Kommunikation ist…

… eine Form, gestal­tet mit Inhal­ten. Eine wun­der­ba­re Ana­ly­se der Gestal­tung von Kom­mu­ni­ka­ti­on und der vie­len Bot­schaf­ten, die sich allei­ne aus der Form erge­ben, lie­fert der Text-Raum. Die Ana­ly­se geht sehr tref­fend auf die ver­schie­de­nen Ele­men­te ein und beschreibt sie leicht-verts­änd­lich. Aus­zü­ge:

  • Rah­men: Kom­mu­ni­ka­ti­on ist z.B. Kame­ra­füh­rung. Die Star­tein­stel­lung des auch auf You­Tube ver­öf­fent­lich­ten Vide­os zeigt den mäch­tigs­ten Mann der Welt sit­zend auf einem Stuhl. Er erlaubt den Blick hin­ter die Kulis­sen, man sieht die Schein­wer­fer, das Glas Was­ser neben sich auf einem Tisch. Er ist offen, er hat nichts zu ver­ber­gen, der Kon­text wird trans­pa­rent…
  • Men­schen: Der ame­ri­ka­ni­sche Prä­si­dent spricht das ira­ni­sche Volk direkt an. Das allei­ne ist schon eine Sen­sa­ti­on und ein rich­ti­ger Coup. Natür­lich ist es eini­ger­ma­ßen sub­ver­siv, das Volk eines tota­li­tä­ren Staa­tes anzu­spre­chen und ihm zu sagen “you also have the choice”. Des­halb rich­tet sich im gespro­che­nen Text das Gesprächs­an­ge­bot an “the ira­ni­an peop­le and lea­ders”. So kann Oba­ma nicht vor­ge­wor­fen wer­den zu pola­ri­sie­ren.
  • Zeit­punkt: Er wählt als Zeit­punkt der Bot­schaft das ira­ni­sche Neu­jahrs­fest. Das bezeugt zum einen Respekt vor (weil: Kennt­nis von) der ira­ni­schen Kul­tur. Zum ande­ren sichert es allein durch die Wahl des Zeit­punkts ein hohes Auf­merk­sam­keits­le­vel. Noruoz ist ein Fest, an dem “tra­di­tio­nell Ira­ner und ira­nisch­stäm­mi­ge Men­schen stun­den­lang mit Ver­wand­ten [tele­fo­nie­ren], um zu gra­tu­lie­ren und zu plau­dern” (so der ira­nisch­stäm­mi­ge Omid Nou­ripour in sei­nem Bei­trag bei Spie­gel online). Die auf­merk­sam­keits­star­ke Bot­schaft an die­sem Tag zu plat­zie­ren, sichert ihre Ver­brei­tung über die bereits bestehen­den Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ka­nä­le und -anläs­se.

Ich habe die Absät­ze etwas anders gesetzt und hof­fe, daß ist ok? Ansons­ten lohnt natür­lich der voll­stän­di­ge Text -> Eine klei­ne Ana­ly­se eines Meis­ter­stücks

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