Google’s Neue Suche: Location, Goggles, Echtzeit

Publiziert: 7. Dezember 2009 in Strategie, Trends von KMTO

Man kann es ganz kurz machen – alles, was in den nächsten Jahren wichtig wird, hat Google in seine neue Suche und seine neue Funktionen eingebaut:

  • Mobile Web
  • Ambient Internet
  • Echtzeit Internet

Die Funktionen dahinter sind:

  • Mobile: Search by location – Wo ich bin, da findet Google die Ergebnisse. Ich suche Wein und bekomme einen Weinladen in der Nähe angezeigt.
  • Ambient: Google Goggles - search by sight – Foto hochladen und Google sagt, wie die Sehenswürdigkeit oder die Weinflasche heisst (noch nicht auf dem iPhone).
  • Echtzeit: Echtzeitsuche / Integration von Twitter, Friendfeed etc auf google.com (Ausprobieren: auf www.google.com und dann: “latest”).

Wer also noch überlegt hat, wo er sein Geld im Digitalen Marketing investieren sollte, kann in diesen drei Feldern nicht falsch liegen.

Zudem ist das Geschäftsmodell von Twitter klarer – nicht zufällig wurde vor ein paar Monaten die Suche stark eingeschränkt, um sie jetzt via Google etc. refinanzieren zu lassen. Informationen sind eben Geld wert. Auch die von Anderen.

Die Folgen für das Marketing? Die Grundlagen im Griff haben, um sich Konzentriert auf das Marketing in der Echtzeit- Welt einzustellen. Klaus beschreibt derweil im PR- Blogger die Folgen der neuen Google Suche für die Public Relations.

Apropo: Echtzeit- Informationen zu Google gibt es z.B. bei seinem Pressesprecher Deutschland, Stefan Keuchel auf Twitter.

Die vier Marketing- Schwerpunkte 2010

Publiziert: 4. Dezember 2009 in Beratung, Strategie von KMTO

Worauf soll sich ein Unternehmen 2010 im Marketing fokussieren? Auf Anregung von Mark Heising, bald Head of Digital bei Edelmann, sehe ich folgende vier Schwerpunkte für das nächste Jahr:

Konzentrieren, Konsolidieren, Kooperieren, Kommunizieren

  1. Konzentrieren
    Viele Unternehmen haben sich in den letzten Jahren breit gemacht – sie sind in viele Geschäftsfelder expandiert. Dabei hat die Masse nicht immer Qualität hervorgebracht. Es scheint immer schwerer, noch entsprechende Margen für neue Angebote zu realisieren. Auch die Märkte sind in die Breite gegangen – und dabei immer differenzierter geworden. Die Welt ist komplexer geworden.
    2010 ist das Jahr, indem Unternehmen dieses Zustand analysieren sollten um Ihre optimale Position zu bestimmen. Zum Teil können klassische Angebote optimiert, vielversprechende neue Angebote besser in den Markt gebracht werden.
    Konzentration bedeutet also vor allem, sich zurück zu lehnen, genau zu schauen, wer man ist und diese Stärken  unter Beachtung der nächsten drei Punkte auszubauen. Dabei kann es vorkommen, daß einUnternehmen nicht mehr das gleiche ist, wie vor 10 Jahren.
  2. Konsolidieren
    Das betrifft den Bereich der Angebote, aber auch der Marketing- Kommunikation. Dabei geht es nicht nur darum insgesamt weniger und sparsamer zu agieren, sondern vor allem effizienter – eben differenzierter.
    Innerhalb der wichtigsten alten und neuen Geschäftsfelder können optimale Kombinationen aus “Angebot – Vertrieb – Kommunikation” gebildet werden.
    Eine komplexe Welt ist auch ein Vorteil: Unternehmen haben unendlich viele Möglichkeiten, diese Kombination zu optimieren.
    Der Schwerpunkt wird dabei sicherlich in der Kommunikation liegen. Digitale Medien sind nicht nur massiv auf dem Vormarsch, sie geben auch die Richtung vor, in der – im Rahmen aller genutzen Marketing- Medien – optimiert werden kann.
    Konzentration und Konsolidierung heisst nicht zuletzt: fokussieren Sie auf Ihre jetzigen Kunden. Wenn das klappt, kommen die Neuen wie von selbst. Hinweis: im Web sind die Ihre Kunden genau einen Klick nah.
  3. Kooperieren
    In einer komplexen Welt ist es sehr viel effizienter, nicht alle Ressourcen selbst aufzubauen, sondern permanent in kooperativen Netzwerken zu arbeiten.  Für Unternehmen die bereits Marketing- Kooperationen haben, heisst das vor allem, die Crossmedia- Aktivitäten stärker zu bündeln.
    Das Internet und allem voran das Social Web stellt sowohl die Technologie, als auch die Kanäle dafür zur Verfügung.
    Für alle anderen Unternehmen heisst das: wenn Sie Punkt 1+2 erledigt haben, finden Sie auch die passenden Kooperations- Partner. Der einfachste Weg: wer arbeitet in einer anderen Branche, aber mit den gleichen Kundengruppen, wie mein Unternehmen. Für den Mittelstand kann das auch heissen: wer arbeitet in der gleichen Branche mit den gleichen Kundengruppen, aber in anderen Regionen. (Ein schönes Beispiel: Europcar kooperiert mit Maxi-Cosi.)
    Es ist offensichtlich: wir streben einer vernetzten, komplexen Gesellschaft zu. Jetzt ist genau die Zeit, die sich daraus ergebenden Chancen zu nutzen. Voraussetzung: Konsolidieren und Konzentrieren,  um sich dann wieder sinnvoll öffnen zu können.
  4. Kommunizieren
    Hiermit meine ich Kommunizieren in seiner ursprünglichen und einzig sinnvollen Bedeutung: aktiver Austausch mit alle relevanten Gruppen. Das können direkte Kunden, aber auch “Kunden der Kommunikation” und somit Multiplikatoren sein. Die wichtigsten Multiplikatoren sind dabei immer Ihre Kunden selber. Diese können Sie auf allen Kanälen abholen. Dazu müssen sie nichts weiter tun, als die Kanäle zu öffnen. Die Erkenntnisse, die dabei zurück kommen, sind Ihr wertvollster Berater.
    Wir leben im 21. Jahrhundert, das Zeitalter allumfassender Kommunikation. Haben Sie also keine Bedenken. Legen Sie genau hier Ihren Schwerpunkt. Nehmen Sie Feedback an. Lernen Sie intelligente Fragen zu stellen. Dann klappts auch mit den Märkten.
    Und btw.: wenn Sie konzentriert, konsolidiert in Kooperationen kommunizieren, erhöhen Sie automatisch die Quantität (Reichweite) und die Qualität (Wirkung) Ihrer Marketing- Kommunikation.

Ich denke, daß sind gute Ziele und Aufgaben für 2010. Zum Schluß also ein praktischer Rat, den ich so auch schon auf dem Deutschen Tourismustag gegeben habe: richten Sie 2010 einen Kundenbeirat ein, on- und offline, und lassen Sie diesen zum Herzstück Ihres Marketing Programms 2010 werden.

Ihr

Michael Domsalla
KMTO
Kommunikation & Technologie

Erfolgsfaktoren beim Community Aufbau

Publiziert: 3. Dezember 2009 in Community von KMTO

Es muss nicht immer die eigene Community sein, aber wenn, dann helfen diese vier Punkte aus dem gestrigen Social Web Breakfast:

  1. Erfolgsfaktor 1: klar definierte Zielgruppe und klares Konzept – keine Comm für jeden oder alles (Link)
  2. Erfolgsfaktor 2: Integration der Commuity-Aktivitäten in alle Komm.Massnahmen – vielzu oft vernachlässigt (Link)
  3. Erfolgsfaktor 3: Zum Start inhaltlich relevanter Content vorhanden – also Content zunächst selbst aufbauen, nicht UCG ab Start erwarten (Link)
  4. Erfolgsfaktor 4: exklusive Inalte und Relevanz des Contents dauerhaft absichern – Qualitätssicherung von UGC ist Pflicht (Link)

Das gleiche gilt für Facebook Pages, StudiVZ Gruppen oder MySpace etc.. Bei den Zielgruppen sollte man sich über deren Interessen klar sein und wieviel davon man selbst glaubwürdig abdecken kann.
Wenn schon Community, dann richtig – und damit auch in allen anderen eigenen Medien- Kanälen. Wo es passt, kann der Link in die Community den Link auf die eigene Website ersetzen.
Vor dem Nehmen kommt das Geben – welche Mehrwerte habe ich? Wie kann ich diese einbinden?
Eine Community, das sind die engsten Kunden oder Kommunikatoren. Wie in der klassischen PR sollten diese auch so behandelt werden.

Wo steht das Digitale Marketing?

Publiziert: 2. Dezember 2009 in Zahlen von KMTO

Lange hat es gedauert, aber in den letzten zehn Jahren haben sich die wichtigsten Maßnahmen im digitalen Marketing in den Unternehmen scheinbar durchgesetzt. Das geht aus Zahlen hervor, die Renate Ecke in Ihrem Blog publiziert:

  • 2009 ist das Email-Marketing mit mehr als 30 Prozent weiterhin führend.
  • Die Bereiche “Display” und “Search“ liegen insgesamt bei fast 25 Prozent.
  • 70% der befragten Werbetreibenden in Europa ihre Online-Werbung erhöhen.
  • über 60 Prozent sind der Ansicht, dass sie ihre Zielgruppen online besser erreichen,
  • mehr als 40 Prozent setzen auf Online- statt auf Offline-Media (Europa)
  • höhere Reichweite, Schnelligkeit und Flexibilität beim Branding

Das Bild bestätigt die Zahlen z.B. aus UK, wo Digital bereits Leitmedium im Marketing ist. Wurden “eMail” und “Search” lange Zeit vernachlässigt, gehören Sie nun zu den grundlegenden Säulen im digitalen und damit im Marketing überhaupt.

Ebenso wenig erstaunt, daß Social Media, virales Marketing, Word-of-Mouth und Internetvideo zu den Wachstumsbereichen gehören. (Wo ist hier eigentlich “Mobile“?) Es darf allerdings nicht vergessen werden, daß nur eine solide “Klassik” die Grundlage für digitales Marketing legt.

>> via Eck-Marketing: Wo Digitales Marketing heute steht

Radikaler Wandel im Marketing

Publiziert: 17. November 2009 in Strategie von KMTO

Für mich klingt das revolutionär: zum ersten Mal spricht sich ein klassischer Werber umfassend für das Internet als Marketing- und Kommunikationskanal aus.

Frank-Michael Schmidt, CEO der Scholz & Friends Group, sagt im Interview mit der Absatzwirtschaft:

  • “Individualität und Interaktivität bestimmen die neue Ära in den Beziehungen zwischen Marken und Menschen.
  • Brückenschlag von der Kommunikation zur Transaktion … Auch hier steht natürlich das Internet an vorderster Stelle,
  • TV hat als Königsdisziplin abgedankt. Wir bewegen uns von einer Medien- Monarchie zu einer Oligarchie relevanter Kanäle.”

Um nur drei knackige Zitate zu nennen. Dabei wird immer noch auf “die eine Botschaft” gesetzt, was die Frage offen lässt, ob die Klassik mit dem “Orchester” umgehen kann. Längst nicht alle “Instrumente” lassen sich einfach bespielen, sondern mischen sich aktiv in das Geschehen ein.

Aber wie auch immer, nach relativ wenigen Jahren, darf das Internet wohl nun endgültig als Leitmedium im Marketing bezeichnet werden.

Und noch ein Zitat aus diesem denkwürdigen, fast verstecktem Artikel: “Die Kreativität der Zukunft wird in einem hohen Maß eine Kreativität der Kanäle sein.” Das ist das Meta- Knowhow, das Agenturen heute besitzen müssen, gleich ob sie für große oder kleine Kunden arbeiten.

>> via Absatzwirtschaft: „Große Wende im Marketing“

Agenturen im 21. Jahrhundert

Publiziert: 13. November 2009 in Beratung, Strategie von KMTO

Ich bin der festen Überzeugung, daß Kommunikations- Agenturen, egal ob Werbung, PR, Event, Direkt oder Digital, im 21. Jahrhundert komplett anders sein müssen, als in den letzten hundert Jahren. Im Kern denkt die Branche genauso, aber es passiert sehr wenig. Der Grund ist einfach: wenn die Arbeit sich ändern soll, muss sich zuerst das zugrundeliegende Modell von Kommunikation ändern.

In meinem Vortrag zum Deutschen Tourismustag 2009, dem Jahresevent hunderter, im Deutschen Tourismusverband organisierter regionaler Tourismusanbieter, habe ich dieses Thema aufgegriffen (auch wenn es explizit um Möglichkeiten für die Unternehmen ging).

Dazu habe ich in der Folge auch zwei thematische Twits geschrieben:

In beiden stecken wichtige Kernsätze zum Thema: das neue Kommunikationsmodell muss ein systemisches sein. Der Grund:

  • Komplexität denken können,
  • soziale Bindungen einbeziehen,
  • dynamische Entwicklungen berücksichtigen,
  • Multi- Medial (also in vielen Kanälen) denken,
  • sinnvolle Prioritäten festlegen,
  • Synergien nutzen.

Das geht mit der klassischen “Sender- Empfänger- Denke” nicht – und die steckt tief in den Köpfen. Dabei fällt den Meisten etwas sehr einfaches, sehr schwer: Kunden nutzen klassische Medien passiv und digitale Medien aktiv. Schon das alleine braucht unbedingt ein anderes Herangehen.

Ein Beispiel: klassische Werbung geht davon aus, das Kunden versuchen diese auszublenden. Wenn Kunden nun Informationen aktiv beziehen wollen – und andere Informationen werden in den Netzen gar nicht erst geklickt – fühlen sie sich wie “mit dem Hammer gebürstet”.

Das heisst weiss Gott nicht, daß klassische Kommunikation tot ist – im Gegenteil. Man muss nur ein Modell haben, daß beide Bereiche wirklich integriert denken kann (genau was mir mit KMTO machen). So sieht es in der Präsentation für die Tourismus- Branche aus:

Vortrag: Regionen sind im Kopf erst schön.

Über die künftige Roller moderner Technologien. (mit Prezi erstellt)

PS: Das Eingangsbild ist ein neuronales Netz einer Information – eine mentale Region sozusagen.

Marketing Literatur für Studenten

Publiziert: 12. November 2009 in Notizen von KMTO

Heute ein Tip für meine Studenten: der Fabian Liebig hat mich gebeten, auf ein kostenloses Angebot für Studenten aufmerksam zu machen. Nach einem kurzen Test, mache ich das gerne.

Unter: http://bookboon.com/de/studium/marketing/ kann man sich Grundlagenliteratur zum Marketing herunterladen. Das geht einfach und man muss noch nicht mal seine Daten hinterlassen – ist also wirklich umsonst.

Das Angebot umfasst vor allem Basis- Wissen: Markenbewertung, Markencontrolling, Kundenbindung etc.. Damit können auch Experten ihr Wissen wieder auffrischen und haben zugleich ein Blick auf die Rahmenmodelle im Marketing. Anfänger finden eine gute Einführung in die Themen des Marketing. Ich möchte die Adresse auch für die vielen Web- Marketing- Arbeiter empfehlen, denn oft genug fehlt es an Grundlagen- Wissen.

Der Vorteil für mich: ich kann die Bücher auf meinen eBook Reader laden (der von Sony, der kann die meisten Formate) und habe somit immer eine kleine Basis- Bibliothek parat, wenn ich neue Ansätze einordnen möchte. Urteil: schick und gut umgesetzt.