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Man kann es ganz kurz machen – alles, was in den nächsten Jahren wichtig wird, hat Google in seine neue Suche und seine neue Funktionen eingebaut:
- Mobile Web
- Ambient Internet
- Echtzeit Internet
Die Funktionen dahinter sind:
- Mobile: Search by location – Wo ich bin, da findet Google die Ergebnisse. Ich suche Wein und bekomme einen Weinladen in der Nähe angezeigt.
- Ambient: Google Goggles - search by sight – Foto hochladen und Google sagt, wie die Sehenswürdigkeit oder die Weinflasche heisst (noch nicht auf dem iPhone).
- Echtzeit: Echtzeitsuche / Integration von Twitter, Friendfeed etc auf google.com (Ausprobieren: auf www.google.com und dann: “latest”).
Wer also noch überlegt hat, wo er sein Geld im Digitalen Marketing investieren sollte, kann in diesen drei Feldern nicht falsch liegen.
Zudem ist das Geschäftsmodell von Twitter klarer – nicht zufällig wurde vor ein paar Monaten die Suche stark eingeschränkt, um sie jetzt via Google etc. refinanzieren zu lassen. Informationen sind eben Geld wert. Auch die von Anderen.
Die Folgen für das Marketing? Die Grundlagen im Griff haben, um sich Konzentriert auf das Marketing in der Echtzeit- Welt einzustellen. Klaus beschreibt derweil im PR- Blogger die Folgen der neuen Google Suche für die Public Relations.
Apropo: Echtzeit- Informationen zu Google gibt es z.B. bei seinem Pressesprecher Deutschland, Stefan Keuchel auf Twitter.
Wie kann man im Internet Geld verdienen? Das Thema bewegt vor allem die Anbieter von Inhalten, denn viele andere können Geld verdienen – nur eben diese nicht.
“Wenn Inhalte jedoch Mehrwert bieten, exklusiv und einfach in der Abrechnung sind, werden die Menschen auch bereit sein, für diese Premiuminhalte Geld zu investieren”, ist Fuhrmann überzeugt.
Nach vielen Jahren kommt nun Schwung in die Diskussion, denn Google höchstpersönlich möchte den Verlagen mit einem “Paid Content” System entgegenkommen. Auf diese Weise wollen diese an den Einnahmen von Google partizipieren. Eigentlich an den Werbeeinnahmen. Aber die möchte Google nicht rausrücken.
Damit lässt die Idee des Paid Content eine Reihe interessanter Annahmen zu. 1) Google installiert ein System, von dem man in den letzten Jahren weiß, daß es nicht funktioniert. Nutzer sind nicht bereit, für Inhalte zu bezahlen. Auf diese Art kann man die Verlage ruhig stellen und seine Einnahmen behalten. 2) Falls es doch funktionieren sollt – z.B. weil sehr viele Inhalte- Anbieter gleichzeitig beginnen, daß System zu benutzen, kann Google einen Dienst wieder beleben, der gegen PayPal längst verloren hatte.
Beides sieht danach aus, als würde man den “Gegner” mit seinen eigenen, unwissenden Waffen schlagen.
Falls aber die Verlage doch endlich von anderen lernen, anstatt Ihre eigenen seltsamen Vorstellungen der Welt über das Internet “zu stülpen”, kann das Ganze vielleicht doch noch etwas werden. Immerhin vergleicht Hr. Fuhrmann, seines Zeichens Sprecher des Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger, im obigen Zitat Inhalte mit iPhone- Anwendungen (Apps), exakter deren Erfolgsfaktoren für das Geld verdienen.
Genau da werde ich aber vorsichtig. Wenn schon die Zeit der Apps gekommen ist, warum sollte die Zeit des Content noch einmal neu beginnen?
via Absatzwirtschaft: Google will Zeitungen mit Bezahlsystem entgegenkommen
Es gab ja einige Aufregung, daß Google ein Betriebssystem (OS) veröffentlichen wird. Techcrunch war die Meldung ein “Breaking” wert, kein Wunder, denn das Thema kommt seit ewigen Zeiten immer wieder hoch und nun wird es wohl Wirklichkeit.
Dazu zwei Dinge. 1) Google ist ein Betriebssystem.
Wenn man das Thema Informationsverarbeitung auch nur ein wenig ernst nimmt, weiß man, daß Maschinen noch lange nicht die Intelligenz dazu besitzen. Sie verarbeiten Daten. Menschen verarbeiten Informationen. Das zeigt im übrigen das “Data-Web 2.0″ ganz gut.
Wenn nun also Menschen Informationen verarbeiten, dann liefert Google jede Menge Basissoftware um genau das zu tun. Es führt zu weit, klingt aber erklärend: Wir sind die Maschinen, Google ist das Betriebssystem unserer täglichen Informationsverarbeitung.
Genau, eigentlich ist es das Web, aber für den großen Teil, den Google darin abbildet, stimmt das Bild.
2) Höchste Zeit
Das OS wird auf Android beruhen und Chrome OS heissen – mit anderen Worten wird der Browser als wichtigste Software des Alltags durch den Trend zu Web- Anwendungen (Applications) weiter aufgewertet und muss zwangsläufig mehr Komplexität der Datenverarbeitung abfedern.
Wie sagte Sun vor 15 Jahren: das Web ist der Computer – also sind die Basis- Technologien des Internet das Betriebssystem. Es macht doch keinen Sinn mehr im Vokabular des PC oder Mainframe zu reden. Computing hat längst eine neue Stufe erreicht.
In diesem Sinne wird das Chrome OS gar kein Betriebssystem, sondern dessen elegante Oberfläche. Was soll ich sagen – wenn das sonst keiner macht? Schließlich wissen das alle IT Konzerne schon eine Weile. Zeit wirds.
>> Cartoon via Mashable
Das Online Marketing Blog veröffentlicht eine Reihe von SEO- Tipps (Suchmaschienenoptimierung) für PR- Agenturen. Dabei stieß ich auf die bisher selten genutzte Idee, auch Google Adwords Kampagnen für Public Relation einzusetzen. Der folgende Fall illustriert das sehr gut:
Google Adwords für PR- Agenturen
Der Suchbegriff “PayPal Sucks” belegt die erste Google- Seite mit Informationen, die der Reputation von PayPal abträglich sind. Da PayPal keine eigene Website mit Gegendarstellungen für die organische Suche eingerichtet hat und deswegen dort nicht erscheint, ist es der schnellste und einfachste Weg Adwords zu schalten.
Untersuchungen zeigen ja immer wieder, daß Nutzer vor allem die ersten drei Suchergebnisse und Anzeigen sehen. In dieses Blickfeld könnten nun z.B. Gegendarstellungen in der Anzeige verlinkt werden.
Wer schnell reagieren muss, kann die Adwords also auch für PR einsetzen. Dafür gibt es noch andere Beispiele, aber das “Issues Management”, also die Bewältigung kommunikativer Krisen gehört sicherlich zu den Überzeugensten. Das ist also auch ein gutes Beispiel, das zeigt, wie die Kommunikationsdisziplinen (in diesem Fall Werbung, Online und PR) zusammenwachsen – sollten.
Die Empfehlung: eine Blogplattform installieren, in der schnell unterschiedliche Weblogs zum Themen- Management geschaltet werden können. Diese können komplett im Design der üblichen Website gehalten sein, sollten aber alle SEO- Werkzeuge vorinstalliert haben. Im Krisenfall umgehend Adwords schalten und die Weblogbeiträge zusätzlich in allen gängigen Web 2.0 Anwendungen wie Mister Wong, Twitter etc. verlinken. (Ja, das gehört zu unserem Standardprogramm.)
Die meisten Menschen schauen nun einmal auf Google, wenn ein Thema “brennt”. Unternehmen die darauf nicht vorbereitet sind, geben mehr als nur die Möglichkeit zu Information ab.
Hier noch eine Liste von PR- Maßnahmen, die für das Internet und Google optimiert werden können, dazu gehört auch, die Inhalte für Plattformen wie Flickr und Youtube anzupassen:
- Pressemitteilungen
- Redaktionsschreiben
- Online Presseseiten der Unternehmen
- Media kits, insbesondere als Social Media Optimization (SMO)
- Unternehmensweblogs
- Fallbeispiele (White papers)
- Online Schulungen und Demonstrationen
- Newsletter
- Interviews, die digital publiziert werden
Worio – was klingt wie Super Mario im Web ist ein StartUp, daß nicht versucht Google zu schlagen, sondern dort zu ergänzen, wo der Riese nicht glänzt. Das Live- Web, also die Sammlung der Kommunikation im Web 2.0, liefert persönliche relevante Informationen, einfach weil der soziale Filter dafür sorgt.
Worio macht diese Informationen zusätzlich zur normalen Google- Suche verfügbar und achtet dabei auf den Kontext der Suche. Ein gutes Beipiel ist die Suche nach “Financial Crisis”: Link zum testen.
Links erscheinen die Google- Ergebnisse, direkt daneben die wichtigsten Stichwörter und auf deren Basis rechts verschiedene Vorschläge zum “Entdecken”.
Nicht ganz so gut funktioniert das mit “Internet sperren”, scheinbar wg. der deutschen Sprache. Immerhin kann man die mangelnde Qualität sofort an den schlechten Stichwörtern neben den Suchergebnissen erkennen.
Für eine persönliche, soziale Suche kann man sich mit Facebook- Connect anmelden. Daneben glänzt Worio mit der Möglichkeit Suchergebnisse zu speichern und via Delicious weiterzuleiten, also der flüssigen Integration von Social Bookmarking.
Mir scheint hier existiert endlich ein funktionierender Ansatz für den lang gehegten Wunsch ein “Soziale Suche” zu etablieren. Entsprechend nennt sich Worio auch nicht Suchmaschine, sondern “discovery engine”.
>> via Techcrunch: Worio: Search Results You Never Knew You Needed
Das Thema SEM (Search Engine Marketing) brennt den Unternehmen praktisch auf den Nägeln, deswegen ein kurzer Überblick aus einem aktuellen Artikel der ONEtoOne Zeitschrift.
“Willkommen im Intranet von Google” so das Fazit der Branchenmesse OMD in diesem Jahr. Alles dreht sich um Google, für die Internernutzer sowieso. Anzeigen, die im Augenblick der Suche erscheinen, sind eine einfache, wie bestechende Idee, die kein anderes Medium bieten kann.
Hier ein paar gute Gründe für Suchmaschinenmarketing und zugleich eine Zusammenfassung der Grundlagen und Trends zum Thema:
Gründe:
- kurzfristig wirksam und direkt steuerbar
- Suchmaschinen üben einen großen Einfluss auf die Kaufentscheidung der Verbraucher aus
- Durch die Suchabfragen kann ich vorqualifizierte User einkaufen. Diesen Kanal gibt es nirgendwo anders.
Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich mich als Blogger- Presse akkreditieren lassen. Da muss man natürlich auch schreiben. Da so ein Blogbeitrag – wenn nicht gerade live gebloggt wird – eher einer Kolumne als einem Zeitungsartikel ähnelt, suchte ich ein Weilchen nach meinem Thema.
Mein allerallererster Gedanke beim Betreten der Messehallen (aufgrund geringer Ortskenntnis ohne Anmeldung durch den Südeingang und den Aussenbereich der Halle 10) war: “Anzug- Messe”. Das scheint – bedingt durch das Blasen- Platzen um 2000 und die Notwendigkeit seriös zu erscheinen, um noch irgendein Geld zu verdienen – ein besonderes Merkmal der deutschen Online- Kultur zu sein. (Während Brick&Mortar ja längst den “Casual Friday” zur “Casual Week” weiter entwickelt hat.)
Nur – dieses Thema ist schnell abgehakt: Die OMD zeigt überdeutlich, daß Online- Werbe- Vermarktung erwachsen geworden ist. Klassisches Business mit hohen Umsätzen.
Im TV haben wir 3 Vermarktergruppen, 2x privat, 1x Öffentlich- Rechtliche. Online ist deutlich komplexer. Gäbe es eine umfassende Print- Vermarkter- Messe, sähe sie ähnlich aus. Kunden, mit denen ich gesprochen habe, fühlen sich denn auch leicht überfordert. Ich sehe das eher als “genussvolle Qual der Wahl”. Die große Vielfalt erlaubt uns Kreativen das exakte Plazieren exakt darauf abgestimmter Kommunikationsmaßnahmen. Herrlich ;-)
M.a.W.: Verkäufer in Anzügen überall. Hier wird Geld umgeschichtet. Eine durch und durch professionelle Veranstaltung. Und eine echte Leitmesse. Was soll man dazu noch sagen?
Viel viel spannender war eine kleine Ecke hinten in Halle 11. “Die Kuschelzone”. Ergo, die von roccatune und Sonntagmorgen.de (super lecker Kaffee) gesponserte Bloggerarea. Auch die Vorträge zum Thema Web 2.0 waren übervoll. Naheliegend, daß das mein Thema wurde. Aber während ich mich gerade an den Rechner setze, hat der PodPimp meinen ganzen Artikel auf Twittergröße reduziert:
Learning von der Vermarkter-Messe OMD: Wir, hier, sind sowas von Subkultur… denken die…
Worauf ich hier zurück twitter: “Randgruppen, die keine sind, nennt man Marktnischen” und führe das Ganze dann doch noch ein bischen aus. Denn was an Information und Kommunikation im Web 2.0 über die OMD erzeugt wurde, übertrifft die klassische Kommunikation bei weitem. Oder wenn wir auf die Inhalte schauen: Horizont schreibt: Mobile und Video Werbung wachsen stark. Das Web 2.0 ist voll von OMD Beiträgen in genau diesen Medien.
Unbedingt