Posts Tagged ‘Studie’
Eine qualitative Studie unter 172 Community Nutzern zeigt interessante Zahlen zur Gestaltung und Bewerbung von Communities. Es wurden 14 große Netzwerke und 46 Communities befragt.
Da die Informationen sehr umfangreich sind, lohnt sich ein direkter Besuch der Seite: Online Communities: Was User wirklich wollen.
Gefragt wurde nach Präferenzen der Nutzer oder der Unternehmen, Wirkungszusammenhänge sind also mit Vorsicht zu geniessen (also z.B. die Frage ob Flyer wirken). Dennoch gibt es ein paar Klassiker. So funktioniert Mund-zu-Mund- Empfehlung am besten. Gestützt wird diese von direkten Online- Maßnahmen zum Crowdsourcing (Werbung).
Die wichtigsten Funktionen dienen den Nutzern, um mit bestehenden Freunden in Kontakt zu bleiben (Kostenloser Zugang, Geburstagserinnerung, Suchfunktion etc.). Die typischen Verdächtigen zur Motivation der Nutzer wie Ehre und Selbstdarstellung sind hingegen – zumindest in der direkten Befragung – relativ unwichtig.
Die Nutzer sind in bis zu maximal drei Communities aktiv – dabei bezeichneten sich 87% der Befragten als aktive Nutzer. Interessant ist der hohe Aktivitätsgrad in Facebook, der als Einziger nicht mit der Anzahl der Mitglieder korreliert.

Spannend wäre eine Unterscheidung hinsichtlich der Erfahrung der Nutzer gewesen, da neue Nutzer typischerweise nur einen Teil der Funktionen nutzen und wünschen und erst später nachziehen.
Grundlage ist eine Studie der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg und der Freundliche Netzwerke GmbH.
Spannende Zahlen, die TNS Infratest da präsentiert. Wenn man sich die Treiber des eCommerce in Deutschland anschaut, passt das aber auch gut zu uns:
„Mass Customization“ als neuer Wachstumstreiber
- hohe Preistransparenz
- günstigere Vertriebskosten
- emotionale Ansprache der Kunden
- Treiber der kommenden Jahre sind vor allem Mobile Commerce, sowie
- die interaktive Beteiligung der Verbraucher (Web 2.0)
Die wichtigsten Zahlen:
- der weltweite E-Commerce-Umsatz im Jahr 2008 stieg um 33 Prozent auf 7,4 Billionen Euro gegenüber dem Vorjahr
- allein in Deutschland 637 Milliarden Euro, was einem Marktanteil von 8,6 Prozent weltweit entspricht
- Deutschland in Europa 2008 bezogen auf den E-Commerce-Gesamtumsatz mit Marktanteil von 31 Prozent vor Großbritannien auf Platz 1
- bis Jahr 2010 soll der E-Commerce-Umsatz in Deutschland um weitere gut 30 Prozent auf geschätzte 816 Milliarden Euro steigen
- beim E-Commerce-Pro-Kopf-Umsatz ist Deutschland heute weltweit führend (2008: 913 Euro)
- sogar noch mehr als Bürger in den USA (906 €)
- B-2-C Umsätze Deutschland 2008: 75 Milliarden Euro, weltweiter Marktanteil von knapp 10 Prozent
- bis 2010: nahezu verdoppeln und auf 145 Milliarden Euro steigen
- E-Commerce-Pro-Kopf-Umsatz in Deutschland bis 2012 auf mindestens 1.444 Euro steigen (rund die Hälfte)
- B-2-B 2008 Deutschland: 562 Milliarden Euro (weltweit 7 Billionen Euro)
- weltweiter Marktanteil von Deutschland betrug hier 8,4 Prozent.
>> via Perspektive Mittelstand: Studie: Deutschland überholt beim E-Commerce-Pro-Kopf-Umsatz die USA
Die Studie von ForschungsWerk ergibt Überraschendes – und wieder auch nicht. Das am meisten genutzte Social Network in Deutschland ist Stayfriends mit fast 30% aller Internetnutzer.
“Es folgen Wer-kennt-wen? (20%), Xing (15%), StudiVZ (13%), Facebook (10%), MeinVZ (9%), MySpace (8%) und Lokalisten.de (6%).” (Quelle: fuellhaas.com)

Zahlen zur Nutzung und Bekanntheit von
sozialen Netzwerken in Deutschland
Überraschend ist es, weil StayFriends in den Diskussionen kaum auftaucht, weniger überraschend ist es, weil viele “normale Internetnutzer” meines Bekanntenkreises dieses Netzwerk gerne nutzen und ohne Zögern beret sind, die Premium- Gebühr zu bezahlen.
Der Grund ist meines Erachtens recht einfach, denn der Kontakt zu ehemaligen Mitschülern und die Neugier über deren “Verbleib” und Werdegang ist Antrieb genug. Zumal Stayfriends nur ein kleines Maß an Aktivität verlangt und die Einstigeshürden gering sind. Der virale Faktor, nämlich andere MItschüler auf die Plattform zu holen setzt exakt bei diesem Interesse an.
Aus dieser Sicht unterscheiden sich die Teilnehmerzahlen in den Netzwerken auch anhand des Grades der gewünschten Aktivität Online. Je öfter man reinschauen muss und dabei auch noch handeln, desto weniger Mitglieder hat ein Netzwerk. Xing steht in dieser Reihe wiederum weiter oben, weil das Metathema der Plattform sowieso Teil geschäftlicher Aktvitäten ist. Die Betonung auf Online fällt in der Wahrnehmung nicht annähernd so stark aus, wie z.B. bei Facebook. Dessen Verbreitung hatte im übrigen zu Beginn die gleiche Antriebskraft wie Stayfriends hierzulande. Da hat StudiVZ sozusagen etwas ganz Wesentliches übersehen – nämlich den riesigen Cluster der ehemaligen Studenten und Schüler.
Slogans.de sammelt nicht nur alle möglichen Werbeslogans, sondern veröffentlicht jährlich zusammen mit dem Trendbüro eine Studie zu den Trends in der Werbung – sofern sie aus kurzen Texten bestehen. Dabei werden aus den letzten Jahren die unterschiedlichsten Texte nach Themen und Worthäufigkeiten untersucht, zum Einen über alle Bereiche, zum Anderen nach Branchen.
Für den Zeitraum 2004-2008 waren das 5.196 Werbeslogans aus 35 Branchen, die Eingang in die Studie Werbetrends 2009 fanden. Das Ergebnis gibt vier wichtige inhaltliche Bereiche und Trends wieder:
Werbetrends 2009
Trotz des Studienschwerpunktes “Wirtschaftskrise” handelt es sich bei den Trends eher um mittel- bis langfristige Szenarien. Es dürfte generell gesehen zu den größten Problemen der Werbung gehören, daß die Positionierung der Marken durch immer wieder neue Claims und Slogans ständig gestört wird. Die Kunst ist es, im Raum der Marke zu bleiben und dennoch aktuelle Werte zu kommunizieren.
Ebenfalls interessant ist es, daß die Auswertung der Plattform slogans.de zugleich eine direkte und indirekte Marktforschung darstellt, die von den offenen Informationen des Web 2.0 profitiert. Wer seine Slogans dort nicht einstellt, ist also nicht Teil der Studie.
Die Studie kann bei slogans.de für 150 EUR (PDF) oder 180 EUR (Gedruckte Ausgabe) bestellt werden.
… scheint bei der rasanten Konvergenz der Welten dringend geboten: Internet, Menschen und Objekte werden immer stärker vernetzt. Nicht alles davon ist sinnvoll, aber wer könnte schon sagen, wo genau die Reise hingeht.
“Der elektronische Personalausweis und Funketiketten auf Waren sind schon heute Realität. Intelligente Einkaufswagen, Verkaufsregale und Selbstbedienungskassen stehen vor dem Markteintritt. Im Zusammenspiel mit Robotik, virtueller Realität und zunehmender Individualität ist ein Kühlschrank, der Rezepte für die bald zu verbrauchenden Lebensmittel vorschlägt und per Internetbestellung selbst für Nachschub sorgt, in wenigen Jahren so selbstverständlich wie heute ein Mobiltelefon. Objekte mit eigener Intelligenz vernetzen sich, tauschen Informationen aus und bewegen sich autonom in ihrer Umgebung; so sehen Visionäre das “Internet der Dinge” in Zukunft.”
Eine Studie des VDI-Technologiezentrums soll jetzt eine Übersicht zum Internet der Dinge geben. Download hier.
>> via Mittelstandsblog: Neue Übersichtsstudie stellt Internet der Dinge vor
“Erfolgreiche virale Kampagnen verstehen sowohl die Kultur des Konsumenten als auch die Kultur des Mediums.”

Die Dialog Solution aus Hamburg hat eine Studie vorab veröffentlicht, die sich mit den Mustern der Viralität beschäftigt. Aus den Urzeiten von Youtube, als da noch ca. 100.000 Videos gelagert wurden, hält sich hartnäckig das Gerücht, virale Videos müssten cool sein, witzig oder aggressiv. Aber was ist z.B. “cool”? Das dürfte jede Alters-, Kultur- oder eben soziale Gruppe anders sehen. Heute werden ca. 100 Millionen Videos täglich abgerufen. Um sich in dieser Masse durchzusetzen, helfen Klischées nicht weiter.
Diese wichtige Studie zeigt, daß es um Gefühle geht, die in relativ kurzer Zeit ausgelöst werden. Hier versteht man sofort, warum man die Kultur der Kundengruppen verstehen muss. Witziges ist eben nicht für jeden gleich witzig. Schlimmer noch: Witziges vermindert sogar das Weiterleiten eines Videos, während positive oder negative Betroffenheit, z.B. in Form von Mitgefühl oder Zorn, die Viralität stark erhöht.

Meine Theorie dazu ist einfach: Inhalte, die eine innere Spannung erzeugen (z.B. Humor), die man aber persönlich abbauen kann, werden weniger weitergeleitet, als Inhalte, bei denen man nur mit Freunden und Bekannten die aufgebaute Spannung abbauen kann. Der Spruch “schau mal, was hältst du davon” zeigt das ganz gut. Hier wird eine Antwort erwartet, die hilft, das Gezeigte zu verstehen. Gefühle eben.
Wir sind für eine Kampagne noch etwas tiefer in die Struktur eingestiegen. Anstatt wie sonst in der Branche üblich, drei verschiedene kreative Ansätze zu zeigen, haben wir drei Involvement- Stufen definiert und entsprechende Ansätze entwickelt. Die dazu passende Kreation haben wir nur angedacht, nicht fertig entwickelt. Der Hintergund dazu ist ebenfalls einfach.
Es gibt viele verschiedene Formen von echten Viren. Was sie gemein haben, ist aber nicht die Form des Virus (der Inhalt), sondern die Art der schnellen, massenhaften Teilung auf den Trägerwirten (die Struktur).
Der Erfolg viraler Kampagnen hängt also zunächst nicht so sehr von Ihren Inhalten ab, sondern von der Struktur der Kampagne. In der Sprache klassischer Werbung: die Mediaplanung ist integraler Bestandteil der Kreation. Media- Strategie und Kommunikationsstrategie sind eins, sie können nicht nacheinander erfolgen, sondern müssen gemeinsam umgesetzt werden. So wie in einem echten Virus Form und Inhalt der Viralität eins sind.
Das Optimum erreicht man also, wenn man die Kreation direkt mit den Seedern finalisiert. Dann kann auch die Kreation auf das gewünschte Gefühl hin optimiert werden. Schließlich kennt niemand seine Kultur so genau, wie die “Trägerwirte” der Kultur. Und noch ein anderer Effekt wird in dieser integrierten Strategie sichtbar. Das Erzeugen der Botschaft ist zugleich der Beginn der Kommunikation der Botschaft. In klassischen Kommunikationsansätzen ist das undenkbar. Systemische Kommunikation ist aber im Kern so gedacht. Transparenz und Vertrauen, die wichtigsten Elemente moderner Strategien sind entsprechend “build in”. Das verhindert auch, daß es sich beim viralen Marketing um eine neue, höhere Stufe der Manipulation handelt. Manipulation wird hingegen – entsprechend der eigentlichen Bedeutung des Wortes – wieder zu einem echten “Bewegen”.
Vielleicht kurz dazu das Beispiel Barack Obama. Er hat es geschafft, daß abgelutschte Wort “Change” zu einem bedeutungs- und gefühlvollen Mem zu machen. Das war die Grundlage für die virale Verbreitung in den realen und virtuellen Netzwerken. Obama’s “Change” löst echte Gefühle aus, zudem für jeden Andere.
Die Netzwerke sind nur Träger des Mem. Unsere Parteien versuchen aber scheinbar das Gegenteil. Sie denken, daß Netz ist der Virus. Aber das Netzt ist kalt.

Frauen: 25-54
“Der Trend ist weiblich”, so der Titel eines Fachartikels von Petra Sammer, Ketchum im Branchenmagazin Digest zur Studie „Women 25-54“.
“Petra Sammer: Frauen entscheiden über 80 Prozent aller Haushaltsausgaben. Dies schließt auch größere Investitionen wie Immobilien oder die Wohnungseinrichtung ein, die von Frauen maßgeblich beeinflusst werden.”
Und einmal ehrlich, welcher Mann würde nicht sogar beim Autokauf auf die Meinung der Frauen achten? Frauen sind also wichtig, sie sind aber auch Besonders.
Was die technische Grundlage angeht, so sind Frauen “Multi-Tasking” und sogar “Multi-Minding” fähig, beschäftigen sich also mit vielen Dingen gleichzeitig. Eine Fähigkeit, die bei der Vielzahl der sozialen Netzwerke nicht hinderlich ist. Man möchte fast meinen, Frauen sind für Twitter geboren.
Was die Inhalte der Kommunikation angeht, sind Ihre Anforderungen allerdings noch dichter am Ideal des Marketing 2.0:
“[Thema: Inhalte] Frauen wünschen sich glaubwürdige Botschaften und Botschafter, beziehungsweise Informationsquellen. Der Nutzen eines Produktes oder Themas muss klar herausgestellt werden. … [Thema: Multi-Media] Denn Frauen nutzen mehr Quellen als Männer. Die meistgenutzten Informationsquellen für Frauen sind Medien und Zeitungsberichte (62 %), gefolgt von Freunden und Verwandten (51 %). Mit 23 Prozent folgt an dritter Stelle das Internet, dem wachsende Bedeutung zukommt. … [Thema: Beziehungsmarketing] So bevorzugen Frauen im Vergleich zu Männern eine emotionalere, beziehungsorientierte Ansprache, ausladende Superlative verfehlen dagegen ihre Wirkung.”
Schön, wenn Marketing 2.0 und Zielgruppendefinition so harmonisch zusammenkommen.