Gestern lief mit sehr großem Erfolg die Aktion „Ein Herz für Blogs„. Da meine Lieblingsblogs in der Blogroll stehen (rechts aussen: „Lesenswert“) und sich sozusagen von selbst empfehlen, gibt es von dieser Stelle Tipps für das vielleicht größte Problem der Blogschreiber:

Schreibhemmung.

  1. Einfach anfangen: Der Computer ist nur eine Maschine. Er bewertet nicht, kritisiert nicht und bildet geduldig jene Wörter ab, die wir eingeben.
  2. Ideen einem Diktiergerät anvertrauen: Der Weg übers Mündliche hilft, wenn wir über eine Sache reden, aber (noch) nicht schreiben können.
  3. Notizen sammeln und notieren: Wenn jeder Gedanke einen Zettel bekommt, können wir die Reihenfolge beliebig verändern. Zudem schmecken die ausgesonderten hervorragend unserem Freund, dem Papierkorb.
  4. Stolz sein: auf einzelne Formulierungen, Satzfetzen, Ideen.
  5. Mit jemandem darüber reden: Heinrich v. Kleist dazu in seinem Aufsatz „Über die allmählige Verfertigung der Gedanken beim Reden“: „[…] Und siehe da, wenn ich mit meiner Schwester davon rede, welche hinter mir sitzt und arbeitet, so erfahre ich, was ich durch ein vielleicht stundenlanges Brüten nicht hervorgebracht haben würde“ (Kleist 2007: 27).
  6. Grübeln (Brüten) vermeiden: Wenn’s nicht wird, wird’s nicht (toller Satz!). Nutzen Sie die Zeit für andere Dinge, am besten körperlich. Ihr Unterbewusstsein wird es richten.

Die Ideen kommen aus dem Buch von Jens Kegel: „Selbstvermarktung freihändig; Schreiben fürs Reden – auch gegen den Strom“

Nummer 5. sollte für die meisten Blogger leicht umzusetzen sein – aber Achtung! Es ist das persönliche Gespräch gemeint, kein Twitter oder Facebook oder so.

In seinem Buch räumt er auch gleich mit zwei Mythen der Kreativbranche auf:
Mythos 1: Im Team entstehen neue Gedanken schneller und effektiver.
Mythos 2: Brainstorming ist Viagra fürs Gehirn und lässt neue und vor allem kreative Ideen sprießen.

Beide stimmen nicht. Liebe Blogschreiber: Die beste Kreativität entsteht beim Individuum und wiederum dann am Besten, wenn dieses alleine und in angenehmer Athmosphäre schreibt. Na, wenn das kein Grund zum Bloggen ist!

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