Offener Brief an Fr. Schnutinger

Publiziert: 21. Juli 2009 in Notizen von KMTO, (Leser: 2,206)

Das was kritisiert wird, bist nicht du!

Entschuldige, wenn ich Du sage, wir kennen uns nicht persönlich. Aber ich kenne viele, die dich kennen und die sagen, Du bist die Gute. Deine Comics beweisen das mit jedem Federstrich. Und es hat mich schon immer geärgert, wenn ausgerechnet die Guten das Feld als Erste verlassen. Weil ich weiß, daß das Die nicht tun, die es sollten.

Die Vodafone- Kampagne ist schlecht. Aber sie ist vor allem handwerklich schlecht, weil sie etwas versucht, daß nicht gehen kann. Das ist aber nicht die Reaktion im Web. Die Leute benutzen zwar Worte wie Werbung und Marketing, haben aber offensichtlich wenig Erfahrung und Wissen darum.
Das merkt man an der enormen emotionalen Reaktion. Sie fühlen sich persönlich angegriffen. Das liegt einfach daran, daß man sie angesprochen hat, ohne sie ernst zu nehmen, ohne Respekt. Sie fühlen sich verarscht.

Da aber die Verantwortlichen der Kampagne weder im TV Spot auftauchen, noch sonst wenigstens einmal gesagt hätten “Sorry, wir haben Mist gemacht”, suchen sich die Menschen die Opfer, die erreichbar sind. Und Du warst erreichbar. Von daher verstehe ich deine Reaktion.

Sie kritisieren aber nicht Fr. Schnutinger. Sie kritisieren ein Bild aus einem TV Spot. Sie kritisieren auch nicht die Web 2.0 Schnutinger, die für die deutsche Szene sehr wichtig ist, weil sie Seele ins Web bringt. Und vor allem kritisieren sie nicht die echte Fr. Schnutinger. Denn wenn sie die kennen würden, na, Du weisst schon.

Mach es wie Kohl, aussitzen. Eine Pause. Nächste Woche haben die Leute wieder andere Aufreger.

Warum ich aber diesen Beitrag hier schreibe:
Die ganze Vodafone- Kampagne, mit PR und Spot und allem drumherum, hat nur eine einzige gute Szene:

Du mit Kind auf Wiese. Da liegt offensichtlich eine starke Frau. Bezaubernd. Jeder weiß, daß das Mutter-Da-Sein heute kein Zuckerschlecken ist. Aber sie macht das. Sie packt den Tag. Auch weil sie Freunde im Web hat (das Lenovo leuchtet weiss und rein). Sie ist unberührbar in Ihrer Reinheit. Sie ist trotzdem so nah, wie die Mütter, die jeder in seinem Umkreis hat. Das ist ehrlich und das ist schön. Das bist Du.

Die Leute regen sich zu Recht auf. Sie machen das an deiner Adresse. Aber sie machen es nicht bei Dir. Sie nehmen sich das, was am Nächsten ist und meinen die Macher der Kampagne. Das bist nicht du. Du bist die starke Mutter auf der Wiese. Und das MUSST Du auch bleiben.

Mach eine Pause, aber zieh Dich nicht zurück. Bitte.

11 Meinungen zu 'Offener Brief an Fr. Schnutinger'

  1. 21. Juli 2009 um 10:57
    meistermochi
  2. 21. Juli 2009 um 11:09
    KMTO
  3. 21. Juli 2009 um 12:03
    herresser
  4. 21. Juli 2009 um 14:23
    Christian
  5. 21. Juli 2009 um 18:35
    Götz A. Primke
  6. 22. Juli 2009 um 11:56
    ihdl
  7. 22. Juli 2009 um 13:24
    Peterchen
  8. 22. Juli 2009 um 13:38
    christina
  9. 22. Juli 2009 um 14:39
    KMTO

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