Grundwissen im Marketing, deren Erkennen viel scheinbar Kompliziertes lösen hilft.

„Komplexität kennzeichnet die potentiell in einem System enthaltenen Ordnungszustände (Binswanger, S. 168f.). Dabei sind verschiedene Komponenten verknüpft (lat. complexus = Verknüpfung) und ein komplex geordnetes Zusammengesetztes entsteht. Im Unterschied zur Betonung der Ordnung weist das Komplizierte (lat. complicare = verwickeln) auf Verwirrung, Unordnung, Erschwernis hin. Wenn etwas immer komplizierter wird, ohne gleichzeitig neue Ordnungszustände zu erreichen, hat das noch nichts mit Komplexität zu tun. Quelle: Annette Schlemm (Hervorhebungen von mir)“

Am wichtigsten: „Kompliziertes kann man mit Wissen lösen, Komplexes nur mit Können.“ Und dem richtigen Blick auf die Struktur.

Die beiden Begriffe werden ständig verwechselt. Wer sie unsauber benutzt, trifft falsche Entscheidungen: weil der Grund des Problems bereits an der Basis falsch beschrieben wurde. Gefährlich.

Der wesentliche Unterschied: Komplexes hat Ordnung, Kompliziertes nicht. Dort muss die Ordnung erst gefunden oder hergestellt werden.
Komplex – besteht also aus vielen einfachen Dingen. Jedes Ding an sich ist leicht zu verstehen – nur gibt es sehr, sehr viele davon. Ab einem gewissen Punkt wird unsicher, was passiert, wenn die einfachen Dinge was miteinander machen.
Kompliziert- besteht schon aus Dingen, die man nicht versteht.

Viele halten das Internet für kompliziert – dabei ist es komplex. Wer die Ordnung des Internet verstanden hat, sieht wie einfach das Netz immer noch ist. Einfach – nicht kompliziert.

Das ist wie ein roter Faden durch die Marketing Welten: die Ordnung, das System verstehen – dann wird die Anwendung einfach,  zielgerichtet und erfolgreich.

Daran erkennt man auch Experten: das Komplizierte erscheint Ihnen ganz Einfach. Nicht-Experten haben immer einen kräftigen Schluck „Kompliziert, das verstehst du nicht“ mit drin.
Mitunter ist das auch das Problem bei der Auswahl von Experten: Wer etwas für kompliziert hält, ist dem Interessierten näher, spricht eher seine Sprache, scheint „auf der gleichen Wellenlänge“, vor allem wenn er rhetorisch gut ist. Aber genau das ist ein riesen Fehler. Experten die man erst einmal nicht versteht, die aber offensichtlich verstehen wovon sie reden – die können wirklich helfen. Man muss dann nur noch eine gemeinsame Sprache finden. Es lohnt sich.

>> via Wissensagentur: Alexandra Graßler

Zum gleichen Thema

(Leser: 22.015)   Getagged mit
 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Marke: Arten und Typen
Marke modern gedacht:
  • Soziale Werte & Konstrukte als Basis.
  • Differenzierung der Branchen und Ihrer Marken.
  • Markenstärke neu beschrieben.
Vortrag: Mobile Marketing
Die Präsentation hat drei Schwerpunkte:
  • BestOf der intern. Marktzahlen aus 9 Monaten 2011
  • Grundlagen: Wann lohnt sich eine App?
  • Überblick zu den Entwicklungen
Studie: B2B im Social Web
Die Studie beinhaltet:
  • vier ausgewählte Praxisbeispiele,
  • das wichtigste aus internationalen Studien und
  • Empfehlungen für B2B - Unternehmen.