Management by Blogging

Har­vard bringt ein span­nen­des Bei­spiel, in dem ein Blog für das Manage­ment einer Orga­ni­sa­ti­on (RISD) genutzt wur­de. Die Wir­kung des Web 2.0 für orga­ni­sa­to­ri­sche Pro­zes­se ist mei­nes Erach­tens nach­hal­ti­ger, als für klas­si­sche Mar­ke­ting­maß­nah­men — wes­halb ich das Bei­spiel für wich­tig hal­te. (So könn­te man auch ein Mar­ke­ting- Blog für das Manage­ment der Kun­den­be­zie­hun­gen nut­zen.)

Die wich­tigs­ten Ergeb­nis­se:

1) Ein Blog hat eine eige­ne Bedeu­tung inner­halb der sozia­len Kom­mu­ni­ka­ti­on einer Orga­ni­sa­ti­on.
2) Infor­mel­le Kom­mu­ni­ka­ti­on fin­det Ihren Weg an die inter­ne Öffent­lich­keit. Manage­ment- Ent­schei­dun­gen kön­nen sofort über­prüft wer­den: wur­den sie ver­stan­den? Was ist noch unklar? Das Blog wird zum Feed­back- Kanal der Orga­ni­sa­ti­on! Dabei ist das Ver­hal­ten nicht anders als im rea­len Leben, auch wenn das Blog nicht mode­riert ist.
3) Per­sön­li­che, aber auch orga­ni­sa­to­ri­sche Bezie­hun­gen erhal­ten eine neue, offe­ne Dimen­si­on und wer­den reich­hal­ti­ger.
4) Kom­mu­ni­ka­ti­ons­hier­ar­chi­en lösen sich auf, nicht aber Ent­schei­dungs­we­ge — wor­auf expli­zit hin­ge­wie­sen wer­den soll­te. Mitin bekom­men MIt­ar­bei­ter, die sich stark enga­gie­ren, aber sonst nicht gehört wer­den, einen Anteil an der macht.

Zudem wur­den sehr ein­fa­che und verts­änd­li­che Regeln für den Umgang mit­ein­an­der auf­ge­stellt, von denen ande­re Com­mu­nities ler­nen kön­nen:

Die Mut­ter-Regel: Mach nichts, was dei­ne Mut­ter vor Scham errö­ten las­sen wür­de.
(Mom’s Gui­de­li­ne: Plea­se refrain from swea­ring and other beha­vi­or that might make your mother (or father, or guar­di­an) disap­poin­ted in you.)

Die Par­ty-Regel: Was hier geschieht, bleibt auch hier.
(Vegas Gui­de­li­ne: What hap­pens in two.risd, stays in two.risd.)

Die Auf­merk­sam­keits-Regel: Begin­ne immer am Anfang des Bei­trags.
(Catch­up Gui­de­li­ne: Start from the very begin­ning of the posts/comments to best accli­ma­te yours­elf befo­re pos­ting.)

Die Anwalts-Regel: Alles muss mit den Geset­zen kon­form gehen.
(Lawyer’s Gui­de­li­ne: Ever­y­thing posted on two.risd needs to com­ply with the law.)

via: Blog­ging as Manage­ment, not Mar­ke­ting

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