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Facebook hilft beim Suchmaschinen- Optimieren

Publiziert: 15. Dezember 2009 in Notizen von KMTO

Facebook setzt sich immer mehr durch. Was Google im Web 1.0, ist Facebook definitiv im Web 2.0 – die allumfassende, App- gesteuerte Community- Plattform. Dabei muss man es eher so formulieren: Web 1.0 = Inhalte (Content) = Google; Web 2.0 = Kommunikation (Social Media) = Facebook.

Dennoch durchdringen sich beide Welten und das ist auch gut so. Facebook kann nämlich auch einiges für das Agenda Setting in Google tun. Nicht zuletzt dafür hat Facebook neue Sicherheitsrichtlinien eingeführt, die es vor allem ermöglichen, Inhalte im offenen Web und damit in Google zu publizieren.

Thomas Hütter hat die 10 wichtigsten Regeln von insidefacebook.com übersetzt, die ich hier noch einmal auf das Wesentliche kürze:

  1. den Namen der Facebook-Seite (page) gut wählen, nicht zu generisch
    Anmerkung: wir haben Kommunikation gewählt, das ist zwar generisch, entspricht aber am besten unserem Marketing- Ansatz; zudem ist es keine Gruppe und der Zeitpunkt ist dafür noch geeignet
  2. die Vanity- URL entsprechend belegen, das geht ab 25 Fans auf der Facebook-Seite
    Anmerkung: unsere Facebook-Vanity- URL ist entsprechend unserer Expertise: Digitales.Marketing
  3. Die wichtigsten Keywörter kommen in die “Über” Textbox auf der Facebook- Seite links unter dem Profilfoto (Google erfasst diese Begriffe mit höchster Priorität, weil es der höchstplazierte Text ist)
  4. der “Info”-Reiter der Facebook Seite erfüllt den gleichen Zweck, erlaubt aber ausführlichere Informationen (unser Beispiel ist hier)
  5. Statische Reiter (FBML) erlauben komplette eigene Inhalte in der Reiter- Navigation und entsprechen damit eigenen Seiten auf der Website mit den wichtigsten Keywörtern
  6. Beiträge im Newsfeed (Statusupdate) mit direktem Link auf die eigene Seite; Links die mit dem Link- Feld eingefügt werden, verweisen nur innerhalb von Facebook und sind nicht Google- relevant – aber auch das kann manchmal Sinn machen
  7. Viele Inhalte gut verstichworten; Fotos, Videos, Diskussionen, Veranstaltungen etc. und immer mit den wichtigsten Stichwörtern versehen
  8. Andersrum: auch von der “normalen” Website auf Facebook verlinken – siehe rechts oben hier im Blog; Facebook stellt dazu viele verschiedene und anpassbare Widgets zur Verfügung inkl. der Möglichkeit, sich auf einer Seite mit dem Facebook- Account einzuloggen
  9. Machen Sie sich viele Facebook- Freunde und sorgen sie dafür, daß Ihre Seite intern, also innerhalb von Facebook oft verlinkt wird.
  10. Interaktivität erhöhen – denn jeder Kommentar und Verweis erhöht die Sichtbarkeit der eigenen Seite – in Facebook UND in Google

Viele der Tipps lassen sich dem Engagement Marketing zuordnen. Facebook ist somit ein gutes Übungsfeld für das Pull- Marketing, daß Leute anlockt, statt Push, das Leute treibt. Wobei die Kombination von beidem erst den richtigen Mix im neuen Crossmedia Marketing ausmacht.

Marketing Literatur für Studenten

Publiziert: 12. November 2009 in Notizen von KMTO

Heute ein Tip für meine Studenten: der Fabian Liebig hat mich gebeten, auf ein kostenloses Angebot für Studenten aufmerksam zu machen. Nach einem kurzen Test, mache ich das gerne.

Unter: http://bookboon.com/de/studium/marketing/ kann man sich Grundlagenliteratur zum Marketing herunterladen. Das geht einfach und man muss noch nicht mal seine Daten hinterlassen – ist also wirklich umsonst.

Das Angebot umfasst vor allem Basis- Wissen: Markenbewertung, Markencontrolling, Kundenbindung etc.. Damit können auch Experten ihr Wissen wieder auffrischen und haben zugleich ein Blick auf die Rahmenmodelle im Marketing. Anfänger finden eine gute Einführung in die Themen des Marketing. Ich möchte die Adresse auch für die vielen Web- Marketing- Arbeiter empfehlen, denn oft genug fehlt es an Grundlagen- Wissen.

Der Vorteil für mich: ich kann die Bücher auf meinen eBook Reader laden (der von Sony, der kann die meisten Formate) und habe somit immer eine kleine Basis- Bibliothek parat, wenn ich neue Ansätze einordnen möchte. Urteil: schick und gut umgesetzt.

Pishing im Web 2.0 nimmt zu

Publiziert: 14. September 2009 in Notizen von KMTO

Die Beliebtheit des Web 2.0 lässt sich auch an der Anzahl der Attacken ablesen. Diese hat auffallend zugenommen. Dabei sind vor allem die Profilseiten der Nutzer ein beliebtes Angriffsziel. Mit den so erhaltenen LogIn- Daten werden dann kriminelle Aktionen durchgeführt, bis hin zur Erpressung von Lösegeld. Das berichtet der E-Threats-Report von BitDefender. Das geht dann so:

“Ein Beispiel ist der Betrug mit den sogenannten Twitter Porn Names: Der User wird beispielsweise aufgefordert, den Namen seines ersten Haustieres oder den Namen der ersten Straße, in der er gelebt hat, anzugeben. Die Antworten auf diese Fragen werden häufig für Sicherheitsfragen verwendet. Ein Cyberkrimineller, der über diese Antworten und den Benutzernamen einer Person verfügt, kann auf einfache Weise ein Passwort abfragen und so auf das Benutzerkonto des jeweiligen Opfers zugreifen, um darüber Spamnachrichten zu versenden.”

Es werden also Sekundär- Informationen “ge-pisht”, mit denen Profile geknackt werden können. Die Profile dienen dann wie eine normale E-Mailadresse. Mal schauen, wann wir echtes Pishing 2.0 erleben, daß die kommunikative Vernetzung innerhalb des sozialen Graphen nutzt.

Vom Kopf auf die Füße

Publiziert: 29. Juli 2009 in Notizen, Strategie von KMTO

Gleich in zwei Artikeln ist mir das gleiche Phänomen begegenet – und zudem in einer Vorlesung. Im Kommentar der Horizont wird das so ausgedrückt:

“weil die Ordnung “Erst die Zielgruppe, dann der Kunde, dann das Unternehmen, dann Ich.” seit zwanzig Jahren auf dem Kopf steht.” (Kommentar von Senf zu die Eier sagte am 24.07.2009 um 11:44 – Auf dicke Hose machen?)

Bei “Pragmatic Marketing” heisst es dann direkter:

“Stop Perfuming the Pig: Why “real” marketing is done before the product is created”

Was mir also aufgefallen ist: die Kommunikation / Werbung what-so-ever war in den letzten Jahrzehnten so wichtig und bedeutsam, daß sie heute mit Marketing gleichgesetzt wird. Was aber die letzten 15 Jahre passiert ist, ist, daß das Marketing wieder zurück ist. Kommunikation findet offen in allen Wurmlöchern des Marketing- Kosmos statt, ob bei der Produktentwicklung, dem Vertrieb oder sogar der Werbung.

Damit entlasse ich die Marketing Welten in den Sommer- Urlaub. Ihr könnt derweil weiter schreiben – man kann ja überall seine Meinung hinterlassen. Z.B. bei:

- Michelle Obama, das Weisse Haus, die Weblogs und der Boulevard (Leser: 33,756)

- One World – One Profil (Leser: 25,309)

- Wie Unternehmen Twitter nutzen können (Leser: 1,215)

- Die 13 besten Marketing- Kampagnen aller Zeiten (Leser: 989)

- Yes WE can – Wir uns auch (Leser: 5,011)

Offener Brief an Fr. Schnutinger

Publiziert: 21. Juli 2009 in Notizen von KMTO

Das was kritisiert wird, bist nicht du!

Entschuldige, wenn ich Du sage, wir kennen uns nicht persönlich. Aber ich kenne viele, die dich kennen und die sagen, Du bist die Gute. Deine Comics beweisen das mit jedem Federstrich. Und es hat mich schon immer geärgert, wenn ausgerechnet die Guten das Feld als Erste verlassen. Weil ich weiß, daß das Die nicht tun, die es sollten.

Die Vodafone- Kampagne ist schlecht. Aber sie ist vor allem handwerklich schlecht, weil sie etwas versucht, daß nicht gehen kann. Das ist aber nicht die Reaktion im Web. Die Leute benutzen zwar Worte wie Werbung und Marketing, haben aber offensichtlich wenig Erfahrung und Wissen darum.
Das merkt man an der enormen emotionalen Reaktion. Sie fühlen sich persönlich angegriffen. Das liegt einfach daran, daß man sie angesprochen hat, ohne sie ernst zu nehmen, ohne Respekt. Sie fühlen sich verarscht.

Da aber die Verantwortlichen der Kampagne weder im TV Spot auftauchen, noch sonst wenigstens einmal gesagt hätten “Sorry, wir haben Mist gemacht”, suchen sich die Menschen die Opfer, die erreichbar sind. Und Du warst erreichbar. Von daher verstehe ich deine Reaktion.

Sie kritisieren aber nicht Fr. Schnutinger. Sie kritisieren ein Bild aus einem TV Spot. Sie kritisieren auch nicht die Web 2.0 Schnutinger, die für die deutsche Szene sehr wichtig ist, weil sie Seele ins Web bringt. Und vor allem kritisieren sie nicht die echte Fr. Schnutinger. Denn wenn sie die kennen würden, na, Du weisst schon.

Mach es wie Kohl, aussitzen. Eine Pause. Nächste Woche haben die Leute wieder andere Aufreger.

Warum ich aber diesen Beitrag hier schreibe:
Die ganze Vodafone- Kampagne, mit PR und Spot und allem drumherum, hat nur eine einzige gute Szene:

Du mit Kind auf Wiese. Da liegt offensichtlich eine starke Frau. Bezaubernd. Jeder weiß, daß das Mutter-Da-Sein heute kein Zuckerschlecken ist. Aber sie macht das. Sie packt den Tag. Auch weil sie Freunde im Web hat (das Lenovo leuchtet weiss und rein). Sie ist unberührbar in Ihrer Reinheit. Sie ist trotzdem so nah, wie die Mütter, die jeder in seinem Umkreis hat. Das ist ehrlich und das ist schön. Das bist Du.

Die Leute regen sich zu Recht auf. Sie machen das an deiner Adresse. Aber sie machen es nicht bei Dir. Sie nehmen sich das, was am Nächsten ist und meinen die Macher der Kampagne. Das bist nicht du. Du bist die starke Mutter auf der Wiese. Und das MUSST Du auch bleiben.

Mach eine Pause, aber zieh Dich nicht zurück. Bitte.

Achtung: Twitter nicht benutzen!

Publiziert: 26. Juni 2009 in Notizen von KMTO

Manchmal staunt man, wie weit die US- Amerikaner beim Thema Twitter schon sind. Für alle Deutschen, die der Twitteritis ebenso verfallen sind, gilt das folgende natürlich auch. Bitte Twittern! Dieser Blogbeitrag kann Leben retten:

Virtuelle Mahnwache

Publiziert: 18. Juni 2009 in Notizen von KMTO

Die CDU und die SPD beschließen heute im Bundestag den ersten massiven Bruch mit den Prinzipien der Demokratie. Man muss nicht aus der DDR sein, wie ich, um das Problem zu erkennen.

Viele engagierte Demokraten stehen heute vor dem Brandenburger Tor als Mahnwache, um auf diese Entwicklung hinzuweisen. In 2 Tagen werden es noch mehr Menschen in ganz Deutschland sein. Über 130.000 Bürger der Bundesrepublik haben Ihre Unterstützung bei der erfolgreichsten Bürger- Petition aller Zeiten bereits gegeben. Sie werden unterstützt von Stimmen aus der ganzen Welt. CDU und SPD ignorieren aus Wahlkampfinteressen diese Stimmen.

Wer immer noch glaubt, daß Gesetz hätte etwas mit Kinderpornografie zu tun, lese bitte das hier: Dammbruch im Internet von Thomas Knüwer

Ich denke nicht, daß sich Agenturen aktiv politisch engagieren sollten und habe das in meiner langen Zeit auch noch nie erlebt. Manchmal muss man sein Denken aber ändern. Wir haben uns von Experten überzeugen lassen – möge unsere Regierung endlich die gleiche Stärke aufbringen.