Gegen den Liebeswahn


“Doch nicht bei Lidl, jede Wet­te / und nicht bei aldi, Ihre Ket­te / auch nicht bei Rewe und real,- / gibt’s Lie­be am SB-Regal. / Bei Ede­ka nur ganz allein / wirst Du als Mensch befrie­digt sein.”

Auch Ede­ka — alle ver­su­chen es mit Lie­be. Off-the-record macht sich einen (wun­der­ba­ren) Reim dar­auf, den ich nur unter­schrei­ben kann. Lie­be ist etwas so Mensch­li­ches, daß man sich damit nicht posi­tio­nie­ren kann. Das ist Insi­de-Out-Den­ke: ich Unter­neh­men möch­te, daß Du Kun­de mich liebst. Mit wie­viel Wer­be­druck kann man Lie­be erzwin­gen? Bei “Wir lie­ben…” (Innen­sicht) mag das noch gehen, aber “Aus Lie­be zur ” (Aus­sen­sicht) wird mir zu per­sön­lich. Dabei gibt es sicher immer etwas, daß Kun­den an einem Ange­bot schät­zen (Out­si­de-In). War­um ver­sucht man nicht, genau das in Wor­te zu fas­sen? Alles ande­re — ich lie­be es — nicht.

» Off the record: Spie­ßer Alfons: Das Wer­be­wort zum Sonn­tag

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