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Fallbeispiel: die Social Website

Publiziert: 19. Februar 2010 in Community, Maßnahmen, Strategie, Trends von KMTO

Ziel

Im Rahmen eines Relaunches der Marketingstrategie eines mittelständischen Unternehmens, haben wir die Website komplett auf das Social Web getrimmt.
Das wichtigste Ziel ist ein modernes Image. Es handelt sich um eine der größten Diskotheken Deutschlands, mit ca. 100 festen und freien Mitarbeitern, die aufgrund Ihrer (ungewöhnlich langen) Geschichte auch im Ausland einen hohen Bekanntheitsgrad geniesst.

Da sich die Clublandschaft in den nächsten Jahren stark ändern wird, Clubs wiederum als Vorreiter für kulturelle Entwicklungen gelten dürfen, sollen alle Maßnahmen diese Vorreiterrolle kommunizieren. Der Imagewandel soll dabei behutsam vorgenommen werden, um eine starke authentische Basis für die nächsten Jahre zu geben. Innerhalb der nächsten 3-5 Jahre soll der Club zu einem der bekanntesten Diskotheken Deutschlands werden. Dazu sind fokussierte Maßnahmen in allen Bereichen angedacht.

Ansatz

Neben der Modernisierung der Marke, eines neuartigen Ansatzes für das Corporate Design und einer Straffung des Mediaplanes (die an anderer Stelle nochmal beleuchtet werden), war vor allem das Digitale Marketing ein wichtiger Baustein.
Entsprechend der derzeitigen Verschiebung der Web- Anwendungen in Richtung Social Web, haben wir diesen langfristigen Trend konsequent umgesetzt.

Wichtige Vorraussetzungen für den Ansatz waren:

  • Verschiebung vom Inhalts- zum Kommunikationsweb
  • Verschiebung von Push- zu Pullstrategien
  • Integriertes Marketing, das vom Kunden gedacht wird

Umsetzung

Die Seite erinnert zunächst an die ehemalige Umsetzung von Skittles. Doch dieser erste Eindruck täuscht. Das liegt vor allem an der Produktkategorie. Während Fruchtbonbons zu den schnell-drehenden Konsumgütern gehören (FMCG), die mit aufmerksamkeitsstarken Kampagnen immer wieder Interesse wecken müssen, ist ein Club eine feste Institution. Auch hier machen Kampagnen Sinn, sind aber nur ein Teil der Strategie. Entsprechend ist die Umsetzung auf Langfristigkeit ausgerichtet. Das macht sich vor allem daran bemerkbar, daß wir den Begriff der Community ernst genommen haben.

Dazu haben wir uns nicht nur gefragt, wo die Kunden sind, sondern vor allem warum sie dort sind. Entsprechend hat sich die Marke bereits zu Beginn der Konzeption stark zurück genommen. Einer der Kernbegriffe ist die “Party- Community”, der schön zeigt, daß es diese Community auch ohne das Web gibt. Auf Basis von sozialen und kulturellen Werten wurde die Community näher definiert und “aufgespürt”.

Trotz umfangreicher Analysen bleibt die Umsetzung dynamisch, hat also viele Freiheitsgrade, die erst im Zeitverlauf näher bestimmt werden, um dann wiederum die Art der Maßnahmen festzulegen.


http://matrix-berlin.de

Kern aller Aktivitäten ist nicht die “eigene Seite”, sondern die eigene Community. Das spiegelt auch das digitale Design wieder. Die Marke wurde soweit es irgend geht zurück genommen. Der Gast und seine Aktivitäten stehen absolut im Vordergrund.
Die Sprache der Navigation betont nicht nur das “Us / Wir”, sondern setzt es auch konsequent um. So findet sich unter “Rock.Us” die einzige klassische Web- Publikationsmöglichkeit in Form eines Blogs. Auch hier wurde die Gestaltung massiv reduziert. Zudem dient das Blog einzig zur Publikation von Special Events und damit dem Kampaigning. War früher die Hochglanz- Publikation a’la wir sind toll wichtig, so beweisen heute die vielen Livestreams, Foto’s, Event- Ideen etc., daß es auch so ist. Die Glaubwürdigkeit entsteht nicht visuell, sondern über das tatsächliche Sein, mit allen seinen Schwächen und Stärken. Der Prozeß ist das “ein und alles”. (Anm.: In den klassischen Medien haben wir eine Mischung aus Prozess und klassischer Botschaft konzipiert.)

Als Plattform wurde Facebook gewählt, das für die Zukunft das größte Potential verspricht, sowohl hinsichtlich der Mitgliederstruktur, als auch der Entwicklung der in Facebook nutzbaren Technologien.  Im übrigen wurden auch Medienpartner hinsichtlich Ihrer Aktivitäten auf Facebook gewählt. Die Entwicklung der Mitgliederzahlen innerhalb weniger Wochen übersteigt dabei unsere – real angesetzten – Erwartungen.
Über Facebook lassen sich viele der sonst auf der eigenen Website vermittelten Inhalte publizieren. Das Ziel ist aber nicht, Inhalte zu pushen, sondern Kommunikationszyklen einzurichten, um gemeinsam mit den Gästen am Image zu arbeiten. Die Content- Policy ist entsprechend so offen wie nur möglich eingerichtet. So sind es nicht nur Gäste aus aller Welt, die über Facebook kommunizieren, sondern auch immer mehr Mitarbeiter. Alles freiwillig und ohne Einschränkungen.

Daneben werden weitere Netzwerke und Medien bespielt, die jedoch immer alle zu Facebook führen. Im Wesentlichen, ohne hier zu detailliert zu werden, dienen sie der Anbindung an das Web 1.0, daß vor allem aus Suche, Information und eMail besteht. Alle Wege führen nach Rom und Rom liegt mittlerweile in Facebook.
Es ist vielleicht noch interessant, daß wir alle Kanäle und Plattformen sowohl in der Technologie als auch der Kommunikation miteinander synchronisiert haben.

Fazit

Das Marketing wurde komplett auf Community- Marketing umgestellt. Alle anderen Maßnahmen zahlen behutsam auf die Community ein und erst dann auf die Marke. Die Strategie ist somit dynamisch und Kampagnen sind nur Teil des Ganzen. Maßnahmen entstehen immer mehr aus der Community heraus. Somit wurde ein permanenter Lernprozess eingleitet, in den alle Gäste und Mitarbeiter eingebunden werden. Mit den Ergebnissen sind wir bisher sehr zufrieden.

Feel.US – Rock.US – See.US – Hear.US – Chat with us!

Erfolgsfaktoren beim Community Aufbau

Publiziert: 3. Dezember 2009 in Community von KMTO

Es muss nicht immer die eigene Community sein, aber wenn, dann helfen diese vier Punkte aus dem gestrigen Social Web Breakfast:

  1. Erfolgsfaktor 1: klar definierte Zielgruppe und klares Konzept – keine Comm für jeden oder alles (Link)
  2. Erfolgsfaktor 2: Integration der Commuity-Aktivitäten in alle Komm.Massnahmen – vielzu oft vernachlässigt (Link)
  3. Erfolgsfaktor 3: Zum Start inhaltlich relevanter Content vorhanden – also Content zunächst selbst aufbauen, nicht UCG ab Start erwarten (Link)
  4. Erfolgsfaktor 4: exklusive Inalte und Relevanz des Contents dauerhaft absichern – Qualitätssicherung von UGC ist Pflicht (Link)

Das gleiche gilt für Facebook Pages, StudiVZ Gruppen oder MySpace etc.. Bei den Zielgruppen sollte man sich über deren Interessen klar sein und wieviel davon man selbst glaubwürdig abdecken kann.
Wenn schon Community, dann richtig – und damit auch in allen anderen eigenen Medien- Kanälen. Wo es passt, kann der Link in die Community den Link auf die eigene Website ersetzen.
Vor dem Nehmen kommt das Geben – welche Mehrwerte habe ich? Wie kann ich diese einbinden?
Eine Community, das sind die engsten Kunden oder Kommunikatoren. Wie in der klassischen PR sollten diese auch so behandelt werden.

The Art of Communication 2.0

Publiziert: 29. September 2009 in Community von KMTO

Im Original heisst das “The Art of Listening, Learning and Sharing” – aber wie die Konstruktivisten in Ihrer Kommunikations- Theorie schon vor Jahrzehten sagten: Kommunikation ist Verhalten und Existenz, nicht nur Sprache. Das Web 2.0 macht das überdeutlich.

Brian Solis und JESS3 haben ein Social Media Prism erstellt, das wiederum die Vielfalt der Möglichkeiten im Web 2.0 überdeutlich macht. Es ist aus dem ursprünglichen – und wesentlich kleinerem – Social Media Starfish entstanden. Das Prisma liegt nun in einer deutschen Form vor, daß Ethority dankenswerterweise erstellt hat:

Die ganze Welt der Social Media Dienste

In den Kategorien finden sich alle denkbaren Vorlagen für Social Apps: Reviews wie Qype, Dokumenten- Plattformen wie Slideshare oder Meta- Netzwerke (Curated Networks) wie Ning und Mixxt. Twitter erhält sogar einen eigenen Fächer mit seinem “Ecosystem”.

Neben der amerikanischen und deutschen Version, wurde das Prism bereits für viele Länder und Kulturen übertragen und an die nationalen Dienste angepasst. So entsteht eine internationale Landkarte sozialer Dienste.

Community & Marketing 2.0 Summit 2009 in Hamburg

Publiziert: 17. September 2009 in Community, Veranstaltungen von KMTO

Für den Summit (definiert in etwa als ein Kongress von Vordenkern), wurden die Themen Community Management und Marketing 2.0 zusammengelegt. Beides durchzieht das Thema Engagement [engl.], ein Begriff der am besten mit Bindung und Dialog übersetzt wird. (Achtung: das deutsche “Engagement” heisst auf englisch “commitment”.)

Damit können die beiden Slots der Konferenz eingeteilt werden in a) eigene Communities aufbauen und organisieren und b) Markenführung in eigenen & fremden Communities. Communities sind im wesentlichen Marktplätze, nur nicht lokal, sondern thematisch oder sozial lokalisiert.

Die Beiträge des ersten Tages waren allesamt hochkarätig, wie es sich für einen Summit gehört. Die Athmosphäre war professionell / humorvoll.

Der Höhepunkt war der Vortrag der Fidor AG mit Ihrem Community Banking Projekt: Banking mit Freunden. Ich sehe nichts, was nicht sehr gut umgesetzt wurde. Meiner Meinung nach kann man der “Bank neuen Typus” jetzt beim Wachsen zusehen. Im Sinne einer “Disruptive Technology” wurde das Banking im gemäß moderner Paradigmen neu erfunden. Weiterhin ist die Fidor AG mit 10 MItarbeitern im Bereich Bank auch ein Beispiel für den perfekten Einsatz von Webtechnologien im Mittelstand, weil Produkt, Vertrieb und Kommunikation im Marketing integriert umgesetzt und an die Technologien angepasst wurden.

Spannend auch Sony Music:

- Aufbau eigener Künstler- Communities, weil z.B. MySpace zu wenig Funktionen hat
- Enormer Feedback nach Einführung, weit mehr als erwartet
- Nutzer werden auf Fanmissionen geschickt, z.B. Flyer verteilen, bewerben sich dafür
- Inhalte, die nicht “political correct” sind (z.B. Avril Lavigne fällt besoffen aus einem Londoner Club), werden von den Nutzer eingestellt und sind damit nicht automatisch von der Plattenfirma authorisiert
- Extras für Community- Mitglieder (Mehrwerte): Reise zum Soundcheck bei DSDS oder Premium Content, je nach Musiker- Typ, um die Nähe zu gewährleisten
- reale und auch durchaus unerwartete Marktforschungsergebnisse, z.B. das Avril Lavigne Fans viel Bushido hören
- 6 Mill. Page Impressions auf der Fanseite EINES Künstlers; Spitzenplätze bei Google für die Inhalte
- Angabe der PLZ ist freiwillig – wird aber trotzdem gegeben, um auf der Google Map zu erscheinen
- Unterschied zu Facebook: viel mehr Nähe zum Künstler = Premium- Content –> Aussage Sony: alle Communities werden einen Facebook- Login anbieten, das bedeutet für die Entwicklung der Communities: Facebook = Social Graph, drumherum kulturelle geprägte Communities
- Funktion zur Selbstregelung der Inhalte (soz. Technologie): z.B. wenn mehrere Nutzer einen Beitrag melden, wird er gesperrt

Stabilo:

- Ansatz: passendes Thema finden: Cartoon- Community = Toonity
- Comic- Generator, prof. Zeichnerinnen, Zeichenkurse als individuelles Training für MItglieder etc.
- Aussage: Mehrwert statt Werbung”
- Crowdsourcing über zielgruppen-affine Plattformen wie Habbo oder Aktion mit Bravo
- Nutzen für das Unternehmen: Wissen, Markenbotschafter, langfristige Konsumentenbeziehung (nicht meßbar), geringere Fluktuation zum Wettbewerb
- Next: Customer Based Innovation
- 10.400 MItglieder

Fressnapf:

- über 200.000 MItglieder
- Glücksgriff: mehrere tausend Beiträge nach einem Monat, überrollt worden
- Internet in Unternehmen immer noch “unterbelichtet”
_ Fressnapf von 30 auf 330 Mitarbeiter (nur in der Zentrale) gewachsen
- Aussage: heute ging das nicht mehr [Anm.: ein Projekt in dieser Art so einzuführen], damals war das Unternehmen mehr Unternehmer- getrieben
- Aussage: Community Marketing immer unvorhersehbar – aber nie negativ
- wurde bisher eher nicht als Marketing- Community genutzt, würden die Leute auch nicht akzeptieren. Das es Fressnapf ist, wissen die Leute sowieso, erwarten aber fairen Umgang, Shop ab Oktober
- super Erfolg mit eigener Währung “Tatzen” – Problem: musste zum Frust der User entwertet werden (Tatzen können auch gespendet werden oder für als Währung für den “Gimmick- Shop”)
- Probleme (unzufriedene Kunden) landen umgehend im Forum; das muss gewollt und organisiert werden; in 8 Jahren nur drei kritische Fälle
- 10% sehr aktiv, davon 10% “die den ganzen Tag drin sind”
- umgehendes Feedback bei Problemen, bis zu 10.000 Antworten innerhalb von Stunden
- “Learning by Doing” + “Trial & Error”

Engagement Advertising

Da ich das Panel geleitet habe, konnte ich mich nur tlw. auf die Inhalte konzentrieren. So viel jedoch:
Die wichtigste Erkenntnis in diesem Bereich: im Gegensatz zur klassischen Werbung, haben wir es hier mit Kunden zu tun, welche die Kampagne aktiv wollen – anstatt sie auszublenden.  Das kann man wohl einen Paradigmenwechsel nennen, der insbesondere in der Kreation zu berücksichtigen ist.
Die wichtigste Eigenschaft, die von Agenturen gefordert wird: Geschichten erzählen können, so der GF von StudiVZ. Zudem reicht nicht die Marke selbst, sondern es muß ein sehr konkretes Thema für die Seiten und Werbemittel gefunden werden, so der GF von MySpace.
Wenn man die passende Community zur Marke findet – und das hat wiederum viel mit dem Thema zu tun – ist der Erfolg überwältigend, so die GF einer Nestle- Marke über Ihr Engagement in einer Community. Zudem lassen sich die Erfahrungen sehr gut in PR und klass. Werbung nutzen.

Warum Teens nicht Twittern?

Publiziert: 31. August 2009 in Zahlen von KMTO

Es ist bekannt, daß der Altersdurchschnitt bei Facebook höher ist, als z.B. bei Twitter. Warum aber Teens im Alter zwischen 12 – 17 Jahren nicht twittern unterliegt vor allem allgemeiner Spekulation.

Diese wollen wir nicht anheizen, denn die wahren Gründe sind so einfach, wie sie auch für andere Altersgruppen gültig sind: was auf anderen Plattformen erledigt werden kann, wird auch dort gemacht.

Bei den Teens sind das vor allem MySpace und Facebook, denn dort können sie:

  • den Status aktualisieren (Update My Status)
  • mit Ihren liebsten Bands kommunizieren (Keep Up With My Favorite Musicians, Bands, or Celebrities)
  • auf dem Laufenden bleiben (Stay Current with What’s Going On in the World)
  • mit den Freunden in Kontakt bleiben (Keep Up with Friends I Know)

Abgesehen davon, daß diese Gruppe sich nicht sonderlich für klassische Nachrichten interessiert, gelten die Gründe für die Twitter- Abstinenz also auch für alle anderen Nutzergruppen: es gibt für diese keinen speziellen Grund für Twitter, da andere Plattformen bereits ausreichenden Nutzen zur Verfügung stellen.

In diesem Zusammenhang sind die Zahlen von ComScore interessant, die den prozentualen Anteil der verschiedenen Altersgruppen in wichtigen Networks zeigt (bitte klicken):

via: Why Don’t Teens Tweet? We Asked Over 10,000 of Them.

Die Architektur des sozialen Netzes

Publiziert: 5. Juni 2009 in Notizen, Strategie, Workshops von KMTO

Facebook hat seit der Gründung 2004 einige wesentliche Veränderungen durchlaufen. Der Gründer Mark Zuckerberg beschreibt nun die Zukunft der Plattform.

Die Basis und Architektur von Facebook beruht auf dem Social Graph, das persönliche Netzwerk jedes Nutzers. Dabei verwenden die Menschen auf Facebook reale Daten mit realen Kontakten in realen Vorgängen.

Auf dieser Grundlage können von jedem Anwendungen entwickelt werden. Facebook hat also einen Zugang zu Ihren unvorstellbaren Mengen an Daten geöffnet. Viele dieser Anwendungen nutzen die Daten, um Kommunikation in etlichen Varianten anzubieten. Der Grund z.B., warum Menschen lieber die Facebook- Inbox benutzen, als E-Mail, ist schlicht, daß sie direkt an eine echte Identität schreiben, nicht an eine Adresse.
Gleichzeitig werden die Inhalte immer kleinteiliger. Das gilt für Texte, aber auch für Fotos und Videos.

“few people wrote books, more people write blogs, even more people write status updates (wenige schreiben Bücher, aber viel mehr schreiben Weblogs und noch mehr Status- Updates)”

Die nächste Evolutionsstufe von Facebook wird durch Facebook Connect vorangetrieben. Die Idee des Social Graph ist auch hier führend, denn “Connect” meint zuerst Freunde, dann Anwendungen, die von Facebook aus in die weite Welt des Internet getragen werden. Im übrigen sorgt der Social Graph auch dafür, daß Facebook – bei allen Problemen mit dem Datenschutz – sicherer ist, als andere Computerplattformen, denn die soziale Kontrolle von Profilen verhindert falsche Accounts. Wie bei auch bei Google, haben Klischèe und Wirklichkeit beim Thema Datensicherheit wenig gemein.

Ein Ergebnis der Plattform [für Anwendungen] war, daß viele Anwendungen entstanden sind, die nicht von den Inhabern des Unternehmens bedacht wurden. Ganz vorne: Spiele aller Art. Das war bei Apple und dem iPhone [als Plattform] ähnlich.
Dabei dient Facebook als praktischer Ausbildungsplatz für junge Programmierer – nicht als Praktikanten, sondern als selbstständige Entwickler, die dabei das Entwickeln lernen.

Da die Technologie vor allem reales, menschliches, soziales Verhalten abbildet, zeigt sie einen überaus beeindruckenden Aspekt: das Verhalten der Nutzer ist auf der ganzen Welt viel ähnlicher, als das es sich unterscheidet.

“I think you’d be surprised if you saw all the data how uniform it is. … I think that one of the most important trends over the next 10 or 20 years is how the world opens up.”

Anmerkung: Facebook ist also ein People- Internet. Im Gegensatz zu Google werden nicht die Inhalte des Web an einen Ort geholt, sondern ausgehend von einzelnen Profilen und Ihrem sozialen Netzwerk streuen sie weiter nach draussen. Für diese Ausdehnung sind vor allem die offene Entwicklungsplattform für Anwendungen und Facebook Connect verantwortlich. Dennoch bleibt Facebook eine geschlossene Plattform, die einem Unternehmen gehört, während Google auf das offene Internet setzt.

>> übersetzt & zusammengefasst aus InsideFacebok: Exclusive: Discussing the Future of Facebook with CEO Mark Zuckerberg

Online Monitoring

Publiziert: 18. Mai 2009 in Maßnahmen von KMTO

Vor allem, aber nicht nur, zur Messung der Reputation einer Marke sind folgende Internetdienste geeignet:

1. Neue Suchergebnisse: Google Alerts
2. Neue Beiträge in Blogs – Technorati / Google Blogsuche (als RSS)
3. Neue Kommentare in Blogs – Backtype
4. Neue Kommentare im Social Web – Yacktrack
5. Internet- Foren – Boardtracker
6. Echtzeit I: Twitter-search
7. Echtzeit II: FriendFeed / Alerts
8. Social Search – socialmention
9. Interactive Search – Filtrbox (Relevanz im Kontext, Popularität und Feedback)
10. Das eigene Netzwerk – Finden ohne zu suchen

>> via Mashable: Top 10 Free Tools for Monitoring Your Brand’s Reputation