Wie gut ist Online für Konsumgüter (FMCG)?

FMCG — auch “schnell dre­hen­de Kon­sum­gü­ter”, “Ver­brauchs­gü­ter” oder “Waren des täg­li­chen Bedarfs” haben kaum das Poten­zi­al für eine Com­mu­ni­ty und Web 2.0 Maß­nah­men, oder?
Das fragt sich Ste­fa­nie Leh­mann für Ihre Arbeit — und da der Fra­ge­bo­gen ange­nehm kurz ist, freue ich mich, wenn die Pro­fis unter mei­nen Lesern ihn in den Kom­men­ta­ren oder Ihrem eige­nen Blog eben­falls beant­wor­ten (Ser­vice s.u.). Das The­ma brennt schließ­lich. Anre­gen­des dazu auch im Wer­be­b­log­ger.

Fra­ge­bo­gen:

Medi­en­nut­zung:

  • Sind Sie der Mei­nung, dass die Wer­be­bran­che all­ge­mein ein Pro­blem der Über­kom­mu­ni­ka­ti­on hat? Wor­an erken­nen Sie das? Wie erle­ben Sie das?
    Schwer zu sagen, es wird in USA und Asi­en immer noch mehr gewor­ben, als hier. Viel­leicht ist es nur eine Fra­ge der Zeit, bis sich die Men­schen an noch mehr Wer­bung gewöhnt haben. Das Pro­blem ist auch nicht die Men­ge, son­dern, daß Men­schen sich grund­sätz­lich ableh­nend gegen­über Wer­bung ver­hal­ten und die­se men­tal aus­blen­den.
  • Wenn ein Kun­de aus der FMCG-Bran­che bei Ihnen eine Kam­pa­gne buchen möch­te, dann schla­gen Sie ihm Kanä­le vor. Wel­che sind das in Zei­ten der Über­kom­mu­ni­ka­ti­on und wel­che Rol­le spielt die Online-Kom­mu­ni­ka­ti­on im Media­mix der FMCG?
    Online First – zum Test der Bot­schaft und ob die­se zur Ziel­grup­pe passt, erst dann Klas­sik. Online ist infor­ma­ti­ver und bes­ser zur Kun­den­bin­dung, Klas­sik kann das Image nach­hal­tig und rela­tiv schnell prä­gen. Dafür sind nicht nur die Kanä­le wich­tig, son­dern die The­men­grup­pen inner­halb der Kanä­le. Wir stel­len einen Media­mix zusam­men, der die glei­chen „Inter­es­sen“ der Ziel­grup­pe bedient.
  • Wel­che Chancen/Vorteile bie­tet das Inter­net bei der Ver­mark­tung von FMCG, im Ver­gleich zu klas­si­schen Medi­en?
    Beha­vio­ral Tar­ge­ting: Ban­ner­schal­tung zur Situa­ti­on und Inter­es­sen­la­ge der Ziel­grup­pe. Pro­duk­te wer­den immer spe­zi­fi­scher (“Niche­tri­bu­tes”, “Long­tail”). Deren spe­zi­el­le Eigen­schaf­ten und Ziel­grup­pen las­sen sich online genau­er kom­mu­ni­zie­ren. Des­we­gen auch: inten­si­ver Image­auf­bau in einer Kern­ziel­grup­pe, wenn die Idee auf die rich­ti­ge Art krea­tiv ist.
    Grund­sätz­lich ist Online gut zum Tes­ten, wg. des auto­ma­ti­sier­ten oder mensch­li­chen Feed­backs.
    Zudem sind die Prei­se über­wie­gend attrak­tiv und es kön­nen hoch-inte­grier­te Kam­pa­gnen gefah­ren wer­den, was sowohl das Kon­zept, als auch die Maß­nah­men betrifft.

Mehrwert/Zusatznutzen:

  • Wie kann man Ver­brau­cher auf Inter­net­por­ta­le zie­hen? Wel­che Zugangs­mo­ti­ve gibt es?
    Die Moti­ve hän­gen immer von der spe­zi­fi­schen Mar­ke ab. All­ge­mein gilt: Gewin­ne oder ech­te, sozia­le Betei­li­gung, wie z.B. bei der Pro­dukt­ent­wick­lung. Ansons­ten ist es immer bes­ser, auf Por­ta­le zu gehen, wo genau die Ziel­grup­pe schon ist. Davon­gibt es unend­lich vie­le.
  • Was erwar­tet der Ver­brau­cher auf den Web-Sites der Anbie­ter?
    Die Fra­ge gleich der von eben. Man kann das nicht pau­scha­li­sie­ren. Aber es dür­te zuerst schnel­ler, ein­fa­cher Ser­vice sein.

  • Wel­che Mar­ken­por­ta­le im Bereich FMCG fin­den Sie beson­ders gelun­gen bzw. nicht gelun­gen und War­um?
    Eigent­lich nur Star­bucks Ide­as, wg. der intel­li­gen­ten Ein­bin­dung ins gesam­te Mar­ke­ting.

  • Bis­her galt der Leit­satz: „Weg von infor­mie­ren­der hin zu emo­tio­na­ler Wer­bung“. Wel­che Rol­len spie­len Emo­tio­nen und Erleb­nis­wel­ten im Inter­net?
    Es wird immer wich­ti­ger, aber die Kun­den defi­nie­ren, wel­che Art Emo­ti­on sie wol­len. Man muss damit grund­sätz­lich sehr vor­sich­tig sein, weil im Bereich der sozia­len Wer­te die Nuan­cen der Anspra­che immer gra­nu­la­rer wer­den. Das Inter­net zeigt: bei­des ist wich­tig, es kommt auf per­fek­tes Cross­me­dia an. Das bedeu­tet vor allem, die Eigen­art jedes Medi­ums zu ver­ste­hen.

  • Haben Sie even­tu­ell selbst Online-Kon­zep­te kre­iert und wann ja waren die­se erfolg­reich?
    Sehr vie­le in vie­len Bran­chen und Grö­ßen und sie waren aus­nahms­los erfolg­reich, man­che sogar inter­na­tio­na­le Best Prac­ti­se.

Zukunfts­aus­sich­ten:

  • Wie beur­tei­len Sie ins­ge­samt die Zukunft des Inter­nets als Wer­be­trä­ger?
    Es wird Leit­me­di­um, in den USA ist es das schon. Der Grund ist sehr ein­fach: das Medi­um ist für das gesam­te Mar­ke­ting rele­vant und inter­ak­tiv. Bei­des sind zugleich wich­ti­ge Vorraus­set­zun­gen, ohne die eine Kam­pa­gne nicht funk­tio­niert.

  • Wel­che Risi­ken sehen Sie heu­te und in Zukunft bei der Ver­mark­tung von FMCG im Inter­net?
    Pro­duk­te, die in irgend­ei­ner Wei­se schäd­lich sind, sozi­al, medi­zi­nisch, preis­lich oder tech­nisch, wer­den nicht nur die Mar­ke, son­dern auch das Unter­neh­men stark beschä­di­gen. Das glei­che gilt für Aus­sa­gen in der Kom­mu­ni­ka­ti­on. Zum einen müs­sen sie stark sein, zum ande­ren wird vie­les schnell und ger­ne miß­ver­stan­den. Sol­che Gerüch­te kön­nen, selbst bei nicht vor­han­de­nen Wahr­heits­ge­halt, nach­hal­tig schä­di­gen.

  • Vie­len Dank für Ihre Hil­fe!
    Sehr ger­ne :-)

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Hier die Fra­gen zum ein­fa­chen Kopie­ren:

Fra­ge­bo­gen:

Medi­en­nut­zung:
Sind Sie der Mei­nung, dass die Wer­be­bran­che all­ge­mein ein Pro­blem der Über­kom­mu­ni­ka­ti­on hat? Wor­an erken­nen Sie das? Wie erle­ben Sie das?
Wenn ein Kun­de aus der FMCG-Bran­che bei Ihnen eine Kam­pa­gne buchen möch­te, dann schla­gen Sie ihm Kanä­le vor. Wel­che sind das in Zei­ten der Über­kom­mu­ni­ka­ti­on und wel­che Rol­le spielt die Online-Kom­mu­ni­ka­ti­on im Media­mix der FMCG?
Wel­che Chancen/Vorteile bie­tet das Inter­net bei der Ver­mark­tung von FMCG, im Ver­gleich zu klas­si­schen Medi­en?

Mehrwert/Zusatznutzen:
Wie kann man Ver­brau­cher auf Inter­net­por­ta­le zie­hen? Wel­che Zugangs­mo­ti­ve gibt es?
Was erwar­tet der Ver­brau­cher auf den Web-Sites der Anbie­ter?
Wel­che Mar­ken­por­ta­le im Bereich FMCG fin­den Sie beson­ders gelun­gen bzw. nicht gelun­gen und War­um?
Bis­her galt der Leit­satz: „Weg von infor­mie­ren­der hin zu emo­tio­na­ler Wer­bung“. Wel­che Rol­len spie­len Emo­tio­nen und Erleb­nis­wel­ten im Inter­net?
Haben Sie even­tu­ell selbst Online-Kon­zep­te kre­iert und wann ja waren die­se erfolg­reich?

Zukunfts­aus­sich­ten:
Wie beur­tei­len Sie ins­ge­samt die Zukunft des Inter­nets als Wer­be­trä­ger?
Wel­che Risi­ken sehen Sie heu­te und in Zukunft bei der Ver­mark­tung von FMCG im Inter­net?

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