Werbetrends ganz anderer Art…

… habe ich in einer Pres­se­mit­tei­lung der Agen­tur coco­wer­bung aus Han­no­ver gefun­den. Der Inha­ber schreibt dort:

Für mich ist Qua­li­tät unab­ding­bar mit Sub­stanz ver­bun­den. Wir wer­den jeden Tag mit Infor­ma­tio­nen über­flu­tet, es kommt ja aber nicht auf die Men­ge an Infor­ma­ti­on an, son­dern auf den Gehalt. .… Das geht nur im Dia­log. In der Nähe zum Men­schen. Das kön­nen in der Wer­be­bran­che nur noch ganz weni­ge.“

Da geht es bei dem Wort “Dia­log” gar nicht um Web 2.0, son­dern um klas­si­sche Tugen­den der Wer­bung. Wei­ter heisst es:

Zu sehr ste­hen Preis­dis­kus­sio­nen im Vor­der­grund, zu stark ist der Wunsch nach Spek­ta­ku­lä­rem, nach Super­la­ti­ven — ohne dabei auf den Kon­su­men­ten zu schau­en. Vie­le Wer­be­kam­pa­gnen strot­zen vor Angli­zis­men und Über­trei­bun­gen, nichts­sa­gend ¬ und: sie gehen am Men­schen vor­bei, sie drü­cken ihm Pro­duk­te aufs Auge ohne sei­ne Bedürf­nis­se ernst zu neh­men.”

Die­ses “Nichts­sa­gend- Spek­ta­ku­lä­re” ist es doch, daß poten­zi­el­le Kun­den Wer­bung aus­blen­den lässt. Selbst das mani­pu­la­ti­ve tro­ja­ni­sche Pferd wird durch­schau­bar, wie ange­nehm es auch daher­kommt. In die­sem Kon­text kann Wer­bung viel­leicht wirk­lich wie­der zu Ihren Wur­zeln fin­den. Infor­ma­ti­on, die passt, ger­ne auch nett ver­packt und auf den Punkt gebracht, aber ehr­lich und direkt. Wer nichts zu bie­ten hat, kann sich die Kom­mu­ni­ka­ti­on sowie­so schen­ken, bevor er Ande­ren wei­te­ren Info­müll schenkt. Selbst unter­halt­sa­me Wer­bung trans­por­tiert kei­ne Mar­ke mehr, wenn der Inhalt nicht stimmt. Da wird nur noch die Hül­le kon­su­miert und der Inhalt aus­ge­blen­det.
Qua­li­tät und Hand­werk der Wer­bung sind wie­der gefragt. Wer­bung, die Ihre Auf­ga­be im Mar­ke­ting fin­det und die mei­nes Erach­tens wie­der eine Renais­sance erle­ben.

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