Sprachgebrauch
- Unerwartet – mit Ecken und Kanten, Sprachwitz oder inhaltlich neu bzw. provokant
- Konkret – direkter Bezug zur Marke, eindeutiges Angebot an die Zielgruppe, Alleinstellung
- Glaubwürdig – Aussage und Tonalität entsprechen gleichermaßen Marke und Zielgruppe
- Menschlich – wirkt wie ein Satz aus dem Volk, alltagstauglich, augenzwinkernd, verständnisvoll
Oder in einem Satz: ein guter Slogan spricht aus sich heraus und stellt dabei gleichzeitig den Kern der Marke bildlich dar.
via: “… am längsten im Kopf des Verbrauchers …” auf Direkt+
Im Original heisst das “The Art of Listening, Learning and Sharing” – aber wie die Konstruktivisten in Ihrer Kommunikations- Theorie schon vor Jahrzehten sagten: Kommunikation ist Verhalten und Existenz, nicht nur Sprache. Das Web 2.0 macht das überdeutlich.
Brian Solis und JESS3 haben ein Social Media Prism erstellt, das wiederum die Vielfalt der Möglichkeiten im Web 2.0 überdeutlich macht. Es ist aus dem ursprünglichen – und wesentlich kleinerem – Social Media Starfish entstanden. Das Prisma liegt nun in einer deutschen Form vor, daß Ethority dankenswerterweise erstellt hat:
Die ganze Welt der Social Media Dienste
In den Kategorien finden sich alle denkbaren Vorlagen für Social Apps: Reviews wie Qype, Dokumenten- Plattformen wie Slideshare oder Meta- Netzwerke (Curated Networks) wie Ning und Mixxt. Twitter erhält sogar einen eigenen Fächer mit seinem “Ecosystem”.
Neben der amerikanischen und deutschen Version, wurde das Prism bereits für viele Länder und Kulturen übertragen und an die nationalen Dienste angepasst. So entsteht eine internationale Landkarte sozialer Dienste.