Passend zum Beitrag von Vorgestern über die Entwicklungen zum Social Business eine Liste möglicher Anwendungen, ebenfalls von der CIO gelistet, aber leider nur als Klickstrecke (weiter unten).
Die beliebtesten Funktionen, die Unternehmen aus den Social Media übernehmen sind: Instant Messaging, Präsenzanzeige, Acivity-Streams, Dokumenten-Sharing, Tagging und Profilseiten.
Das sieht vor allem wie ein erweitertes Intranet aus, verändert nun aber auch die Prozesse im Unternehmen. Gut, wenn vorher eine „soziale Kultur“ verankert wurde. Die folgende Liste gibt einen guten Überblick zu den Aktivitäten der Hersteller von Software und damit zu den Trends und Strategien. Für kleine und ganz große Unternehmen:

  • Chatter, Social Media Software von Salesforce, Vorreiter im Social Cloud Computing, Chatter ist eine Plattform für Profile, Gruppendiskussionen, Filesharing, Feeds melden den Status wichtiger Geschäfte oder Änderungen in der Kundendatei (CRM), das berühmte Radian6 zum Monitoring wird sicher auch bald integriert, SAP kann z.B. eingebunden werden. Das Hauptfeld ist Vertrieb. 
  • Jabber, geliefert von Cisco für Zusammenarbeit und Kommunikation, Conferencing über Webex, Blogs und Wikis gibt es dann über die Enterprise 2.0 Lösung Quad, Interaktion mit z.B. Office und Sharepoint eingebaut. Die Hauptfelder sind Austausch und Conferencing.
  • Jive gehört zu den Traditionalisten. 2001 gegründet, wurde die Softwaresuite mit der Entwicklung der sozialen Medien zur Business Suite ausgebaut. Die Elemente Zusammenarbeit und Kommunikation enthalten so auch Elemente für das Wissensmanagement. Zur Analyse großer Mengen unstrukturierter Daten (Monitoring, Big Data, Echtzeit), wurde Proximity zugekauft. Eine runde Sache, sozusagen der große Mittelständler und Spezialist unter den Anbietern. Das Hauptfeld ist (gehobener) Mittelstandssuite. 
  • Sharepoint ist das bekannte Flaggschiff von Microsoft und kommt wie erwartet mit einer Unmenge an Funktionalität:  Wikis, Blogs, Newsfeeds, Videoportal, Suche, Profile, Tagging, und Rating. Die Liste der Schnittstellen ist riesig und umfasst weiter Teile der Enterprise-IT, aber auch soziale Netzwerke wie Facebook, Xing und Linkedin. Das Hauptfeld ist Zusammenarbeit.
  • Smartcloud ist der Name der großen IBM, womit das Lotuspflänzchen ganz verschwindet. Die Funktionen für das Enterprise 2.0 werden umfassend abgedeckt: Activity Streams, Social Analytics, Wikis, Blogs, Dokumenten-Sharing, E-Mail- und Kalenderintegration. Ein Augenmerk ist die Integration ganzer Geschäftsprozesse (und ja, halbe Prozesse zu integrieren macht wenig Sinn ;-) Das Hauptfeld ist Zusammenarbeit.
  • SocialCast gehört zum Virtualisierungsexperten VMware und in die Klasse „Mittelstandsfreundlich“. Aus der Social Welt entstanden, bietet SocialCast alles rund um die interner Kommunikation und Zusammenarbeit, aber auch die Schnittstellen zu Lotus Notes, Outlook, Sharepoint etc.. Das Hauptfeld ist Austausch.
  • Streamwork ist das SAP-Tool, welches ähnlich wie Google+ für Google, die SAP Anwendungen um „Social“ erweitern. Besonders sind hier die laufenden Anwendungen wie Agendaplanung, Prioritätenlisten, Ad-hoc-Umfragen, SWOT- und Kosten-Nutzen-Analysen sowie Verantwortlichkeits-Diagramme. Das Hauptfeld ist SAP.
  • Tibbr kommt aus einem Haus für Integration und macht genau das: es legt sich wie eine Schicht über alle Möglichen Anwendungen im Unternehmen und macht Daten und Information im Rahmen einer sozialen Kommunikation verfügbar. Das Hauptfeld ist soziale Kommunikation.
  • Yammer, gestartet als Twitter für Unternehmen, hat seine Funktionspalette in den letzten vier Jahren deutlich ausgebaut. Beliebte Webfunktionen wie die gemeinsame Terminplanung (siehe Doodle), Gruppenkommunikation und die Bearbeitung gemeinsamer Dokumente sind da. Das Hauptfeld ist schnelle Einführung von Social Media im Unternehmen.

Bildquelle: GENISIS – First international Institute for SOCIAL BUSINESS – die unter Social Business noch deutlich mehr verstehen, als die Techniker!

Zum gleichen Thema

(Leser: 10.586)   Getagged mit
 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Marke: Arten und Typen
Marke modern gedacht:
  • Soziale Werte & Konstrukte als Basis.
  • Differenzierung der Branchen und Ihrer Marken.
  • Markenstärke neu beschrieben.
Vortrag: Mobile Marketing
Die Präsentation hat drei Schwerpunkte:
  • BestOf der intern. Marktzahlen aus 9 Monaten 2011
  • Grundlagen: Wann lohnt sich eine App?
  • Überblick zu den Entwicklungen
Studie: B2B im Social Web
Die Studie beinhaltet:
  • vier ausgewählte Praxisbeispiele,
  • das wichtigste aus internationalen Studien und
  • Empfehlungen für B2B - Unternehmen.