Alles Lüge?

Der ratio­nal han­deln­de Mensch steht im Mit­tel­punkt wirt­schaft­li­cher Annah­men, dabei wur­de schon vor län­ge­rem fest­ge­stellt, daß es — wenn über­haupt — nur eine per­sön­li­che Ratio­na­li­tät gibt (also selbst sinn­lo­se Hand­lun­gen aus Sicht des Han­deln­den sinn­voll erklärt wer­den kön­nen). Des­we­gen ist die Ehr­lich­keit im Wirt­schafts­le­ben auch viel uner­klär­li­cher, als die Lüge. Über­li­cher­wei­se nimmt man an, daß die Höhe der Ent­de­ckungs­wahr­schein­lich­keit Ein­fluß auf das Aus­maß der Lügen hat. Klingt plau­si­bel. Stimmt in der Pra­xis aber nicht. Men­schen lügen sehr viel weni­ger, als sie könn­ten. Da der Mensch ein sozia­les Wesen ist, gibt es auch ein “inne­res Beloh­nungs­sys­tem”, daß Ehr­lich­keit bevor­zugt. Zudem spielt das Medi­um eine Rol­le — so wird öfter am Tele­fon gelo­gen, sehr sel­ten Face2Face.

“Arie­ly und Mazar nen­nen die­sen Punkt die “Akti­vie­rungs­gren­ze”. Sie stel­len fest, dass die­se Gren­ze sich ver­schie­ben lässt. So betrü­gen Teil­neh­mer in Expe­ri­men­ten weni­ger, wenn sie vor der Hand­lung Kurz­ge­schich­ten über sich selbst schrei­ben müs­sen oder wäh­rend der Hand­lung in einen Spie­gel bli­cken.”

Auch das ein guter Grund für Mar­ken Com­mu­nities — wenn Sie wis­sen möch­ten, was Men­schen wirk­lich über Ihr Unter­neh­men den­ken.» FAZ: Das Wun­der der Ehr­lich­keit

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