Con­t­ent­stra­te­gie war sicher das auf­fäl­ligste Wort der digi­ta­len Welt der letz­ten zwei Wochen. Heute mal ein Bei­spiel, zudem recht­zei­tig. Dazu aber gleich mehr.

Eine der wich­tigs­ten Erkennt­nisse des Destinationcamp2011 für mich: Social Media macht es mög­lich, eine Desti­na­tion vorab zu erle­ben. Nicht so inten­siv, wie vor Ort, aber man kann sich schon mal in Urlaubs­laune versetzen.

Wel­che ande­ren Medien kön­nen das noch? Es ist eine inten­si­vere Kom­mu­ni­ka­tion von Mar­ken­wer­ten, als woan­ders mög­lich. Und um so ein inten­si­ves Erleb­nis geht es mir heute. Dazu noch auf der schöns­ten Insel der Welt unse­res Lan­des, Sylt.

Der Tom macht schöne Wer­be­ar­beit für die Insel, z.B. die Magazin-App “Natür­lich Sylt” (Ach­tung: das war ein Tip!). Der Tom ist aber auch ein Süch­ti­ger. Auf die Insel, ver­steht sich.
Wäh­rend andere nun Kun­den und Gäste auf das Social Web los­las­sen, schickt Sylt also einen Süch­ti­gen durch die Gegend. Vier Wochen wird er jeden Tag das erle­ben und live publi­zie­ren, was die Syl­ter und Gäste sowieso am liebs­ten tun: über die schöns­ten Augen­bli­cke reden, die man sich auf Sylt ver­schaf­fen kann. Und zwar wirk­lich Mul­ti­me­dial: als Rei­sen­der, als Blog­ger, als Face­booker, als Mensch.

Vor allem das Wort Rei­sen­der gefällt mir, denn die Sta­tio­nen sind nicht vor­ge­plant. Sicher, es gibt eine Pla­nung, es gibt aber auch genauso viel Offen­heit. Als Teil des Plans. Ein bischen wie der erste Urlaub, unsi­cher, span­nend, auf­re­gend, unge­wiß, auch wenn der Tom schon unend­li­che Male auf der Insel war.

Ich mache mir keine Sor­gen über die vira­len Effekte. Die­ser Trip (ich bleibe mal im Sucht­bild, ist ja Sylt) spricht die Werte der Insel­lieb­ha­ber an. Er gibt Ihren Gefüh­len Bil­der und Geschich­ten. Sie wer­den mit­ma­chen. Ganz frei­wil­lig. Und Ihre Facebook-Freunde wer­den keine Wer­bung sehn, son­dern Lei­den­schaft, Hin­gabe, Freude, Genuss, Sein, ja, viel­leicht sogar Liebe (sog. “virale Effekte von Bei­trä­gen im Social Web”).

Das geht schon auf der Face­book­seite los. Da hat er die Fotos sei­ner Kind­heit gepos­tet, die Augen­bli­cke kind­li­cher Aus­ge­las­sen­heit auf der Insel. Werte. Ich krieg bei sowas Trän­chen. Es erin­nert mich an die Fotos aus den Urlaubs­ta­gen mei­ner Kind­heit. Egal auf wel­cher Insel.

Aber bevor ich noch lange schreibe: Schauts euch sel­ber an. Es ist wird sicher ein gutes Bei­spiel für Social Media. Es wird ein gutes Bei­spiel für Som­mer­ur­laub. In Deutsch­land. Und ein gutes Bei­spiel für wer­teo­ri­en­tierte Mar­ken­füh­rung, sowie für DMO Mar­ke­ting heute. Und auch für andere Unter­neh­men. Apropo: Tom auf Sylt ist powered by Renault (nicht Por­sche), die mit den gan­zen E-Autos und dem Spruch Drive the Change. 

Und jetzt wisst ihr, warum ich das Living Con­tent nenne. Con­tent, wie auch immer er so defi­niert wird, kann durch das Social Web leben­dig wer­den. Nicht am Rech­ner, aber in den Köp­fen und Her­zen der Nut­zer. Dann kann Con­tent den Nut­zer wirk­lich anspre­chen, sogar berüh­ren (schaut Euch die Kin­der­bil­der an! ;-).
Und bevor ich zur Con­ten­stra­te­gie etwas sage, was helle Leser sowieso schon ahnen, zitiere ich ein­fach den ein­zi­gen Satz, der auf der Web­seite bis­her steht:

Sei live dabei und ver­liebe dich ein wei­te­res Mal in die schönste Insel der Welt.”

Und jetzt schon mal die Taschen­tü­cher und Rei­se­pläne parat legen.

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