Ein globales Einwohnermeldeamt – das Universum Facebook

Publiziert: 19. Juli 2010 in Strategie, Zahlen von KMTO

Was Facebook bereits ist – und nicht, was es einmal wird – muss aufhorchen lassen. Die Zeit, sich hier schnell und preiswert zu positionieren, geht langsam vorbei.

Die Wirtschaftswoche gibt in einem sehr guten aktuellen Artikel, der überaus gelungen ist, einen Überblick zum Unternehmen. Die wichtigsten Punkte sollten für einen Eindruck reichen. Wie Unternehmen darauf reagieren, das können sie sich überlegen, aber offensichtlich nicht mehr allzu lange:

  • “tatsächlich ist Facebook auf dem Weg, in diesem Jahrzehnt zum mächtigsten Internet-Unternehmen der Welt aufzusteigen, einflussreicher noch als Ebay, Yahoo und Amazon” Der Vergleich zielt direkt auf den eCommerce, statt auf Werbung und auf Google.
  • Schon in der Grundstruktur vernetzt Facebook das gesamte Internet und erzeugt damit das digitale Abbild der Welt und macht es organisierbar. Somit liegt Facebook derzeit im Herzen dessen, was das Internet ist.
  • Während bei Google die Information im Mittelpunkt steht, sind es bei Facebook die Daten, Ansichten und Vorlieben der Menschen.
  • Facebook hat das bisher unpersönliche Internet persönlich gemacht (z.B. durch 35 MILLIARDEN Fotos).
  • Nutzer verbringen “sieben Stunden bei Facebook, aber nur drei Stunden bei Yahoo und zwei mit Google”.
  • Werbung: 1/10 der Werbeausgaben für Kunden mit konkretem Wunsch = Google; der Rest um Wünsche zu wecken = eher Facebook = neuer Push für Online- Werbung (bisher nur 5% der gesamten Werbeausgaben)
  • Facebook ist im mobilen Markt bereits jetzt einer der beliebtesten Apps.
  • “Legt Facebook nun einen ähnlichen Spurt hin wie Google, könnten am Ende des Jahrzehnts schon 25 oder 30 Milliarden Dollar Umsatz in der Bilanz stehen. Oder auch mehr.”
  • Facebook kann nicht nur Werbung, sondern auch Spiele (Farmville) und eCommerce, das erhöht die monetäre Basis enorm: “auf Shopping-Tour gehen, ohne das soziale Netzwerk zu verlassen”
  • Facebook ist vorne im Kampf um die kreativsten Köpfe: “das Gefühl bei „einer neuen Internet-Revolution“ dabei zu sein” (Jede Menge Überläufer von Google…)
  • Facebook ist für alle offen, auch für Drittanbieter von Apps, damit ist es immer wieder neu und aufregend.
  • “Für die Werbeindustrie ist Facebook ein Traum.” … “ rollt nun die Welle der großen Markenanbieter auf das soziale Netzwerk zu” … “Procter & Gamble hat sogar ein eigenes Verbindungsbüro im Silicon Valley eröffnet”
  • Die Struktur von Facebook sorgt dafür, daß ein Abbild des Konsumverhaltens und der menschlichen Vorlieben weltweit entsteht!!! Und nur Facebook besitzt die Daten dafür. Nicht Algorithmen wie bei Google, sondern menschliche Kommunikation erzeugt perfekte Suchergebnisse u.v.m. gerade auch für externe Webseiten.
  • Der neue technische Leiter ist ein MashUp- Spezialist (von Friendfeed).
  • Ein einfacher Kern: „Die Grundidee der Vernetzung von Menschen ist so simpel, dass es neben der Sprache keiner besonderen Anpassungen bedarf.“

Unternehmen denken heutzutage vor allem in Werbekategorien. Bis zum integrierten Marketing ist es noch ein Stück Weges. Deshalb zum Schluß der Kernsatz aus dem Artikel zum Thema Werbung:

“Zudem kann Facebook seinen Werbekunden nicht nur sagen, wo sie auf dem sozialen Netzwerk inserieren müssen, sondern auch auf welchen externen Internet-Seiten sie am besten ihre Anzeigen platzieren. Dafür kassiert Facebook – ähnlich wie Google mit seinem Adsense-Programm – Provision.”

Zum Vertiefen lohnt auch: Die Architektur des Social Web und die unten aufgeführten ähnlichen Beiträge.


Der Einfluß des Internet

Publiziert: 6. Juli 2010 in Zahlen von KMTO

Einfluß vor Sales. Leider stand in den letzten Jahren immer wieder der Sales im Vordergrund digitaler Maßnahmen. Dabei gibt es eine Größe, die wesentlich wichtiger ist, jedoch schwerer meßbar: der Einfluß des Internet auf Kaufentscheidungen. Doch für jeden klugen Geist sollte die Meßbarkeit nicht die Strategie vermasseln.

PR- Riese Fleischmann-Hillard hat den Einfluß des Internet auf Kaufentscheidungen untersuchen lassen und bestätigt den allgemeinen Eindruck: er ist enorm. Im Schnitt werden 50% aller Kaufentscheidungen Online abgesichert.
Das kann in einer unüberschaubar gewordenen Welt nicht weiter verwundern. Niemand möchte ein Angebot mit dem Gefühl schlechter Informiertheit erwerben. Der Ärger hinterher wäre riesig. Diese kognitive Dissonanz muss abgebaut werden. Dafür ist das Internet gut geeignet – hat es viele der Probleme der Informationsfülle doch erst geschaffen.

Das dabei das Social Web an Bedeutung gewinnt, kann auch nicht verwundern, denn um so weniger anonym die Inhalte sind, desto eher kann ich Vertrauen zu den Aussagen gewinnen oder Ihre Bedeutung überhaupt einschätzen.
Wenn also schon in meinem digitalen Bekanntenkreis keine Kenner der Materie zu finden sind, dann sind Kommentare immer noch besser, als Pressetexte.

So ist es dann auch nicht mehr erstaunlich, daß die Wirkung der Unternehmenswebseiten auf die Kaufentscheidungen gegen Null geht. Wobei die Studie hier einen eklatanten Mangel aufweist. Viele Maßnahmen wirken subtil, statt direkt. Die Einordnung des Fernsehens auf die Kaufentscheidung ist also schlicht falsch gemessen. Dennoch, spannende Zahlen:

Studie zum Einfluß des Internet auf Kaufentscheidungen

Studie zum Einfluß des Internet & Social Web auf Kaufentscheidungen / Auto und Job


Mobile Marketing & Apps – ein strategischer Überblick

Publiziert: 14. Juni 2010 in Strategie, Zahlen von KMTO

Der FVW, das wichtigste Magazin im Tourismus, hat mich gebeten, unter dem Titel “Bin ich der Depp ohne App?” einen strategischen Überblick zum Mobile Marketing zu geben. Die Präsentation hat drei Schwerpunkte:

- aktuelle Zahlen zum Markt: ein Best-Of der letzten 9 Monate
- technische Basis: Für welche Plattformen sollte entwickelt werden?
- wichtige Grundlagen: Wann lohnt sich eine App?

Die leich verdauliche Präsentation finden Sie hier:

Die Präsentation steht unter folgender Lizenz: Attribution-Noncommercial 2.5 Generic


Facebook Nutzer in DACH

Publiziert: 11. Juni 2010 in Zahlen von KMTO

Thomas Hutter hat in echter Fleissarbeit eine demografische Übersicht der Nutzer von Facebook zusammengestellt. Die wichtigsten Erkenntnisse für “D” möchte ich kurz zusammenfassen (die Zahlen gibt es weiter unten).

  1. Frauen vorn
    In den beiden wichtigsten Altersgruppen 18-34 haben Sie die Männer bereits überholt, der Rest ist nur noch eine Frage der Zeit. Dabei ist Ihr Facebook Anteil höher, als Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung.
  2. Junge auf Überholspur
    Die Altersgruppe 18-25 hat die bisher vorherrschenden 26-34jährigen im letzten halben Jahr überholt. Die “jugendlichen” Communities müssen sich warm anziehen, denn jetzt erst erreichen sie eine kritische Masse und werden Ihre Freunde massiv mitziehen. “Es kann nur ein geben.”
  3. Alte mit Hochgeschwindigkeit hinterher
    Die höchste Zuwachsrate in den letzten 6 Monaten hatte die Altersgruppe 64+. Spannend finde ich, daß die Zuwachsrate fast 6x höher war, als bei der Altersgruppe 55-63. Da fragt man sich: warum? Wir denken: Einsamkeit. Unsere erfahrenen Mitbürger verbinden sich miteinander und mit Ihren Familien und erhöhen so Ihren Spaß am Leben.

Die Zahlen in der Übersicht:

Facebook Demographie Deutschland Österreich Schweiz per 31.05.2010


Community & Marketing 2.0 SUMMIT 2010

Publiziert: 4. Juni 2010 in Veranstaltungen, Workshops von KMTO

Jetzt schon an September denken? Warum nicht? Am 29. und 30. September findet das Leitevent im Social Web Markting in Hamburg statt – wieder im beliebten East Hotel und wieder mit Workshops, Praxisvorträgen und gemeinsamer Open Space Arbeit.
Das Social Web ist in den Marketing- und PR- und Digital Marketing- Abteilungen angekommen und stärker als je zuvor, profitieren die Besucher von den Erfahrungen vieler Projekte.

Die Konferenz hat einen Slot für Marketing-Entscheider (Marketing 2.0) und für Community Manager (Community Management). Ich selber werde am Vortag einen Eröffnungsworkshop zum Thema Markenführung im Social Web halten.

Direkt: Themenslots / Programm / Call for Partizipation (bitte mit Projekten bewerben)

Hier zum Einstieg ein Überblick zum Summit für Neueinsteiger:

“Das Verständnis dieser Dienste als “alternativer Kanal” (wie in der oben angeführten Studie) greift daher in der Regel auch zu kurz und führt zu nicht ausgeschöpften Potentialen. Es geht nun um die konkrete Umsetzung und die Lösung spezifischer Probleme von Geschäftsaktivitäten und Marketing-Aktivitäten, die auf diese neuen Dienste aufsetzen.

Vor diesem Hintergrund diskutiert der Community & Marketing 2.0 SUMMIT das Thema in zwei Themensträngen: zum einen mit verschiedenen Sessions und Keynotes zur Herausforderung des Betriebs und Management eigener Community-Aktivitäten und zum anderen mit verschiedenen Sessions und Keynotes zu den verschiedenen Einsatz- und Anwendungsfeldern für das Marketing.”


Lena, der ESC und die Intelligenz der Massen

Publiziert: 30. Mai 2010 in Ideen von KMTO

Deutsche öffentliche TV-Politik ist nicht einfach. Das erinnert mich an die letzten Workshops. Zitat: “Es gibt immer viel Widerstand. In jedem Unternehmen braucht es jemanden, der die Verantwortung übernimmt und gegen viele Andere – denen oftmals einfach nur das Wissen fehlt – durchsetzt.” Mehr noch, Marketing- Verantwortliche müssen die Kraft der Kunden nutzen, um sinnvolle Projekte umzusetzen. Dafür eignet sich das Social Web wie kein Medium davor.

Der Sieg für Lena war auch ein Sieg für Twitter. Er war aber vielmehr noch ein Sieg eben jenes gemeinschaftlichen Engagements. Stefan Raab ist wohl auch eher für Egozentrik bekannt. Und dennoch: er hat bewiesen, wie die Intelligenz der Massen Bewegung in die verkrustete deutsche öffentlich-rechtliche Medien-Politik bringen kann – er und Thomas Schreiber, Unterhaltungschef der ARD.

“Und Raab gab das blinde Vertrauen, dass die ARD ihm schenkte, einfach weiter – reichte die Entscheidungsgewalt durch. Und zwar an die Zuschauer. In mehreren Shows konnte man sich ein Bild von den potenziellen Oslo-Kämpfern machen, wählte Schritt für Schritt den geeigneten Kandidaten. Selbst über den Song wurde demokratisch abgestimmt. Wen wundert es da noch, dass Lenas „Satellite“ binnen weniger Stunden nach der Finalrunde der Casting-Show in den Download-Charts durch die Decke schoss, sie gleich mit drei Titeln aus ihrem Album in den Single-Charts landete und einen Verkaufsrekord nach dem nächsten bricht? Deutschland hat gewählt, Deutschland wollte dieses Mädchen, Deutschland wollte diesen Song. Ohne großes Zutun Raabs hat sich das Land seinen Grand-Prix-Vertreter zusammengestellt. Das Resultat: kein Hexenwerk; nie stand man so geschlossen hinter einem deutschen Eurovisions-Teilnehmer wie hinter Lena Meyer-Landrut.” News-Echo.de

Und dann gibt es noch ein zweites Momentum, das die Zeit schön beleuchtet: Persönlichkeit. Einfach, erfrischend, ehrlich. Und mir Ihr verlässliche Werte, jenseits geschönter Hochglanzfassaden:

Gerade Lenas Unbedarftheit, ihre perfekt inszenierte Natürlichkeit, ihre erheiternde Frechheit beeindrucken das Publikum. Die Zeit

Ich finde das ganz beachtlich.


Vom Social Marketing zum Social Sales (im Tourismus)

Publiziert: 20. Mai 2010 in Ideen, Maßnahmen, Strategie, Trends von KMTO

Wenn es um das Internet geht, ist der Tourismus weit vorne. Dabei kommt der Push von den Märkten. Um die 20% der Buchungen erfolgen direkt über Web-Kanäle, bei den erfolgreichsten Unternehmen sind es bis zu 50%.
So mag es nicht verwundern, daß das Social Web im Tourismus nicht einfach als klassischer Kommunikationskanal verstanden wird, sondern die Frage nach seinem konkreten Beitrag zum Geschäftsergebnis gestellt wird. Wie kann ich mit dem Social Web mehr verkaufen?
Dabei gilt es zwei knifflige Fragen zu beantworten: i. Was ist Verkauf überhaupt? ii. Wie kann das im Social Web funktionieren?
Die erste Frage ist alt. Verkauf kann alles mögliche sein, je nachdem ob die Frage den direkten oder den indirekten Verkauf meint. Die zweite Frage ist brandneu. Zu fast 100% wird das Social Web als Massenkommunikationskanal verstanden, was es im Kern überhaupt nicht ist. Die Frage nach dem direkten Verkauf ist mir zumindest bisher nie gestellt worden. Bisher geht es – schon aufgrund des innovativen Charakters des Social Marketing – immer um die Frage, was ist das und wie geht das? Mehr noch –  der direkte Verkauf wird in den Diskussionen sogar vehement abgelehnt.
Insofern war der Impulsvortrag eine gute Gelegenheit, sich dem Thema zu nähern. Er ist in eine Vorbemerkung und vier Impulse gegliedert. (Präsentation unter dem Txt.)

Vorbemerkung – das Web als Meta-Wissens-Medium:

Facebook ist Gegenwart und Zukunft des Web zugleich. Bei über 400 Mill. Nutzern alleine von Facebook, kann man nicht mehr von einem neuen Phänomen sprechen. Die Idee “permanenter Kommunikation unter Bekannten über digitale Medien” wird auch nicht mehr verschwinden. Deshalb ist auch die Plattform zweitrangig. Facebook, Twitter, Blogs: der Ansatz bleibt der Gleiche.
Vergegenwärtigt man sich die jetzige Struktur des Internet, so kann man die Welt der schnellen Information, mit dem Platzhirschen Google, und die Welt der schnellen Kommunikation, mit den Leitwolf Facebook, zu einer Idee zusammenfassen: Information und Kommunikation sind die beiden Säulen des Wissens. Das war ja auch die Gründungsidee des Internet.
Wissen ist ein Meta- Thema. Genau deshalb haben alle Maßnahmen im Web diesen integrierten Charakter. Angebot, Vertrieb, Kommunikation müssen bei Webmaßnahmen ganzheitlich gedacht werden.  Typische Sprüche im Marketing zeigen, daß das in der “wirklichen” Welt auch nicht anders ist: Angebot: “Ein gutes Produkt verkauft sich von selbst.”, Vertrieb: “Eine starke Vertriebsmannschaft kurbelt den Verkauf an.”, Kommunikation: ”Marke verkauft.”.
Die vier Impulse zeigen ganzheitliche Ansätze für Social Sales:

Impuls 1 – Anzeigen, die kommunizieren und verkaufen

Anzeigen auf Facebook funktionieren wie auf Google, mit einem Kick. Eine Anzeige kann demografisch sehr sauber geschaltet werden. Sie kann eine enorme Reichweite haben. Sie kann ein neues Angebot direkt in die Zielgruppe kommunizieren. Sie kann direkt zur Buchung führen. Und: sie kann sich unter Freunden von selbst weitertragen. Das kann Google nicht. Print schon gar nicht. Menschen können Anzeigen jetzt “liken”, also halb-öffentlich zeigen, daß Ihnen ein Angebot gefällt. In diesem Fall sehe ich nicht nur, wie vielen Menschen das überhaupt gefällt, sondern auch wie vielen meiner Bekannten. Und: die Anzeige kann direkt UND indirekt zu einer Buchung führen.

Impuls 2 – Social Commerce

Auf Basis der Web 2.0 Technologien haben sich neue eCommerce-Modelle entwickelt, die im Tourismus noch nicht angekommen sind. Als Beispiel dienen die beiden bekanntesten Modelle, die Shopping Clubs und das Liveshopping. Während Erste ein digitaler Farbikverkauf sind und sich vor allem für Veranstalter eignen, kann das Liveshopping auch gut von Destinationen eingesetzt werden. Der Impuls ist hier: denken Sie mal drüber nach. Das hat bisher nämlich noch keiner getan. Wenn die Ideen gut auf den Tourismus übersetzt werden, sollten sich einige Chancen ergeben. Dabei muss man nicht unbedingt eine eigene Plattform aufbauen, für den Einstieg bieten sich auch Kooperationen an.

Impuls 3 – Web 2.0 Dienste

Im Nachinein muss ich sagen, daß die beiden Titel vertauscht werden sollten. Die obigen Social Commerce Beispiele sollten Web 2.0 Dienste heissen und die folgenden beiden Beispiele Social Commerce. Setzen Shopping Clubs und Liveshopping mehr auf Datennutzung, zeigen Swoodoo und Skyfriends nämlich, wie man mit sozialer Kommunikation arbeiten kann.
Swoodoo holt die Leute da ab, wo sie sind: auf Twitter. Das Bild: vielreisender, vielbeschäftigter Mensch braucht JETZT eine Flugauskunft. Ein Twit an @flugsuche und das Thema ist erledigt. Über die Timeline des Suchenden verbreitet sich der Service exponentiell selbst, da der Dienst in der Antwort erwähnt wird und die Freunde das nun sehen. Vielleicht wollen Sie ja mitfliegen? Indirekte Anfragen nach Flügen können aus der öffentlichen Timeline automatisch gefiltert und beantwortet werden. Fluganbieter könnten sich von selbst melden u.s.w..
Skyfriends geht noch einen – bemerkenswerten – Schritt weiter. Hier wird der soziale Graph direkt genutzt, um Reisen mit und zu Freunden zu organisieren. Wer kommt mit zu Julia in London? Und 1,2,3 stehen Flüge und Unterkünfte parat, egal wo die Freunde dann gerade alle sind. Ein Paradebeispiel, wie aus Daten ein Nutzen generiert wird.

Impuls 4 – Marke, Themen & Viralität

Was heisst eigentlich verkaufen? Zum Beispiel “Begeistern”. Wenn mein USP Wandern ist, dann habe ich ein Thema. Mit diesem Thema kann ich im Social Web wunderbar arbeiten. Menschen kaufen bekanntlich keine Produkte, sondern Leistungen, keine Bohrmaschine, sondern die Möglichkeit, ein Loch in die Wand zu kriegen. Und das machen sie längst Multimedial – also über eine Vielzahl von Medien gleichzeitig. Dabei hat jeder seine eigene Lieblings-Kombination. Ja, es gibt Menschen, die schauen in einen Online-Shop, um hinterher die Bestellkarte aus dem Katalog von Hand auszufüllen. Das sind sogar recht viele.
Genauso ist es im Tourismus. Ich buche kein Hotel, sondern eine passende Wanderstation mit angehängter Muskelentspannung etc..
Hier liegt die wahre Stärke des Social Web. Wenn ich für etwas stehe und dafür immer besser werde, werden aus Kunden Fans. Menschen, die sich für eine perfekte Lösung im alltäglichen Chaos bedanken und begeistern. Deren Freunde kommen dann auch. Und so weiter. Markengerechte Kommunikation verbindet also Angebot, Vertrieb und Werbung – alles zugleich. Ein Prozess.
Was die letzten drei Bilder angeht: Kultur steht im Mittelpunkt, Krisenthemen immer mitdenken, Zusammenhalt macht stark und groß. ;-)
Wie gesagt, es handelt sich “nur” um einen Impulsvortrag. Anregungen zum Nachdenken.
Der Impulsvortrag von 20min wurde auf dem jährlichen Kongress der eTourism Foundation gehalten:

Einen Überblick zur gesamten Veranstaltung mit den derzeit heissen Themen im Tourismus: Preisgestaltung, Vertriebskanäle, Aufgaben der Destinationen und vielem mehr: