Living Content: Freude

Eigent­lich soll­te die­ser Arti­kel erst mor­gen erschei­nen. Nach dem Fina­le der #EM12. Dann kamen die Ita­lie­ner, die  Schlitz­oh­ren des euro­päi­schen Fuß­ball, und eigent­lich soll­te der Arti­kel gar nicht mehr erschei­nen.

Aber hey — ist das Fina­le wirk­lich alles, die deut­sche Teil­nah­me das Wich­tigs­te, wenn es um Freu­de geht?

Con­tent wird leben­dig, wenn er Gefüh­le erzeugt. Das kann jedes Medi­um, der Con­tent muss nur gut sein. Er muß die Men­schen errei­chen, berüh­ren. Brau­chen wir dann eigent­lich noch das klas­si­sche Kon­zept vom Höher, Wei­ter, Schnel­ler? Vom Aus­er­ge­wöhn­li­chen? Vom deut­schen Fina­le?

Nein. Genau des­we­gen erscheint der Bei­trag doch. Und­zwar VOR dem Fina­le.

Egal wie sie aus­geht — die­se EM war das Span­nends­te ever. Es war vol­ler Augen­bli­cke zum berührt sein. Die­se EM war vol­ler Freu­de. Das wäre der ers­te Punkt: wenn es soviel Schö­nes gibt, an das man sich erin­nern kann, dann kommt es auf die­sen eine Ziel nicht an. Das Ziel ist das Spiel, der Weg, nicht der Sieg. Ansons­ten wür­de man sich doch nur wg. so einem fina­len Augen­blick die gan­zen schö­nen Ande­ren ver­sau­en, oder? Und wo wäre die Vor­freu­de auf Bra­si­li­en 2014? DAS wird ein Fest ;-)

Dann ist da aber noch einer: beim Nach­den­ken über die­sen Arti­kel kamen wir zwei freu­di­ge Gedan­ken:
1. Ich freue mich echt für den Sie­ger des Fina­les. Möge der Bes­se­re gewin­nen und das Final­spiel das Span­nends­te des gan­zen Tour­nie­res wer­den! Das ist das Schö­ne am Sport. Das Ergeb­nis zählt, kei­ne Spe­ku­la­tio­nen, kei­ne Poli­tik, kei­ne Stamm­tisch­dis­kus­sio­nen. Es ist wie es ist. Wir waren den Ita­lie­nern nicht gewach­sen. Der Sport spült immer die nach oben, die ein Final­spiel bestrei­ten soll­ten. Die Trau­er ums Aus­schei­den unse­rer Jungs war vor­ges­tern — heu­te geht es um den Spaß am Fina­le. Die bei­den bes­ten euro­päi­schen Mann­schaf­ten aus den bei­den liebs­ten Urlaubs­län­dern der Deut­schen lie­fern sich einen hef­ti­gen Fight um Alles. Yeah! Hel­lyeah! Schon kann man sich wie­der freu­den. Für unse­re Nach­barn. Freu­en über den Erfolg eines ande­ren. Ein­fach eine Piz­za / Pael­la essen gehen und gra­tu­lie­ren. Mit extra Trink­geld für extra Anstren­gun­gen. #Über­Freu­de

2. Ich wür­de mich aller­dings noch mehr freu­en, wenn die Spa­ni­er es machen und die Ita­lie­ner raus­ki­cken. Allei­ne schon, damit das bes­se­re Spiel gewinnt. Schick, wie effi­zi­ent die Ita­lie­ner waren, aber hey, daß ist zwar Fuß­ball — aber noch nicht rund. “Scha­den­freu­de ist auch ne Freu­de” hiess es zuhau­se immer. Exakt. (Solan­ge sie die Gefüh­le ande­rer nicht über die Maßen ver­letzt.) Den Ita­lie­nern einen rein­ma­chen! Da ist sie wie­der, die ego­is­ti­sche Freu­de. Aber wie ich fin­de, ganz ok.

Sich wegen der eige­nen Gefüh­le freu­en UND sich wegen der Gefüh­le ande­rer freu­en — das ist doch die Meis­ter­schaft im Freu­en. Des­we­gen war es damals wohl auch “das Som­mer­mär­chen”. Wir Deut­schen konn­ten bei­des. Wir haben uns mit allen gefreut, die den Fuß­ball so sehr lie­ben, wie wir. Wir sind doch der Meis­ter der Her­zen! Oder?

Also: zei­gen wir es den Ita­lie­nern, zei­gen wir es den Spa­ni­ern — ihr spielt viel­leicht (noch) den bes­se­ren Fuß­ball, aber wir wis­sen, wie man ihn am Bes­ten erlebt ;-)

In dem Sin­ne kann ich mich auf heu­te Abend dop­pelt freu­en. Aus reins­tem Her­zen. Na — und dann blei­ben ja noch die gan­zen ande­ren wun­der­ba­ren Erin­ne­run­gen. Khe­di­ra aus vol­lem Lauf im Sprung und fett rein­ge­macht. Yip­pie. Jetzt sind sie alle wie­der da, bereit den heu­ti­gen Abend noch­mal zu kicken. Auch das kann man irre genies­sen. Schö­ne Erin­ne­run­gen. Man sieht sich auf der Fan­mei­le :-)

EINE MILLION FEIERN AUF DER COKE FANMEILEYEAH :-)

 „Zum Augen­bli­cke dürft’ ich sagen: Ver­wei­le doch, du bist so schön! Es kann die Spur von mei­nen Erden­ta­gen Nicht in Äonen unter­gehn. – Im Vor­ge­fühl von sol­chem hohen Glück Genieß’ ich jetzt den höchs­ten Augen­blick“ J.W.Goethe

Vor­freu­de ist die schöns­te Freu­de.” Deut­sches Sprich­wort

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