Da kaum ein mit­tel­stän­di­sches Unter­neh­men im TV wirbt und die Angst vor den Kos­ten der Haupt­grund sein dürfte, kön­nen die fol­gen­den drei Punkte hel­fen, einen Über­blick zu den poten­zi­el­len Inves­ti­tio­nen zu erhal­ten (via WDR Media­group):

1. Ziel: Erhö­hung des Markt­an­teils
Der Markt­an­teil lässt sich grund­sätz­lich nur über Wer­bung erhö­hen oder durch über­durch­schnitt­lich erfolg­rei­che neue Pro­dukte. Dabei ist der Wer­be­ef­fekt siche­rer, als der Erfolg der Pro­dukte.
Faust­re­gel: 10% mehr Wer­be­aus­ga­ben bedeu­ten einen Markt­an­teils­ge­winn von 1%. Da im Mit­tel­stand grund­sätz­lich zu wenig gewor­ben wird, sollte Punkt drei “Kon­kur­renz­be­ob­ach­tung” der Aus­gangs­punkt der Bud­get­be­stim­mung sein. Unter die­ser Vor­raus­set­zung kön­nen mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men mit Wer­bung schnelle Start­ge­winne rea­li­sie­ren. Beson­ders erfolg­reich gel­ten 2,2% mehr Markt­an­teil bei einer 10% Stei­ge­rung der Werbeausgaben.

2. Ziel: Sta­bi­li­sie­rung der Markt­po­si­tion
Faust­re­gel: beträgt der Markt­an­teil 10% und soll die­ser sta­bil gehal­ten wer­den, müs­sen 10% des Bud­gets für Kom­mu­ni­ka­tion & Wer­bung dafür ein­ge­setzt wer­den. Steht mehr Geld zur Ver­fü­gung, gilt Punkt 1.
Die­ser Punkt ist vor allem in Kri­sen­zei­ten inter­es­sant. Redu­zie­ren andere Unter­neh­men Ihre Wer­be­aus­ga­ben, bedeu­tet schon eine sta­bile Wer­bein­ves­ti­tion einen Gewinn von Markt­an­tei­len. Hat das Unter­neh­men sogar eine “Kriegs­kasse”, ist das einer der weni­gen Zeit­punkte, an dem der 2., 3. oder 4. im Markt am Markt­füh­rer vor­bei­zie­hen kann.

3. Ziel: Kon­kur­renz­be­ob­ach­tung
Wenn die Kon­kur­renz ihre Wer­be­aus­ga­ben erhöht, kann Sta­bi­li­tät nur durch mehr eigene Wer­bung garan­tiert wer­den. Hat man einen guten Blick auf die Gesamt­si­tua­tion, kann cle­ve­res Tak­tie­ren dazu füh­ren, daß sich die Wir­kung der Kon­kur­renz– Aktio­nen abschwächt. Wenn der Wett­be­werb z.B. sein Pul­ver ver­schos­sen hat, kann die Auf­merk­sam­keit auf die eigene Wer­bung zugleich posi­tiv für das Untern­he­men und nega­tiv für die Kon­kur­renz wir­ken.
Für den Mit­tel­stand ist es aller­dings wich­ti­ger, zu schauen, ob der Wett­be­werb über­haupt ent­spre­chend agiert. In den aller­meis­ten Fäl­len ist die Inves­ti­tion in Wer­bung an sich ein ent­schei­den­der Wettbewerbsvorteil.

Ein­füh­rung zum Thema: Inter­view — TV Wer­bung für den Mittelstand

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Ein Kommentar zu: Ausgaben für TV– Werbung im Mittelstand

  1. […] im Kapi­tel: Stra­te­gie (Leser: 1) Aus­gangs­punkt war eine kurze Dis­kus­sion auf Twit­ter auf­grund eines Arti­kels hier. Für eine Begrün­dung ist Twit­ter aller­dings kaum geeig­net. Dafür gibt es ja zum Glück noch […]

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