Posts Tagged ‘Kommunikation’

Wo steht das Digitale Marketing?

Publiziert: 2. Dezember 2009 in Zahlen von KMTO

Lange hat es gedauert, aber in den letzten zehn Jahren haben sich die wichtigsten Maßnahmen im digitalen Marketing in den Unternehmen scheinbar durchgesetzt. Das geht aus Zahlen hervor, die Renate Ecke in Ihrem Blog publiziert:

  • 2009 ist das Email-Marketing mit mehr als 30 Prozent weiterhin führend.
  • Die Bereiche “Display” und “Search“ liegen insgesamt bei fast 25 Prozent.
  • 70% der befragten Werbetreibenden in Europa ihre Online-Werbung erhöhen.
  • über 60 Prozent sind der Ansicht, dass sie ihre Zielgruppen online besser erreichen,
  • mehr als 40 Prozent setzen auf Online- statt auf Offline-Media (Europa)
  • höhere Reichweite, Schnelligkeit und Flexibilität beim Branding

Das Bild bestätigt die Zahlen z.B. aus UK, wo Digital bereits Leitmedium im Marketing ist. Wurden “eMail” und “Search” lange Zeit vernachlässigt, gehören Sie nun zu den grundlegenden Säulen im digitalen und damit im Marketing überhaupt.

Ebenso wenig erstaunt, daß Social Media, virales Marketing, Word-of-Mouth und Internetvideo zu den Wachstumsbereichen gehören. (Wo ist hier eigentlich “Mobile“?) Es darf allerdings nicht vergessen werden, daß nur eine solide “Klassik” die Grundlage für digitales Marketing legt.

>> via Eck-Marketing: Wo Digitales Marketing heute steht

Radikaler Wandel im Marketing

Publiziert: 17. November 2009 in Strategie von KMTO

Für mich klingt das revolutionär: zum ersten Mal spricht sich ein klassischer Werber umfassend für das Internet als Marketing- und Kommunikationskanal aus.

Frank-Michael Schmidt, CEO der Scholz & Friends Group, sagt im Interview mit der Absatzwirtschaft:

  • “Individualität und Interaktivität bestimmen die neue Ära in den Beziehungen zwischen Marken und Menschen.
  • Brückenschlag von der Kommunikation zur Transaktion … Auch hier steht natürlich das Internet an vorderster Stelle,
  • TV hat als Königsdisziplin abgedankt. Wir bewegen uns von einer Medien- Monarchie zu einer Oligarchie relevanter Kanäle.”

Um nur drei knackige Zitate zu nennen. Dabei wird immer noch auf “die eine Botschaft” gesetzt, was die Frage offen lässt, ob die Klassik mit dem “Orchester” umgehen kann. Längst nicht alle “Instrumente” lassen sich einfach bespielen, sondern mischen sich aktiv in das Geschehen ein.

Aber wie auch immer, nach relativ wenigen Jahren, darf das Internet wohl nun endgültig als Leitmedium im Marketing bezeichnet werden.

Und noch ein Zitat aus diesem denkwürdigen, fast verstecktem Artikel: “Die Kreativität der Zukunft wird in einem hohen Maß eine Kreativität der Kanäle sein.” Das ist das Meta- Knowhow, das Agenturen heute besitzen müssen, gleich ob sie für große oder kleine Kunden arbeiten.

>> via Absatzwirtschaft: „Große Wende im Marketing“

Agenturen im 21. Jahrhundert

Publiziert: 13. November 2009 in Beratung, Strategie von KMTO

Ich bin der festen Überzeugung, daß Kommunikations- Agenturen, egal ob Werbung, PR, Event, Direkt oder Digital, im 21. Jahrhundert komplett anders sein müssen, als in den letzten hundert Jahren. Im Kern denkt die Branche genauso, aber es passiert sehr wenig. Der Grund ist einfach: wenn die Arbeit sich ändern soll, muss sich zuerst das zugrundeliegende Modell von Kommunikation ändern.

In meinem Vortrag zum Deutschen Tourismustag 2009, dem Jahresevent hunderter, im Deutschen Tourismusverband organisierter regionaler Tourismusanbieter, habe ich dieses Thema aufgegriffen (auch wenn es explizit um Möglichkeiten für die Unternehmen ging).

Dazu habe ich in der Folge auch zwei thematische Twits geschrieben:

In beiden stecken wichtige Kernsätze zum Thema: das neue Kommunikationsmodell muss ein systemisches sein. Der Grund:

  • Komplexität denken können,
  • soziale Bindungen einbeziehen,
  • dynamische Entwicklungen berücksichtigen,
  • Multi- Medial (also in vielen Kanälen) denken,
  • sinnvolle Prioritäten festlegen,
  • Synergien nutzen.

Das geht mit der klassischen “Sender- Empfänger- Denke” nicht – und die steckt tief in den Köpfen. Dabei fällt den Meisten etwas sehr einfaches, sehr schwer: Kunden nutzen klassische Medien passiv und digitale Medien aktiv. Schon das alleine braucht unbedingt ein anderes Herangehen.

Ein Beispiel: klassische Werbung geht davon aus, das Kunden versuchen diese auszublenden. Wenn Kunden nun Informationen aktiv beziehen wollen – und andere Informationen werden in den Netzen gar nicht erst geklickt – fühlen sie sich wie “mit dem Hammer gebürstet”.

Das heisst weiss Gott nicht, daß klassische Kommunikation tot ist – im Gegenteil. Man muss nur ein Modell haben, daß beide Bereiche wirklich integriert denken kann (genau was mir mit KMTO machen). So sieht es in der Präsentation für die Tourismus- Branche aus:

Vortrag: Regionen sind im Kopf erst schön.

Über die künftige Roller moderner Technologien. (mit Prezi erstellt)

PS: Das Eingangsbild ist ein neuronales Netz einer Information – eine mentale Region sozusagen.

Klassisches Kommunikations Wissen – der Slogan

Publiziert: 1. Oktober 2009 in Strategie von KMTO

Alexander Hahn, Gründer und Geschäftsführer von Slogans.de, stellt in einem längeren Interview zum Thema Slogans im Dialogmarketing die folgenden 5 Eigenschaften eines guten Slogans auf:

  • Einfach – so kurz wie möglich, klar, allgemeiner Sprachgebrauch
  • Unerwartet – mit Ecken und Kanten, Sprachwitz oder inhaltlich neu bzw. provokant
  • Konkret – direkter Bezug zur Marke, eindeutiges Angebot an die Zielgruppe, Alleinstellung
  • Glaubwürdig – Aussage und Tonalität entsprechen gleichermaßen Marke und Zielgruppe
  • Menschlich – wirkt wie ein Satz aus dem Volk, alltagstauglich, augenzwinkernd, verständnisvoll

Oder in einem Satz: ein guter Slogan spricht aus sich heraus und stellt dabei gleichzeitig den Kern der Marke bildlich dar.

via: “… am längsten im Kopf des Verbrauchers …” auf Direkt+

The Art of Communication 2.0

Publiziert: 29. September 2009 in Community von KMTO

Im Original heisst das “The Art of Listening, Learning and Sharing” – aber wie die Konstruktivisten in Ihrer Kommunikations- Theorie schon vor Jahrzehten sagten: Kommunikation ist Verhalten und Existenz, nicht nur Sprache. Das Web 2.0 macht das überdeutlich.

Brian Solis und JESS3 haben ein Social Media Prism erstellt, das wiederum die Vielfalt der Möglichkeiten im Web 2.0 überdeutlich macht. Es ist aus dem ursprünglichen – und wesentlich kleinerem – Social Media Starfish entstanden. Das Prisma liegt nun in einer deutschen Form vor, daß Ethority dankenswerterweise erstellt hat:

Die ganze Welt der Social Media Dienste

In den Kategorien finden sich alle denkbaren Vorlagen für Social Apps: Reviews wie Qype, Dokumenten- Plattformen wie Slideshare oder Meta- Netzwerke (Curated Networks) wie Ning und Mixxt. Twitter erhält sogar einen eigenen Fächer mit seinem “Ecosystem”.

Neben der amerikanischen und deutschen Version, wurde das Prism bereits für viele Länder und Kulturen übertragen und an die nationalen Dienste angepasst. So entsteht eine internationale Landkarte sozialer Dienste.

Management by Blogging

Publiziert: 3. September 2009 in Community, Maßnahmen von KMTO

Harvard bringt ein spannendes Beispiel, in dem ein Blog für das Management einer Organisation (RISD) genutzt wurde. Die Wirkung des Web 2.0 für organisatorische Prozesse ist meines Erachtens nachhaltiger, als für klassische Marketingmaßnahmen – weshalb ich das Beispiel für wichtig halte. (So könnte man auch ein Marketing- Blog für das Management der Kundenbeziehungen nutzen.)

Die wichtigsten Ergebnisse:

1) Ein Blog hat eine eigene Bedeutung innerhalb der sozialen Kommunikation einer Organisation.
2) Informelle Kommunikation findet Ihren Weg an die interne Öffentlichkeit. Management- Entscheidungen können sofort überprüft werden: wurden sie verstanden? Was ist noch unklar? Das Blog wird zum Feedback- Kanal der Organisation! Dabei ist das Verhalten nicht anders als im realen Leben, auch wenn das Blog nicht moderiert ist.
3) Persönliche, aber auch organisatorische Beziehungen erhalten eine neue, offene Dimension und werden reichhaltiger.
4) Kommunikationshierarchien lösen sich auf, nicht aber Entscheidungswege – worauf explizit hingewiesen werden sollte. Mitin bekommen MItarbeiter, die sich stark engagieren, aber sonst nicht gehört werden, einen Anteil an der macht.

Zudem wurden sehr einfache und vertsändliche Regeln für den Umgang miteinander aufgestellt, von denen andere Communities lernen können:

Die Mutter-Regel: Mach nichts, was deine Mutter vor Scham erröten lassen würde.
(Mom’s Guideline: Please refrain from swearing and other behavior that might make your mother (or father, or guardian) disappointed in you.)

Die Party-Regel: Was hier geschieht, bleibt auch hier.
(Vegas Guideline: What happens in two.risd, stays in two.risd.)

Die Aufmerksamkeits-Regel: Beginne immer am Anfang des Beitrags.
(Catchup Guideline: Start from the very beginning of the posts/comments to best acclimate yourself before posting.)

Die Anwalts-Regel: Alles muss mit den Gesetzen konform gehen.
(Lawyer’s Guideline: Everything posted on two.risd needs to comply with the law.)

via: Blogging as Management, not Marketing

Vom Kopf auf die Füße

Publiziert: 29. Juli 2009 in Notizen, Strategie von KMTO

Gleich in zwei Artikeln ist mir das gleiche Phänomen begegenet – und zudem in einer Vorlesung. Im Kommentar der Horizont wird das so ausgedrückt:

“weil die Ordnung “Erst die Zielgruppe, dann der Kunde, dann das Unternehmen, dann Ich.” seit zwanzig Jahren auf dem Kopf steht.” (Kommentar von Senf zu die Eier sagte am 24.07.2009 um 11:44 – Auf dicke Hose machen?)

Bei “Pragmatic Marketing” heisst es dann direkter:

“Stop Perfuming the Pig: Why “real” marketing is done before the product is created”

Was mir also aufgefallen ist: die Kommunikation / Werbung what-so-ever war in den letzten Jahrzehnten so wichtig und bedeutsam, daß sie heute mit Marketing gleichgesetzt wird. Was aber die letzten 15 Jahre passiert ist, ist, daß das Marketing wieder zurück ist. Kommunikation findet offen in allen Wurmlöchern des Marketing- Kosmos statt, ob bei der Produktentwicklung, dem Vertrieb oder sogar der Werbung.

Damit entlasse ich die Marketing Welten in den Sommer- Urlaub. Ihr könnt derweil weiter schreiben – man kann ja überall seine Meinung hinterlassen. Z.B. bei:

- Michelle Obama, das Weisse Haus, die Weblogs und der Boulevard (Leser: 33,756)

- One World – One Profil (Leser: 25,309)

- Wie Unternehmen Twitter nutzen können (Leser: 1,215)

- Die 13 besten Marketing- Kampagnen aller Zeiten (Leser: 989)

- Yes WE can – Wir uns auch (Leser: 5,011)