Wie heisst es doch so schön: es gibt keine schlechte PR. Gemeint ist, daß selbst bei negativer Berichterstattung der Absatz steigt. Nun ist das eine der größten Ängste in Unternehmen. Dabei kann man negativ und negativ nicht über einen Kamm scheren. Folgende Studie des Journal of Marketing beweist den Fakt für die Filmbranche:

„bei der Analyse von Online WOM auf Yahoo Movies und den Kassenerfolgen von Filmen herausgefunden, dass nicht die Polarität (positiv oder negativ) von WOM die wichtige Rolle für den Kassenerfolg spielt, sondern das Volumen (Menge an WOM).“

Die Menge an Kommunikation zeigt zunächst einmal nur, daß der Inhalt interessant ist. Das ist der Kern der Botschaft. Wenn der „negative“ Inhalt dann noch offen für ein persönliches Interesse ist, steht einem Erfolg kaum etwas im Wege. Menschen bilden sich gerne eine eigene Meinung, und daß die Meinungen auseinander gehen, ist bekannt. Die Frage ist also, warum Unternehmen so ein Problem damit haben, daß sie nicht von jedem geliebt werden. Wenn es die Zielgruppe tut, reicht es doch. Nehmen Sie das als Anstoss, die Komplexität der Realität anzuerkennen, statt in Schwarz/Weiss zu verharren. Die Kanten machen das Leben erst interessant. Und die Kommunikation erst recht.

>> via ConnectedMarketing.de: Mundpropaganda: Nicht Polarität, sondern Menge ist entscheidend.
>> Studie: Liu, Yong; Word of Mouth for Movies: Its Dynamics and Impact on Box Office. Revenue, Journal of Marketing, 70 (July 2006), 74-89

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