Face­book hat seit der Grün­dung 2004 einige wesent­li­che Ver­än­de­run­gen durch­lau­fen. Der Grün­der Mark Zucker­berg beschreibt nun die Zukunft der Plattform.

Die Basis und Archi­tek­tur von Face­book beruht auf dem Social Graph, das per­sön­li­che Netz­werk jedes Nut­zers. Dabei ver­wen­den die Men­schen auf Face­book reale Daten mit rea­len Kon­tak­ten in rea­len Vorgängen.

Auf die­ser Grund­lage kön­nen von jedem Anwen­dun­gen ent­wi­ckelt wer­den. Face­book hat also einen Zugang zu Ihren unvor­stell­ba­ren Men­gen an Daten geöff­net. Viele die­ser Anwen­dun­gen nut­zen die Daten, um Kom­mu­ni­ka­tion in etli­chen Vari­an­ten anzu­bie­ten. Der Grund z.B., warum Men­schen lie­ber die Face­book– Inbox benut­zen, als E-Mail, ist schlicht, daß sie direkt an eine echte Iden­ti­tät schrei­ben, nicht an eine Adresse.
Gleich­zei­tig wer­den die Inhalte immer klein­tei­li­ger. Das gilt für Texte, aber auch für Fotos und Videos.

few people wrote books, more people write blogs, even more people write sta­tus updates (wenige schrei­ben Bücher, aber viel mehr schrei­ben Web­logs und noch mehr Sta­tus– Updates)”

Die nächste Evo­lu­ti­ons­stufe von Face­book wird durch Face­book Con­nect vor­an­ge­trie­ben. Die Idee des Social Graph ist auch hier füh­rend, denn “Con­nect” meint zuerst Freunde, dann Anwen­dun­gen, die von Face­book aus in die weite Welt des Inter­net getra­gen wer­den. Im übri­gen sorgt der Social Graph auch dafür, daß Face­book — bei allen Pro­ble­men mit dem Daten­schutz — siche­rer ist, als andere Com­pu­ter­platt­for­men, denn die soziale Kon­trolle von Pro­fi­len ver­hin­dert fal­sche Accounts. Wie bei auch bei Google, haben Kli­schèe und Wirk­lich­keit beim Thema Daten­si­cher­heit wenig gemein.

Ein Ergeb­nis der Platt­form [für Anwen­dun­gen] war, daß viele Anwen­dun­gen ent­stan­den sind, die nicht von den Inha­bern des Unter­neh­mens bedacht wur­den. Ganz vorne: Spiele aller Art. Das war bei Apple und dem iPhone [als Platt­form] ähn­lich.
Dabei dient Face­book als prak­ti­scher Aus­bil­dungs­platz für junge Pro­gram­mie­rer — nicht als Prak­ti­kan­ten, son­dern als selbst­stän­dige Ent­wick­ler, die dabei das Ent­wi­ckeln lernen.

Da die Tech­no­lo­gie vor allem rea­les, mensch­li­ches, sozia­les Ver­hal­ten abbil­det, zeigt sie einen über­aus beein­dru­cken­den Aspekt: das Ver­hal­ten der Nut­zer ist auf der gan­zen Welt viel ähn­li­cher, als das es sich unterscheidet.

I think you’d be sur­pri­sed if you saw all the data how uni­form it is. … I think that one of the most import­ant trends over the next 10 or 20 years is how the world opens up.”

Anmer­kung: Face­book ist also ein People– Inter­net. Im Gegen­satz zu Google wer­den nicht die Inhalte des Web an einen Ort geholt, son­dern aus­ge­hend von ein­zel­nen Pro­fi­len und Ihrem sozia­len Netz­werk streuen sie wei­ter nach draus­sen. Für diese Aus­deh­nung sind vor allem die offene Ent­wick­lungs­platt­form für Anwen­dun­gen und Face­book Con­nect ver­ant­wort­lich. Den­noch bleibt Face­book eine geschlos­sene Platt­form, die einem Unter­neh­men gehört, wäh­rend Google auf das offene Inter­net setzt.

» über­setzt & zusam­men­ge­fasst aus Insi­de­Face­bok: Exclu­sive: Dis­cus­sing the Future of Face­book with CEO Mark Zuckerberg

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One Response to Die Architektur des sozialen Netzes

  1. […] Ver­tie­fen lohnt auch: Die Archi­tek­tur des Social Web und die unten auf­ge­führ­ten ähn­li­chen Bei­träge. Tei­len macht schön. var a2a_config = a2a_config […]

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