Werbe®sprache auf gut deutsch
Wie in jeder Branche haben sich auch in der Werbung eigene Begriffe und Bedeutungen entwickelt. Und wie in jeder Branche versteht sie ausserhalb keiner. Hier werden sie leicht verständlich erklärt.
“Gewollt Schlimmer als Richtig. Es ist eine Idee vorhanden, aber kein Kunde wird sich die Mühe machen sie aufzulösen, um den –> Benefit zu erkennen.
Gold-Idee Eine Eins auf der Notenskala. Eine Goldidee ist eine, die in Cannes oder sonst wo die großen Preise abräumt und dem –> CD einen weiteren dekorativen Briefbeschwerer einbringt.
Hausfrauentest Um herauszubekommen, ob etwas –> gelernt ist, macht man einen Hausfrauentest, d.h. man schnappt sich sämtliche Nicht-Kreativen (also Berater und Empfangskraft) einer Agentur, hält ihnen den in Frage stehenden Entwurf unter die Nase und bittet sie um ihre Meinung. Die Geschäftsführer mancher Firmen schwören auf diese Methode — zur Freude ihrer Ehefrauen und Sekretärinnen, zum Ärger ihrer Agentur.
In die Tüte/Tonne gesprochen Werber müssen immer geniale Einfälle haben, an denen sie hart arbeiten, deshalb stellen sie vor jeden spontanen Geistesblitz die Einleitung “Nur mal so in die Tüte gesprochen”. Ist der Geistesblitz eine –> Goldidee, dann gut. Wenn nicht, war’s –> am Ende des Tages eh nur –> in die Tüte gesprochen.”
Und am Ende des Textes weiss man auch in groben Zügen, wie eine Agentur so arbeitet.
» Weiterlesen: Auf dem Weg zum Schriftsteller: Werbe®sprache
2 Responses to Werbe®sprache auf gut deutsch
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oho, das erklärt einiges. In die Tüte brechen gibt´s bei den meisten Airlines. ansonsten kenne ich noch die Agentur-Phrase: die Ampeln steht auf kirsch-grün (es ist jetzt kurz nach zwölf). und den Rest kann man bei 39,90 lernen — glaube ich. In der Autobranche gibt es noch den Schnitten-Test. Wie viele Frauen könne sich beim Cabrio auf die Rückbanklehne (wo das Verdeck drin ist) setzen ohne, dass es Beulen gibt?! Ist eigentlich auch ne ganz gute Branche. Die Auto-Dings.
Hausfrauentest und das mit in die Tüte brechen find ich ja sehr nett, und extrem effizient, da viele Mitarbeiter oft ja schon so betriebsblind sind, und Probleme der “Hausfrauen” gar nicht mehr sehen.